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Apple muss in Italien wegen App-Tracking fast 100 Millionen Euro Strafe zahlen

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Tue, 23.12.2025 - 00:00

Thema des Tages

Apple wird wegen seiner App-Tracking-Geschäftspraxis in Italien zur Kasse gebeten. Die italienische Kartellaufsicht (AGCM) hat eine Strafe von gut 98 Millionen Euro gegen den US-Konzern verhängt. Die Behörde wirft Apple vor, seine Dominanz durch seine Richtlinie zur App-Tracking-Transparenz missbraucht zu haben. Apple erlege App-Entwicklern unfaire Datenschutzregeln auf, indem der Konzern verlange, die Zustimmung der Nutzer zur Erhebung und Nutzung von Daten für Werbezwecke durch eine spezifische Abfrage einzuholen. Diese zwinge die App-Entwickler praktisch dazu, zwei Mal für denselben Zweck um Zustimmung zu bitten. Die Bedingungen von Apple zur App-Tracking-Transparenz schadeten den Interessen der Geschäftspartner des Konzerns. "Apple hält durch seinen App Store eine super-dominante Position", so die AGCM weiter. "Da Nutzerdaten ein wesentlicher Input für personalisierte Online-Werbung sind, schränkt die doppelte Einwilligungsanfrage, die sich zwangsläufig aus der ATT-Richtlinie in ihrer jetzigen Umsetzung ergibt, die Erhebung, Verknüpfung und Nutzung solcher Daten ein", erklärte die Regulierungsbehörde.

Schweizer Aktien

Die europäischen Aktienmärkte sind am Montag von gestiegenen Anleiherenditen ausgebremst worden - so auch in der Schweiz. Neben gestiegenen Marktzinsen fehlten die Impulse, während zugleich Liquidität aus dem Markt wich. Der SMI verlor nach den Aufschlägen der Vorwoche nun 0,1 Prozent auf 13.164 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich zehn Kursverlierer und zehn -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 14,34 (Vortag: 52,72) Millionen Aktien. Am Freitag hatte der grosse Verfall die Umsätze nach oben getrieben. Ab Mittwoch bleibt die schweizerische Börse für den Rest der Woche geschlossen. Von den höheren Marktzinsen profitierten Finanzwerte etwas, Swiss Re (+0,8%) und Partners Group (+1,2%) legten deutlicher zu, Swiss Life immerhin noch um 0,3 Prozent. UBS schlossen dagegen 0,1 Prozent im Minus. "Die Zinskurve wird immer steiler, das treibt die Zinsgewinne der Banken", sagte ein Marktteilnehmer. Und Versicherer könnten neues Geld zu deutlich attraktiveren Konditionen anlegen. Neue Preissenkungen in den USA belasteten im Pharmasektor kaum, Händler sprachen von gewichener Unsicherheit. Roche verloren 0,1 Prozent und Novartis kletterten sogar um 0,2 Prozent. Auch eine Zulassung in den USA für die Roche-Tochter Genentech half dem Kurs nicht auf die Sprünge.

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben zum Start in die Weihnachtswoche mehrheitlich auf der Stelle getreten. Mangels Unternehmensnachrichten fehlten Impulse, während zugleich Liquidität aus dem Markt wich. Der DAX notiert kaum verändert bei 24.284 Punkten, der Euro-Stoxx-50 gab um 0,3 Prozent auf 5.744 Punkte nach. Die Aktien europäischer Getränkehersteller liefen deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Während der Sektor der Nahrungsmittel- wie Getränkehersteller 1,4 Prozent verlor, schlossen Werte wie Anheuser-Busch Inbev oder Diageo über 2,5 Prozent im Minus. Fakt ist, dass jüngere Menschen weniger Alkohol trinken als in der Vergangenheit. Mit Blick auf die Einzelwerte hiess es zuletzt von den Analysten von Morgan Stanley, dass sich die operative Lage zunächst weiter eintrüben dürfte, bevor eine nachhaltige Erholung einsetze. Besonders kritisch sahen die Analysten die nachlassende Nachfrage auf dem US-Kernmarkt, die nach den Feiertagen zu Lagerabbau-Effekten führen dürfte. Entsprechend würden die Ergebnisschätzungen für das Geschäftsjahr 2026 gesenkt. Ein positiver Wendepunkt wäre erst bei einer klaren Nachfrageerholung – insbesondere in den USA - zu erwarten, urteilten die Analysten. Für die Aktie von Gerresheimer ging es im späten Handel um 2,5 Prozent nach oben. Nachdem das Unternehmen jüngst seine Aktionäre enttäuscht hatte, arbeitet es an der Wiederherstellung der Reputation. Ein erster Schritt ist hier, dass alle falsch gebuchten Bill-and-Hold-Umsätze im Konzernabschluss 2024 von rund 28 Millionen Euro nun korrigiert werden. Das Unternehmen habe allerdings noch einen langen Weg vor sich, dass Investorenvertrauen zurückzugewinnen, so ein Aktienhändler.

USA
Die positive Stimmung an der Wall Street setzte sich auch am Montag mit Beginn der verkürzten Weihnachtswoche fort. Die wieder entfachte Zinssenkungsspekulation im Zuge günstiger Daten liess die Kurse weiter klettern und die Anleger griffen bei KI-Werten und Technologiewerten zu. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,5 Prozent auf 48.363 Punkte, der S&P-500 gewann 0,6 Prozent auf 6.879 Punkte und Nasdaq-Composite legte um 0,5 Prozent auf 23.429 Punkte zu. An der Nyse wurden 1.736 (Freitag: 1.408) Kursgewinner gezählt und 1.014 (1.363) -verlierer, während 95 (58) Titel unverändert schlossen. Am Aktienmarkt legten Nvidia 1,5 Prozent zu, nachdem Reuters unter Berufung auf informierte Personen berichtet hatte, Nvidia habe chinesischen Kunden mitgeteilt, dass die Lieferung des zweitstärksten KI-Chips H200 vor dem chinesischen Neujahrsfest Mitte Februar angestrebt wird. Zu den weiteren Gewinnern bei den Techwerten zählten Micron Technology mit einem Plus von rund 4 Prozent und Oracle mit einem Aufschlag von 3,3 Prozent. Tesla erhöhten sich um 1,6 Prozent. Der Oberste Gerichtshof von Delaware hat die Entscheidung eines Gerichts aus dem Jahr 2024 aufgehoben, die das Vergütungspaket von CEO Elon Musk aus dem Jahr 2018, das rund 300 Millionen Aktienoptionen umfasste, für nichtig erklärt hatte. Das Urteil billigt Musk die Aktienoptionen, die derzeit 138 Milliarden Dollar wert sind, wieder zu. Alphabet gingen mit einem Plus von 0,9 Prozent aus dem Handel. Alphabet kündigte zuvor an, Intersect, ein Konzern für Rechenzentrumsinfrastruktur, für 4,75 Milliarden US-Dollar zuzüglich Schulden vollständig zu übernehmen.

Asien
Mehrheitlich mit Aufschlägen zeigen sich die Aktienmärkte in Ostasien am Dienstag. Für den technologielastigen Kospi in Seoul geht es um 0,3 Prozent nach oben. Hier steigt die Aktie des Schwergewichts Samsung Electronics um weitere 1,4 Prozent. Für SK Hynix geht es um 1,0 Prozent aufwärts.

Obligationen
Am Rentenmarkt stiegen die Renditen zu Wochenbeginn mehrheitlich – eine Ausnahme bilden diejenigen zehnjähriger US-Staatsanleihen. Die Rendite sank hier um 4 Basispunkte auf 4,165 Prozent.

Analyse
Vontobel senkt Clariant-Ziel auf 8 (8,50) CHF – Hold
Jefferies senkt Heineken-Ziel auf 95 (100) EUR – Buy
Berenberg senkt Hornbach-Ziel auf 88 (90) EUR – Hold

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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