Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Tue, 06.01.2026 - 00:00
Nvidia hat auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas ihre neue KI-Chipgeneration mit dem Namen "Vera Rubin" vorgestellt. Die Chips sollen in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Normalerweise enthüllt Nvidia Details zu Spezifikationen und Fähigkeiten ihrer neuesten Chips auf der Frühjahrs-Entwicklerkonferenz im Silicon Valley. Dieses Jahr hätten die für KI erforderliche Komplexität der Berechnungen und die immense Nachfrage nach fortschrittlichen Prozessoren zum Trainieren und Betreiben von Modellen die Halbleiterindustrie dazu veranlasst, schneller zu handeln, sagte Nvidia-Chef Jensen Huang auf der CES. "Die für KI notwendige Rechenleistung schießt in die Höhe", sagte Huang am Montag in Las Vegas. "Das Rennen um KI ist eröffnet. Jeder versucht, die nächste Grenze zu erreichen." Mehrere Paradigmenwechsel in der Datenverarbeitung seien der Grund für den Nachfrageschub, sagte Huang. Inferenz, der Prozess, bei dem KI-Modelle auf Benutzeraufforderungen reagieren, "ist jetzt ein Denkprozess", sagte der CEO, und neue Modelle müssten mit immer riesigeren Datenmengen trainiert werden, um KI-Tools das Denken beizubringen.
Mit kleinen Verlusten ist der schweizerische Aktienmarkt in die erste volle Handelswoche des neuen Jahres gestartet. Der SMI verlor 0,2 Prozent auf 13.247 Punkte, schloss damit aber deutlich erholt von seinem Tagestief. Bei den 20 SMI-Werten standen sich elf Kursgewinner und neun -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 27,69 (Freitag: 13,3) Millionen Aktien. Die als defensiv geltenden Indexschwergewichte Nestle, Novartis und Roche verbilligten sich um 0,8 bis 2,9 Prozent. Givaudan verloren 1,3 Prozent. Unter den Konjunkturzyklikern gewannen ABB, Amrize und Kühne + Nagel 1,6 bis 3,4 Prozent. Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re fielen um 2 Prozent. Hier habe die im Januar anstehende Erneuerungsrunde die Stimmung getrübt, hiess es aus dem Handel. Eine Hochstufung auf "Buy" durch die Citi-Analysten verhalf auf der anderen Seite den Aktien der Partners Group zu einem Plus von 4,9 Prozent. Nach den kräftigen Kursverlusten der Aktie sehen die Analysten hier Neubewertungspotenzial. Sehr gefragt waren auch die Titel der UBS, die um 3,3 Prozent stiegen. Die Analysten der LBBW hatten sich zuversichtlich geäussert, dass die Integration der CS gelingen wird, und die Kaufempfehlung bei einem erhöhten Kursziel bekräftigt.
Europa
Die militärische Intervention von US-Truppen in Venezuela und die Entführung sowie anschliessende Überführung in die USA des dortigen Machthabers Nicolas Maduro haben den europäischen Aktienmarkt am Montag gestützt. Der DAX gewann 1,3 Prozent auf 24.869 Punkte und schloss damit auf einem neuen Allzeithoch. Der Euro-Stoxx-50 schloss ebenfalls 1,3 Prozent fester bei 5.924 Punkten. Nachdem der Euro auf die US-Intervention zunächst mit Abgaben reagierte, erholte sich die Einheitswährung nach den US-Daten klar von den Tiefs und stand zu Börsenschluss bei 1,1716 Dollar. An den Anleihemärkten stiegen die Kurse, die Renditen fielen also. Neben den Entwicklungen in Venezuela dürften auch der schwächere ISM-Index zu Käufen verleitet haben. Kursgewinner Nummer eins waren Rüstungswerte mit Aufschlägen von europaweit 4,1 Prozent. Wegen des US-Angriffs auf Venezuela und erneuter Drohungen gegen Grönland wurde gekauft. Im DAX sprangen Rheinmetall um 9,4 Prozent nach oben. Hensoldt und Renk stiegen um bis zu 8,2 Prozent. In Mailand gewannen Leonardo 6,3 Prozent und Thales in Paris 4,7 Prozent. Airbus kletterten um 2,1 Prozent, nachdem die Auslieferungen für 2025 laut einem Bericht etwas höher als erwartet ausgefallen sind. "Solange militärische Konflikte regional begrenzt bleiben und keine Eskalationen zwischen den Weltmächten auslösen, kann die Börse, so hart es klingt, damit leben", so CMC. Technologiewerte schlossen 3,8 Prozent fester. Der Sektor setzte seine Rally vom Freitag fort, insbesondere in Asien ging es mit den Notierungen von Chip-Aktien weiter kräftig nach oben. Im DAX gewannen Infineon 4,3 Prozent, die Aktien von STMicroelectronics kletterten um 1,3 Prozent. Aixtron kamen auf ein Plus von 4,1 Prozent, ASML gewannen 6,9 Prozent.
USA
Mit Kursgewinnen haben die US-Börsen den Handel am Montag beendet. Der Dow-Jones-Index gewann 1,2 Prozent auf 48.977 Punkte und erreichte im Verlauf ein neues Rekordhoch bei 49.210 Punkten. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite kletterten um 0,6 und 0,7 Prozent. An der Nyse wurden 1.932 (Freitag: 1.882) Kursgewinner gesehen, denen 844 (882) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 54 (74) Titel. Etwas Unterstützung kam auch von einem schwächeren ISM-Index, der Zinssenkungsfantasien neue Nahrung gab. Die Entwicklungen in Venezuela am Wochenende belasteten das Sentiment dagegen kaum. Nach den Militärschlägen und der Gefangennahme von Machthaber Nicolas Maduro wollen die USA eine Übergangsregierung installieren. Diese soll die angeschlagene Ölindustrie sanieren und das Land stabilisieren. Kräftig aufwärts ging es mit den Aktien der Ölkonzerne Chevron (+5,1%), Exxon (+2,2%) und Conocophilips (+2,6%). Der Sturz von Maduro hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die US-Ölkonzerne ihre Aktivitäten in dem ölreichen Staat wieder ausweiten können. Chevron ist das einzige grosse US-Ölunternehmen, das derzeit in Venezuela präsent ist. Dagegen verliessen Conocophillips und Exxon Venezuela im Jahr 2007, nachdem der damalige Präsident Hugo Chavez ihre Vermögenswerte verstaatlicht hatte. Zudem stiegen die US-Rüstungswerte, da Investoren aufgrund der Entmachtung von Maduro durch die USA ein erhöhtes geopolitisches Risiko erwarten. Lockheed Martin gewannen 2,9 Prozent, General Dynamics 3,6 Prozent und Northrop Grumman 4,4 Prozent.
Asien
Nach der technologiegetriebenen Rally an den Börsen in Tokio und Seoul am Montag, geht es am Dienstag an den Aktienmärkten in Ostasien in er Breite weiter nach oben. Der japanische Nikkei-225 steigt um 1,2 Prozent auf 52.431 Punkte, in Seoul geht es für den Kospi um weitere 1,0 Prozent nach oben. Der Nikkei-225 liegt damit nur noch knapp unter seinem Rekordhoch, der Topix baut sein Rekordhoch vom Vortag aus, ebenso der Kospi. Auch an den chinesischen Börsen steigen die Kurse, in Shanghai geht es für den Composite-Index um weitere 1,2 Prozent. In Hongkong, wo sich der HSI zum Wochenstart noch wenig bewegt zeigte, geht es nun um 1,8 Prozent aufwärts.
Obligationen
Die Renditen von US-Staatsanleihen fielen leicht - die Rendite zehnjähriger Papiere reduzierte sich um 4 Basispunkte auf 4,15 Prozent.
Analyse
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