Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Tue, 03.02.2026 - 00:00
Elon Musk hat bekannt gegeben, dass sein Raumfahrtunternehmen SpaceX sein KI-Startup xAI übernommen hat. SpaceX bestätigte die Übernahme und veröffentlichte ein Memo von Musk zu der Vereinbarung auf seiner Website. "SpaceX hat xAI erworben, um die ehrgeizigste, vertikal integrierte Innovationsmaschine auf (und abseits) der Erde zu bilden", schrieb Musk, der Chef beider Unternehmen, in der Mitteilung. SpaceX war einer der ersten Kunden von xAI, als das Unternehmen im Jahr 2024 den Betrieb aufnahm, wie das Wall Street Journal zuvor berichtete. In einer der ersten Integrationen wurde xAI genutzt, um Kundensupport-Funktionen für den Starlink-Internetdienst von SpaceX zu unterstützen. Die Fusion ist als Aktientausch strukturiert. Aktien von xAI werden demnach in 0,1433 Aktien von SpaceX umgewandelt. Die Mitarbeiter haben die Option, ihre xAI-Aktien an das Unternehmen zurückzuverkaufen, heisst es in der E-Mail. Musk kontrollierte beide privaten Unternehmen bereits vor deren Zusammenschluss. Er hielt einen Anteil von rund 42 Prozent an SpaceX und kontrollierte 80 Prozent der stimmberechtigten Aktien des Raketenbauers.
Gestützt von den defensiven Schwergewichten hat der schweizerische Aktienmarkt am Montag sehr fest geschlossen. Der SMI gewann 1,7 Prozent auf 13.409 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 17 Kursgewinner und drei -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 19,93 (Vortag: 21,85) Millionen Aktien. Gestützt wurde der eidgenössische Leitindex von den defensiven Schwergewichten Roche (+0,9%), Novartis (+2,2%) und Nestle (+3 %) und starken US-Daten am Nachmittag. Gesunkene Gold- und Silberpreise hievten Richemont um 2,4 Prozent nach oben - die Rohstoffkosten dürften beim Luxusgüterhersteller wieder sinken. Im Sektor schlossen Swatch 2,1 Prozent niedriger. Das Unternehmen komme zwar aus dem Ergebnistal heraus, müsse sich aber in anderen Bereichen noch verbessern, urteilte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. Die bisherige Prognosegenauigkeit der Swatch Group gebe trotz der jüngsten optimistischen Äusserungen Anlass zur Vorsicht, ergänzten die Analysten von Berenberg und bestätigten ihre Verkaufsempfehlung. Julius Bär hat für 2025 aufgrund einer Reihe bereits angekündigter Sondereffekte einen starken Gewinnrückgang ausgewiesen. Die Schweizer Privatbank macht unterdessen Fortschritte bei ihren Sanierungsplänen. Der Kurs gewann 1,1 Prozent.
Europa
Nach einem Start im Minus haben die europäischen Aktienmärkte am Montag deutlich im Plus geschlossen. Alles in allem zeigten sich Investoren mit Blick auf die jüngste Volatilität bei Bitcoin wie auch Gold unverändert leicht optimistisch, was Aktien betrifft. Die Berichtssaison in Europa verlief bisher überzeugend und lieferte kein Argument, Aktien im grossen Stil zu verkaufen. Aus dem STOXX-600 berichten alleine diese Woche 84 Unternehmen, darunter aus dem Bankensektor Societe Générale, BNP Paribas, Intesa Sanpaolo, Banco Santander. Der DAX legte um 1,1 Prozent auf 24.798 Punkte zu. Für gute Stimmung sorgte die Revision des Einkaufsmanager-Index (PMI) für die deutsche Industrie - nach oben. "Gute Nachrichten aus der Industrie ist man nicht mehr gewohnt", sagte ein Händler. Daher überrasche die Aufwärtsrevision auf 49,1 nach 48,7 in der ersten Lesung. Dazu hatten auch noch die Einzelhandelsumsätze in Deutschland im Dezember stärker als erwartet zugelegt. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 1,0 Prozent auf 6.008 Zähler. Ein wichtiger Termin in dieser Woche ist die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag. Während fest davon ausgegangen wird, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen bestätigt, dürfte die aktuelle Stärke des Euro zum Dollar die Aufmerksamkeit der Notenbanker zunehmend auf sich ziehen. Die EZB wiederholt zwar immer wieder, dass der Wechselkurs kein politisches Ziel sei. Doch weist Martin Wolburg, Senior Economist bei Generali Investments, vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank darauf hin, dass die aktuelle Stärke des Euro für die Inflationsaussichten von Bedeutung sei. Bei der Sitzung am 5. Februar erwartet Wolburg, dass Präsidentin Christine Lagarde an ihrer datenabhängigen, abwartenden Haltung festhält und gleichzeitig andeutet, dass eine andauernde Aufwertung des Euro Leitzinsen unterhalb der derzeit als "günstig" angesehenen Marke von 2 Prozent rechtfertigen könnte."
USA
Wall Street hat gestützt von starken Konjunkturdaten am Montag im Verlauf deutlich ins Plus gedreht. Der ISM-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes schoss im Januar klar in den Wachstum anzeigenden Bereich nach oben - und liess die Markterwartungen weit hinter sich. Erstmals seit zwölf Monaten expandierte der wichtige Index. "Von den sechs grössten Branchen des verarbeitenden Gewerbes verzeichneten fünf im Januar ein Wachstum", erläuterte ISM-Präsidentin Susan Spence. Der Dow-Jones-Index kletterte um 1,1 Prozent auf 49.408 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legten um 0,5 bzw. 0,6 Prozent zu. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse wurde mit 1.598 (Freitag: 1.161) angegeben, die der -verlierer mit 1.165 (1.602). Unverändert schlossen 68 (58) Titel. Unter den Einzelwerten sanken Oracle-Aktien um 2,7 Prozent. Das Unternehmen will sich in diesem Jahr zwischen 45 und 50 Milliarden US-Dollar besorgen. Mit dem Geld will Oracle ihre Wette auf das Cloud-Computing für KI-Anwendungen finanzieren. Nvidia gaben um 2,9 Prozent nach. Der Plan des Unternehmens, bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren, um das Training und den Betrieb neuester KI-Modelle zu unterstützen, liege auf Eis, berichteten informierte Personen. Bei Nvidia seien Zweifel an dem Geschäft aufgekommen. Disney zeigten sich mit Abschlägen von 7,3 Prozent.
Asien
Nach dem Rücksetzer am Vortag infolge der Schwäche bei den Technologiewerten geht es an den asiatischen Aktienmärkten am Dienstag bereits wieder steil nach oben. Damit ist die Delle vom Wochenstart ausgebügelt. Mit Blick auf die Vorgaben der Wall Street gehen die Investoren stärker ins Risiko. Technologiewerte, die am Vortag noch gemieden wurden, wie zum Beispiel SK Hynix (+8,8%), schiessen nach oben und ziehen den südkoreanischen Leitindex Kospi mit sich. Schlagzeilen kommen derweil aus Indien und Australien.
Obligationen
Mit den gedämpften Zinssenkungshoffnungen wegen der Fed-Personalie und zusätzlich befeuert durch die starken Konjunkturdaten stiegen die Renditen am US-Rentenmarkt. Die Zehnjahresrendite legte am Montag um 4 Basispunkte auf 4,28 Prozent zu.
Analyse
Vontobel hebt Swatch-Ziel auf 160 (140) CHF – Hold
Vontobel senkt Lonza-Ziel auf 670 (700) CHF – Buy
Citi hebt Anglo American auf Buy (Neutral) – Ziel 45 (33) GBP
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