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UBS strebt höhere Profitabilität und weitere Aktienrückkäufe an

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 04.02.2026 - 00:00

Thema des Tages

Die UBS Group will in diesem Jahr eigene Aktien im Wert von 3 Milliarden US-Dollar zurückkaufen und hat weitere Rückkäufe in Aussicht gestellt. Gleichzeitig setzte sich die Bank nach der Integration der Credit Suisse neue Ziele zur Steigerung der Profitabilität. Die Grossbank geht in das letzte Jahr der Integration der Credit Suisse. Ihren ehemaligen Stadtrivalen hatte sie 2023 in einer von den Schweizer Behörden organisierten Rettungsaktion übernommen. Dabei ist die Bank mit der Unsicherheit konfrontiert, in welchem Umfang ihr Heimatland die Kapitalanforderungen erhöhen wird. Die UBS hat sich gegen die Vorschläge bisher gewehrt. Sie würden ihr Geschäftsmodell gefährden und eine schwere Belastung für die Schweizer Wirtschaft darstellen, so die Bank. Die UBS teilte am Mittwoch mit, dass sie über die für dieses Jahr geplanten 3 Milliarden Dollar hinaus weitere Aktienrückkäufe anstrebe. Deren Höhe hänge jedoch von der Klarheit über die künftige Regulierung in der Schweiz und von der eigenen finanziellen Leistung ab. Sie erhöhte ihre Dividende um 22 Prozent auf 1,10 Dollar je Aktie.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt ist nach der Vortagesrally am Dienstag leicht zurückgekommen. Der SMI gab 0,3 Prozent auf 13.373 Punkte ab. Unter den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Kursverlierer und acht -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 20,25 (Vortag: 19,93) Millionen Aktien. Bei den schwergewichteten Pharmatiteln Roche (-0,6%) )und Novartis (-0,3%) strichen Anleger Gewinne ein, nachdem diese zum Wochenstart zu den klaren Gewinnern gezählt hatten. Baader hatte zwar das Roche-Ziel angehoben, bestätigte aber die Einstufung "Reduzieren". UBS zeigten sich einen Tag vor dem Geschäftsausweis unauffällig, der Kurs gab 0,1 Prozent ab. Die Bank könnte von der Vergangenheit eingeholt werden, denn in den USA werden Verbindungen von Nazi-Deutschland zur übernommenen Credit Suisse untersucht. Das Thema soll im US-Kongress zur Sprache kommen, wenn ein unabhängiger Ermittler vor dem Justizausschuss des Senats aussagt. Senator Chuck Grassley, der Vorsitzende des Ausschusses, sagte, dass der Ermittler Neil Barofsky 900 Konten gefunden habe, die mit Nazi-Deutschland in Verbindung stehen könnten, wie das Wall Street Journal berichtet. Am breiten Markt reagierten Medacta anfänglich noch positiv auf starke Wachstumszahlen des Orthopädiespezialisten - letztlich schloss der Titel mit Abgaben von 5,5 Prozent. Überzeugende Geschäftszahlen trieben die Papiere des Trafoanbieters R&S um 17,9 Prozent nach oben.

Internationale Märkte

Europa
Der europäische Aktienmarkt hat am Dienstag mit kleinen Verlusten geschlossen. Der DAX verlor 0,1 Prozent auf 24.781 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 schloss 0,2 Prozent auf 5.995 Punkte niedriger, bei 6.073 Punkten hatte der Index im Verlauf noch ein Allzeithoch markiert. An den Anleihemärkten gaben die Kurse nach, die Renditen stiegen also. Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro wenig verändert zum Schluss bei 1,1822 Dollar. Für Rohstoffaktien ging es gleich um 4 Prozent nach oben, Energietitel legten im Schnitt um 1,7 Prozent zu. Ein neues Analysetool von Anthropic, das als Plugin in der KI von Anthropic, Claude, eingesetzt werden kann, sorgte für Wirbel. Mittels des Tools können auch juristische Arbeiten automatisiert werden, wie etwa Verträge, non-disclosure Vereinbarungen oder Compliance Aufgabenbereiche. Die Aktien von Datenanbietern bzw Anbietern von Daten-Analysetools gerieten daraufhin unter Druck. Im DAX brach das Papier der Deutschen Börse um 4,4 Prozent ein, SAP schlossen 4,6 Prozent niedriger, Scout24 gaben 5,2 Prozent nach. In London verloren LSE 12,8 Prozent und Pearson 7,7 Prozent. Seit Monaten wird unter Anlegern intensiv diskutiert, ob KI Segen oder Fluch für Datenanbieter aller Couleur darstellt. Für Technologie-Aktien ging es um 4,4 Prozent nach unten. Zwar wurden die Geschäftszahlen von Palantir in den USA mit Kursgewinnen begrüsst, allerdings gab es auch Enttäuschungen im Sektor. So brach die Paypal-Aktie ein, der Zahlungsdienstleister hatte sowohl für das laufende Quartal als auch für das Geschäftsjahr einen Rückgang des Gewinns um einen mittleren einstelligen Prozentsatz prognostiziert. Im Chipsektor gaben Rambus nach einem schwachen Ausblick um mehr als 15 Prozent nach. Infineon verloren 1,9 Prozent oder STMicroelectronics 2,5 Prozent.

USA
Die US-Börsen haben am Dienstag im Verlauf deutlich ins Minus gedreht. Nach einem Allzeithoch des Dow-Jones-Index strichen Anleger Gewinne ein - befeuert von Verlusten im Technologiesektor. Der Imformationsverarbeitungssektor im S&P-500 verlor als Schlusslicht 2,2 Prozent – Thomson Reuters büssten 15,7 Prozent ein. Der Dow-Jones-Index sank um 0,3 Prozent auf 49.241 Punkte, S&P-500 und der technologielastige Nasdaq-Composite fielen um 0,8 bzw. 1,4 Prozent. Zahl der Kursgewinner an der Nyse wurde mit 1.445 (Montag: 1.598) angegeben, die der -verlierer mit 1.313 (1.165). Unverändert schlossen 49 (68) Titel. Selbst die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Regierungsstillstandes stützte die Börse nicht. Das US-Repräsentantenhaus hatte eine kritische Hürde zur Beendigung des teilweisen Regierungsstillstands genommen. Unter den Einzelaktien wurden die Geschäftszahlen von Palantir sehr positiv aufgenommen. Das Unternehmen meldete einen Rekordumsatz. Zu verdanken war dies der hohen Nachfrage der US-Regierung nach der KI-Technologie des Unternehmens. Die Aktie machte einen Satz um 6,9 Prozent. Nach einem schwachen Ausblick brachen die Titel der Analyse- und Beratungsgesellschaft Gartner um 20,9 Prozent ein. Pepsico hatte im vierten Geschäftsquartal einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet und mitgeteilt, im kommenden Jahr die Kosten senken und den Absatz ankurbeln zu wollen. Die Aktie stieg um 4,5 Prozent. Merck & Co hatte im vierten Quartal einen höheren Umsatz verzeichnet, der Kurs legte um 2,2 Prozent zu. Wettbewerber Pfizer hatte mit den Ergebnissen für das vierte Quartal zwar die Erwartungen der Analysten übertroffen, doch blieb der Ausblick unter Konsens. Die Titel büssten 3,5 Prozent ein.

Asien
An den asiatischen Börsen zeigt sich am Mittwoch kein einheitliches Bild. Nach schwach aufgenommenen Geschäftszahlen von Nintendo geht es an der Börse Tokio mit den Kursen kräftiger nach unten. Dagegen steigen die Notierungen in Sydney dank sich weiter erholender Rohstoffpreise. Edelmetalle scheinen die jüngste Korrektur abgeschlossen zu haben. Der Goldpreis notiert wieder über der Marke von 5.000 Dollar die Feinunze. Nintendo-Aktien brechen um 12 Prozent ein, und das trotz solider Zahlen. Hauptbelastungsfaktor ist ein nur bestätigter Ausblick auf das laufende Jahr.

Obligationen
Die negative Stimmung am Aktienmarkt sorgte für Umschichtungen in US-Rentenpapiere, die Renditen drehten daher ins Minus; die Zehnjahresrendite sank am Dienstag um 1 Basispunkt auf 4,27 Prozent.

Analyse
Jefferies hebt Lonza-Ziel auf 769 (764) CHF – Buy
UBS hebt Prudential-Ziel auf 1.400 (1.385) GBp – Buy
Morgan Stanley senkt Stellantis auf Equalweight (Overweight) – Ziel 9,20 EUR

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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