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Alphabet erzielt Rekordumsatz und verdoppelt Investitionen

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 05.02.2026 - 00:00

Thema des Tages

Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat in seinen Anzeigen- und Cloud-Geschäften einen massiven Schub durch Künstliche Intelligenz erhalten. Das Unternehmen übertraf die Markterwartungen im vierten Quartal und erreichte im Gesamtjahr einen Rekordumsatz. Alphabet kündigte zudem an, seine Investitionen in Datenzentren für KI und in andere Projekte in etwa zu verdoppeln. So will der Konzern dieses Jahr etwa 175 bis 185 Milliarden US-Dollar investieren im Vergleich zu 91 bis 93 Milliarden im abgelaufenen Jahr. Wie andere Technologieunternehmen gibt auch Google hohe Milliardenbeträge aus, um KI-Modelle zu entwickeln und die Rechenzentren zu bauen, die für deren Training und Betrieb erforderlich sind. Die Entwicklung von Rechenzentren ist zunehmend schwieriger geworden, da Tech-Firmen auf Engpässe bei der Suche nach oder dem Aufbau der nötigen Stromversorgung stossen. "Die vielleicht wichtigste Frage dreht sich definitiv um die Rechenkapazität", sagte CEO Sundar Pichai. "Wie fahren wir die Kapazitäten hoch, um diese aussergewöhnliche Nachfrage in diesem Moment zu decken, unsere Investitionen langfristig richtig auszurichten und all das auf eine Weise zu tun, die Effizienzsteigerungen vorantreibt?"

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt ist am Mittwoch den übrigen europäischen Börsen davongelaufen und hat im Verlauf ein Allzeithoch markiert. Kursgewinne der defensiven Schwergewichte Nestle (+2,6%), Roche (+2,3%) und Novartis (+1,6%) trieben den Markt nach oben. Auch andere defensive Werte wie Sisscom (+3,9%) waren gesucht. Der SMI gewann 1 Prozent auf 13.508 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 17 Kursgewinner und drei -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 35,28 (Vortag: 20,36) Millionen Aktien. Die Geschäftszahlen von Novartis lösten keine Euphorie aus - die Kursgewinne seien eher eine Sektorgeschichte, hiess es mit Blick auf starke Umsatzprognosen des US-Pharmaunternehmens Eli Lilly. Das schweizerische Unternehmen war im erwarteten Rahmen durch das Jahr 2025 gekommen, die einzelnen Kennziffern pendelten um die Konsenserwartungen. Der Ausblick sei "konservativ und nur qualitativ" gegeben worden, wie Marktteilnehmer urteilten. Die Aktien der UBS sanken deutlich um 6,3 Prozent, nachdem die Bank für das vergangene Quartal Geldabflüsse in ihrem US-Vermögensverwaltungsgeschäft gemeldet hatte. Zudem erklärten Führungskräfte, dass der Gegenwind in der ersten Jahreshälfte anhalten werde. Die Ergebnisse für das vierte Quartal enthielten zwar einige Lichtblicke. Aber diese seien nicht genug, urteilten die Analysten Antonio Reale und Rohan Datta von Bank of America. Die Bank habe die Konsenserwartungen aber übertroffen.

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch mit Abschlägen geschlossen. Immerhin sprang der "Claude-Crash" unter den US-Softwareunternehmen nicht eins zu eins auf Europa über. Allerdings wurden die Bewertungen für die Branche der Technologiewerte gesenkt – in Folge kamen Aktienkurse unter Druck. Der Sektor der Technologiewerte stellte mit minus 2,4 Prozent den Verlierer in Europa, Finanzdienstleister gaben im Mittel um 1,5 Prozent nach. Auch sie litten unter der neuen KI-Anwendung, die das Datengeschäft stark schmälern dürfte. Wann die disruptive Kraft der KI andere Geschäftsmodelle übernehme, sei allenfalls eine Frage der Zeit, hiess es. Investoren legen ihr Geld momentan lieber in Industrie- und Sachwerten an, Software dürfte noch eine Weile gemieden werden. Der DAX verlor 0,7 Prozent auf 24.603 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab 0,4 Prozent auf 5.970 Punkte nach. Zu den Gewinnern gehörten Chemie- und defensive Telekomwerte, deren Branchenindizes um bis zu 4,8 Prozent zulegten. In London steigt der FTSE-100-Index erneut auf ein Rekordhoch - unter anderem wegen der dort gelisteten Minen- und Ölwerte. Zudem bauten die Aktien von GSK ihre Gewinne auf 3,8 Prozent aus. Das Pharma-Unternehmen hatte gute Viertquartalszahlen vorgelegt. Die Inflation im Euroraum ist im Januar überraschend deutlich von 2,0 auf 1,7 Prozent gefallen. Für Analysten ist dies teilweise auf Sondereffekte bei den Energiepreisen zurückzuführen. Aber auch die Kernteuerungsrate ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel hat auf 2,2 nachgegeben.

USA
Sorgen über neue KI-Modelle haben die Wall Street zur Wochenmitte erneut belastet. Bereits am Vortag hatten Befürchtungen über die Tragfähigkeit bestimmter Geschäftsmodelle im Software- und Datenanalysebereich die entsprechenden Werte massiv gedrückt. Ein Ausverkauf im Softwaresektor setzte sich am Mittwoch fort, der Index im S&P-500 war mit Abgaben von 1,9 Prozent erneut Branchenschlusslicht. Eine neue Analyse-Software des KI-Unternehmens Anthropic wurde als Bedrohung im Bereich Datenanalyse für entsprechende Unternehmen wahrgenommen. Der Dow-Jones-Index gewann dank eines Schlussspurts 0,5 Prozent auf 49.501 und schloss gestützt von einer Rally bei Amgen nur knapp unter Allzeithoch. S&P-500 und der technologielastige Nasdaq-Composite gaben dagegen 0,5 bzw. 1,5 Prozent ab. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse wurde mit 1.593 (Dienstag: 1.445) angegeben, die der -verlierer mit 1.144 (1.313). Unverändert schlossen 75 (49) Titel. Am Aktienmarkt zogen Amgen um 8,2 Prozent an. Das Biopharma-Unternehmen hatte im vierten Quartal dank eines zweistelligen Prozentwachstums des Produktvolumens einen höheren Umsatz verzeichnet. Auch Eli Lilly hatte starke Geschäftszahlen im Sektor vorgelegt - der Kurs kletterte um 10,4 Prozent. Uber büssten 5,2 Prozent ein. Sowohl die Ergebnisse für das vierte Quartal als auch der Ausblick für das laufende erste Quartal blieben unter den Markterwartungen. Abbvie rutschten um 3,8 Prozent ab, obwohl der Gewinn im vierten Quartal und der Ausblick für das Gesamtjahr über den Erwartungen gelegen haben. Bemängelt wurde aber ein Erlösrückgang in wichtigen Geschäftsfeldern. Die Aktien von AMD brachen um 17,3 Prozent ein. Der Chipkonzern hat überraschend starke Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorgelegt. Auch die Umsatzprognose für das laufende Jahr übertraf den Analystenkonsens.

Asien
Kräftig nach unten geht es mit den Notierungen an den asiatischen Börsen am Donnerstag im Verlauf. Der Nikkei fällt 0,9 Prozent zurück, der technologielastige Kospi sogar um 3,4 Prozent. In Tokio geben Softbank um 7 Prozent nach, auch nachdem die Aktien der Tochtergesellschaft Arm Holdings über Nacht gefallen waren. NEC fallen um 8,2 Prozent zurück und Advantest verlieren 5,2 Prozent. In Seoul verlieren SK Hynix 5,2 Prozent nach schwachen US-Vorgaben.

Obligationen
US-Anleihen zeigten sich uneinheitlich. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg am Mittwoch um 1 Basispunkt auf 4,28 Prozent.

Analyse
UBS hebt Ziel Intesa Sanpaolo auf 6,55 (6,45) EUR – Buy
Barclays senkt Publicis auf Equalweight (Overweight) – Ziel 95 (115) EUR
HSBC senkt Sanofi-Ziel auf 95 (98) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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