Morning News

Oracle-Zahlen dürften für KI-Erleichterung im Software-Sektor sorgen

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 11.03.2026 - 00:00

Thema des Tages

Oracle hat einen höheren Quartalsumsatz verbucht und seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 angehoben, da die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI) das Angebot weiterhin übersteigt. Der Cloud-Computing-Konzern hat am Dienstag für das dritte Geschäftsquartal einen Gewinn von 3,72 Milliarden US-Dollar oder 1,27 US-Dollar je Aktie ausgewiesen. Im Vorjahreszeitraum waren es 2,94 Milliarden Dollar bzw. 1,02 Dollar je Aktie gewesen. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der Gewinn je Aktie bei 1,79 Dollar und damit über den von Analysten laut Factset erwarteten 1,70 Dollar. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 17,19 Milliarden Dollar. Von Factset befragte Analysten hatten einen Umsatz von 16,92 Milliarden Dollar prognostiziert. Die Nachfrage nach Cloud-Computing für KI-Training und -Inferenz wachse weiterhin schneller als das Angebot, teilte Oracle mit. Einige der grössten Abnehmer von KI-Cloud-Kapazitäten hätten zudem kürzlich ihre Finanzlage gestärkt, teilte das Unternehmen mit. Oracle hob seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 90 Milliarden Dollar an. Das Unternehmen bestätigte die Prognose für 2026. Für das laufende vierte Quartal erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 18 bis 20 Prozent und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,92 bis 1,96 Dollar. Die Aktie legte nachbörslich um 8,7 Prozent zu.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt ist seinen europäischen Pendants am Dienstag hinterhergehinkt. Der Dividendenabschlag bei Novartis und Verluste der ebenfalls schwer gewichteten Nestlé (-0,6%) bremsten die eidgenössische Börse aus. Der SMI gewann 0,5 Prozent auf 13.065 Punkte. Titel aus Branchen mit hohem Energiebedarf profitierten von der Beruhigung am Ölmarkt. So kletterten Sika und Holcim um 1,7 bzw. 1,9 Prozent. Partners Group stiegen nach Zahlenausweis um 0,7 Prozent. Im Handel wurden dem Finanzkonzern starke Geschäftszahlen mit einer deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses um 19 Prozent bescheinigt. Die erhöhte Dividende wurde zudem wohlwollend zur Kenntnis genommen. Anleger hatten indes weitere Geschäftszahlen zu verarbeiten: Der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli hatte im Rahmen der Zahlenvorlage seine Wachstumsprognose für 2026 vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheiten gesenkt - der Kurs sank um 8,5 Prozent. Auch die Geschäftszahlen von Flughafen Zürich (-1,6%) kamen nicht gut an - im Handel sah man den Passagierausblick wegen der gestrichenen Flüge in den Nahen Osten kritisch. Geschäftszahlen gab es unter anderem auch aus der dritten Reihe: Kuros Biosciences (+10,6%), Komax (+1,5%), Huber+Suhner (+4,8%), Galenica (+0,8%) und Sensirion (+17%).

Internationale Märkte

Europa
Ein starker Rückgang der Ölpreise hat am Dienstag an Europas Aktienmärkten für deutlich steigende Kurse gesorgt. Der DAX gewann 2,4 Prozent auf 23.969 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 2,7 Prozent nach oben auf 5.837 Zähler. Die VW-Aktie gewann 2,6 Prozent. JP Morgan sprach von einem starken vierten Quartal, getragen von den Marken VW, Skoda und Audi. Dessen ungeachtet berichtete VW für das vierte Quartal einen um 45 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro gesunkenen operativen Gewinn, im Gesamtjahr brach er um über 50 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro ein. Hugo Boss (+1,8%) hat das Jahr 2025 dank eines robusten vierten Quartals mit spürbaren Profitabilitäsverbesserungen abgeschlossen und die Erwartungen übertroffen. Die Airbus-Aktie stieg um 1,4 Prozent nach Bekanntgabe von Auslieferungszahlen. Evotec brachen nach 2025er-Zahlen um 10,7 Prozent ein. Das Biotechnologieunternehmen schnitt mit Umsatz und operativem Ergebnis innerhalb der Prognosespannen ab. Einen Satz um 8,5 Prozent auf 41,40 Euro machten Dermapharm. Treiber war ein Aktienrückkaufprogramm des Herstellers von Markenarzneimitteln und Gesundheitsprodukten über bis zu 4,3 Millionen Aktien. In Paris ging es für das Renault-Papier um 0,4 Prozent nach oben, nachdem der Autobauer einen Strategieplan vorgelegt hat.

USA
Mit dem Absturz der Ölpreise ist die Wall Street am Dienstag zumindest temporär ins Plus vorgerückt. Der Dow-Jones-Index verlor 0,1 Prozent auf 47.707 Punkte, der S&P-500 gab 0,2 Prozent ab und die Nasdaq-Indizes stagnierten. Hewlett Packard Enterprise gaben nach Geschäftsausweis zur ersten Periode um 3,2 Prozent nach. Zwar hatte der Konzern einen Einnahmesprung im Netzwerkgeschäft verbucht, die Entwicklung in den wichtigen Bereichen Cloud und KI verlangsamte sich aber. Die Aktie der deutschen Biontech sackte um 17,9 Prozent ab. Das Unternehmen war im vierten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Auch der Ausblick habe nicht überzeugt, hiess es. Schwerer belastete aber, dass die Gründer ihren Rückzug aus dem Biotechnologie-Unternehmen angekündigt hatten, wie es hiess. Kohl's verloren 1,5 Prozent - der Kaufhauskonzern wartete mit besser als gedacht ausgefallenen Quartalszahlen auf. Händler wie Ross, T.J. Maxx und Burlington haben Kohl's während des Weihnachtsgeschäfts offenbar Marktanteile abgenommen, wie die Analysten von JP Morgan bemängelten. Vertex sprangen nach positiven Studienergebnissen des Pharmakonzerns um 8,3 Prozent nach oben. Paramount Skydance rutschten nach einem negativen Kommentar durch Bank of America um 7,6 Prozent ab.

Asien
Auch am Mittwoch dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien die positiven Vorzeichen. In Tokio steigt der Topix um 1,5 Prozent. An der Börse in Seoul gewinnt der Kospi 2,6 Prozent. Wenig Bewegung gibt es an den chinesischen Börsen. Der Composite-Index in Shanghai notiert 0,1 Prozent im Plus. In Hongkong drehen die Kurse leicht ins Minus; der Hang-Seng-Index sinkt um 0,2 Prozent.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen am Dienstag um 2 Basispunkte auf 4,15%. Der noch immer hohe Ölpreis hielt Inflationssorgen am Köcheln und dämpfte womöglich Spielraum für Zinssenkungen. Der Dollar baute seine Vortagesverluste weiter aus. Der Goldpreis stieg gestützt vom gefallenen Dollar. Die Feinunze verteuerte sich um 1,1 Prozent.

Analyse
Kursziel Arbonia: UBS senkt auf 4,70 (5,20) CHF - Neutral
Kursziel SFS: Berenberg erhöht auf 130 (120) CHF - Hold
Rating Gurit: Octavian erhöht auf Buy (Hold) - Ziel 52 (13,50) CHF

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

Folgen Sie uns
Wissenswertes

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie jeden Monat eine Auswahl per Mail


Sponsoren
UEFA Europa LeagueGenève ServetteZSC Lions

Seien Sie sich des Risikos bewusst

Der Handel mit Hebelprodukten auf der Forex-Plattform, wie zum Beispiel Forex, Spot-Edelmetalle und Differenzkontrakte (CFDs), birgt aufgrund der Hebelwirkung ein erhebliches Verlustrisiko und ist womöglich nicht für alle Anlegerinnen und Anleger geeignet. Berücksichtigen Sie Ihre Erfahrung, Ihre Anlageziele, Vermögenswerte, Ihre Einkünfte und Risikobereitschaft, bevor Sie ein Konto bei Swissquote eröffnen. Verluste sind theoretisch unbegrenzt und Sie müssen eventuell zusätzliche Zahlungen leisten, wenn Ihr Kontostand unter die erforderliche Margenhöhe fällt. Daher sollten Sie keine Spekulationen, Anlagen oder Absicherungsgeschäfte mit Kapital tätigen, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können, das Sie geliehen haben, das Sie dringend benötigen oder das für den persönlichen oder den Lebensunterhalt Ihrer Familie notwendig ist. In den letzten 12 Monaten haben 73.10% der Privatanlegerinnen und Privatanleger beim Handel mit CFDs entweder Geld verloren, bei der Schliessung ihrer Position den Verlust ihrer gesamten Margin erlitten, oder nach Schliessung ihrer Position einen Negativsaldo verzeichnet. Sie sollten sich aller mit dem Forex-Handel verbundener Risiken bewusst sein und den Rat einer unabhängigen Finanzberaterin bzw. eines unabhängigen Finanzberaters einholen, falls Sie sich nicht sicher sind. Weitere Einzelheiten, einschliesslich Informationen über die Hebelwirkung, die Funktionsweise von Margins sowie die Kontrahenten- und Marktrisiken entnehmen Sie bitte unserem Risikohinweis für Forex und CFD. Der Inhalt dieser Website stellt Werbematerial dar und wurde keiner Aufsichtsbehörde gemeldet oder übermittelt.

KI-generierte Inhalte

Einige der visuellen Inhalte auf unserer Website wurden mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) generiert und/oder verbessert. Alle Inhalte werden jedoch einer gründlichen Überprüfung und Freigabe durch Menschen unterzogen, um ihre Richtigkeit, Relevanz und Übereinstimmung mit den Bedürfnissen unserer Nutzenden und unserer Kundschaft sicherzustellen.