Morning News

Adobe steigert Umsatz - CEO tritt ab

Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Fri, 13.03.2026 - 00:00

Thema des Tages

Der CEO von Adobe, Shantanu Narayen, wird zurücktreten, sobald ein Nachfolger für die Ära der Künstlichen Intelligenz (KI) gefunden ist. Das teilte das Softwareunternehmen mit. Narayen wird die Leitung der Transformation des Unternehmens in den letzten 18 Jahren zugeschrieben. Adobe meldete am Donnerstag zwar höhere Quartalsumsätze, konnte die Wall Street aber mit den KI-basierten Einnahmen nicht überzeugen. Die Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel um 7,8 Prozent. Adobe wies einen Gewinn von 1,89 Milliarden Dollar oder 4,60 Dollar je Aktie aus, verglichen mit 1,81 Milliarden Dollar oder 4,14 Dollar je Aktie im Vorjahr. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der Gewinn je Aktie bei 6,06 Dollar und damit über den von Analysten laut Factset erwarteten 5,87 Dollar. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 6,40 Milliarden Dollar. Von Factset befragte Analysten hatten einen Umsatz von 6,28 Milliarden Dollar prognostiziert. Die Einnahmen aus Abonnements erhöhten sich um 13 Prozent. Adobes auf KI ausgerichteter annualisierter wiederkehrender Umsatz (ARR) habe sich im Jahresvergleich mehr als verdreifacht, sagte Narayen.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt ist am Donnerstag den europäischen Börsen nach unten gefolgt. Der SMI verlor 0,9 Prozent auf 12.842 Punkte. Belastet wurde der Leitindex auch durch optisch heftige Abgaben bei Roche - bedingt durch den Dividendenabschlag beim Pharmakonzern. UBS gaben 2,1 Prozent nach. Dazu galt es auch Geschäftszahlen zu verarbeiten. So gaben Swiss Life 2,3 Prozent ab. Geberit verloren nach Zahlenvorlage 0,3 Prozent. Der Baustoffkonzern Holcim (-3,7%) baut seine Präsenz in Lateinamerika mit der Übernahme von Baustoffaktivitäten von Cemex in Kolumbien aus. Den Transaktionswert bezifferte Holcim mit 485 Millionen US-Dollar. Von den zugekauften Aktivitäten verspricht sich Holcim in diesem Jahr einen Nettoumsatz von rund 360 Millionen Dollar. Der Kurs litt aber in erster Linie an gestiegenen Energiekosten. Unter den Nebenwerten schossen Accelleron um 11,8 Prozent nach Zahlenausweis nach oben - vor allem die Ausschüttungen kamen gut an. Geschäftsausweise gab es auch von Bachem (+7,7%), Polypeptide (+8,8%), Kardex (+8,4%), Santhera Pharmaceuticals (-7,2%) und Interroll (-1,8%).

Internationale Märkte

Europa
Abgaben haben die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag verzeichnet. Der DAX verlor 0,2 Prozent auf 23.590 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,8 Prozent auf 5.749 Punkte nach unten. Der europäische Banken-Sektor war mit einem Abschlag von 1,9 Prozent der grösste Verlierer. Deutsche Bank fielen um 5,3 Prozent und Commerzbank um 4,1 Prozent. Am Markt machten Meldungen über Marktturbulenzen bei privaten Kreditfonds in den USA die Runde. Von ordentlichen Ergebnissen war im Handel mit Blick auf Zalando die Rede. Positiv wurde vor allem das angekündigte Aktienrückkaufprogramm aufgenommen. Die zuletzt schwer gebeutelte Aktie haussierte um 9,5 Prozent und war DAX-Spitzenreiter. Nach der Bekanntgabe endgültiger Geschäftszahlen zogen Hannover Rück um 4,5 Prozent an. Highlight war die Dividenden-Ankündigung. Mit 12,50 Euro je Anteilsschein liegt diese laut Analysten 5 Prozent über der Marktschätzung. RWE (+3,9%) hat nach Einschätzung aus dem Handel gute Zahlen vorgelegt. Sie lägen durch die Bank über den Markterwartungen, der Dividendenvorschlag von 1,20 Euro je Aktie entspreche der Markterwartung und signalisiere zugleich Zuversicht, wie auch der langfristige Ausblick. BMW rückten um 1,1 Prozent vor. Belastet von einem schwierigen Marktumfeld in China setzte der Autobauer vergangenes Jahr weniger um und verdiente auch weniger. Ebenfalls nach Geschäftszahlen gewannen Daimler Truck 4,1 Prozent. Der italienische Versicherer Generali hat 2025 dank der guten Entwicklung aller seiner Geschäftsbereiche einen Gewinnanstieg um 12 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro verzeichnet. Der Kurs stieg um 1,5 Prozent.

USA
Wie schon am Vortag galt am Donnerstag an der Wall Street: Ölpreise rauf, Aktienkurse runter. Die Ölpreise legten um rund 10 Prozent zu. Vor diesem Hintergrund verlor der Dow-Jones-Index 1,6 Prozent auf 46.678 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büssten 1,5 bzw. 1,8 Prozent ein. Der Finanzsektor im S&P-500 verlor 0,8 Prozent und zählte damit zu schwächsten Branchen. Am Markt machten Meldungen über Marktturbulenzen bei privaten Kreditfonds die Runde. Morgan Stanley büssten 4,1 Prozent ein und JP Morgan 1,7 Prozent. Nvidia reduzierten sich um 1,5 Prozent. Einer der Hauptkunden des Chipherstellers, Meta Platforms, hatte vier neue Generationen seiner massgeschneiderten Chips für KI angekündigt. Die Meta-Aktie ermässigte sich um 2,6 Prozent. UiPath büssten 8,2 Prozent ein. Die Automatisierungssoftwaregesellschaft hatte für das vierte Geschäftsquartal Zuwächse bei Umsatz und Gewinn gemeldet, aber für das Gesamtjahr eine Verlangsamung des Wachstums in Aussicht gestellt. Firefly Aerospace schossen um 12,8 Prozent nach oben. Das Raumfahrtunternehmen meldete einen erfolgreichen Start seiner Mission Alpha Flight 7. Mit der Aussicht auf steigende Preise legten Mosaic und CF Industries um 7,5 und 13,3 Prozent zu. Durch den gestörten Schiffsverkehr wird Dünger knapp. Bumble haussierten um 34,2 Prozent - die Dating-App schnitt besser als erwartet ab. Netskope brachen um 21,3 Prozent ein - das Cybersicherheitsunternehmen legte schwache Geschäftszahlen und einen ebensolchen Ausblick vor.

Asien
Der andauernde Iran-Krieg und seine Folgen lasten auch am Freitag auf den Börsen in Ostasien. In Tokio verliert der Topix-Index 0,6 Prozent. An der Börse in Seoul gibt der Kospi um 1,8 Prozent nach. Japan und Südkorea sind stark auf Ölimporte angewiesen. Besser halten sich die chinesischen Börsen. In Shanghai notiert der Composite-Index 0,2 Prozent niedriger. Der Hang-Seng-Index in Hongkong sinkt um 0,5 Prozent. Unter den Einzelwerten an der japanischen Börse fallen Honda um 5,6 Prozent. Der Autohersteller ordnet seine Strategie für Elektrofahrzeuge neu und rechnet daher mit Belastungen von etwa 15,7 Milliarden US-Dollar, wodurch er im laufenden Geschäftsjahr (per Ende März) in die roten Zahlen rutschen wird. Es wäre der erste Verlust seit Veröffentlichung konsolidierter Ergebnisse 1977.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 5 Basispunkte auf 4,25%. Wieder gestiegene Ölpreise befeuerten die Inflationssorgen und hievten die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr nicht senken wird, laut FedWatch-Tool auf 43 Prozent - nach 17 Prozent vor einer Woche und nur 5 Prozent vor einem Monat.

Analyse
Kursziel Lindt N: Goldman Sachs senkt auf 109'000 (113'000) CHF - Sell
Kursziel Roche: JPMorgan senkt auf 325 (350) CHF - Neutral
Kursziel Temenos: Goldman Sachs erhöht auf 89 (81) CHF - Neutral

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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