Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Tue, 17.03.2026 - 00:00
Meta sichert sich in einem milliardenschweren Deal KI-Infrastruktur. Die Vereinbarung mit Nebius hat ein Volumen von rund 27 Milliarden US-Dollar. Wie Nebius mitteilte, beinhaltet der Deal die Verpflichtung, dedizierte Kapazitäten im Wert von 12 Milliarden Dollar an mehreren Standorten bereitzustellen. Darüber hinaus habe Meta zugestimmt, über den vereinbarten Fünfjahreszeitraum hinweg bis zu 15 Milliarden Dollar an zusätzlicher verfügbarer Kapazität zu erwerben. Nebius will nach eigenen Angaben Nvidias KI-Infrastrukturplattform der nächsten Generation, Vera Rubin, nutzen, die voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein wird. Nebius wird die Kapazitäten beginnend Anfang nächsten Jahres liefern, hiess es. Die Aktien von Nebius kletterten um 15 Prozent.
Mit leichten Aufschlägen hat der schweizerische Aktienmarkt den ersten Handelstag der Woche beendet. Die positive Eröffnung an der Wall Street sorgte für eine Erholung von den anfänglichen Verlusten und den Dreh ins Plus. Der SMI gewann 0,3 Prozent auf 12.882 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 15 Kursgewinner und 4 -verlierer gegenüber, unverändert schloss die ABB-Aktie. Umgesetzt wurden 19,75 (zuvor: 21,79) Millionen Aktien. Höhepunkt der Woche sind die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch und Donnerstag. In beiden Fällen wird mit einer Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus gerechnet. Wie es danach weitergeht, dürfte vor allem von der Länge des Iran-Kriegs und der damit verbundenen Entwicklung des Ölpreises bzw. der Inflation abhängen. Bei den Einzelwerten zeigten sich die Bauwerte und Versicherer mit den deutlichsten Gewinnen. So stiegen Holcim um 2,1 Prozent, und für die Aktien von Swiss Life und Zurich Insurance ging es um 1,1 bzw. 1,8 Prozent nach oben. Die Papiere von Richemont verloren dagegen 0,1 Prozent. Die Erholung der Luxusgüterbranche könnte durch geopolitische Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten gedämpft werden, so die Analysten der UBS.
Europa
Die europäischen Börsen haben sich am Montag etwas erholt. Weiterhin gab es mit dem Krieg im Nahen Osten nur ein Thema, und dabei stand für die Märkte unverändert die Entwicklung des Ölpreises im Fokus, der nun aber etwas zurückkam. Der DAX gewann 0,5 Prozent auf 23.564 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,4 Prozent auf 5.739 Punkte nach oben. Am Devisenmarkt erholte sich der Euro auf knapp 1,15 Dollar, während an den Anleihemärkten die Renditen etwas fielen, was als Zeichen der Entspannung gewertet werden konnte. Commerzbank lagen mit Aufschlägen von 8,6 Prozent auf 32,14 Euro an der DAX-Spitze. Im Handel wurde das freiwillige Übernahmeangebot der Unicredit als strategisch cleverer Schachzug beschrieben. Dieses habe früher oder später erfolgen müssen, da die Unicredit wegen der Aktienrückkäufe der Commerzbank ohnehin gegen die 30-Prozent-Schwelle gedrückt worden sei. Angesichts der jüngsten Kursschwäche der Commerzbank-Aktie sei der Zeitpunkt für das Gebot "perfekt" gewählt worden. Danach könnten die Italiener frei handeln. Die Unicredit dürfte bereit sein, eine deutliche höhere Prämie für die Commerzbank zu zahlen. Die genaue Höhe des Umtauschverhältnisses steht noch nicht fest, basiert aber auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate und dürfte bei 0,485 Unicredit-Aktien pro Commerzbank-Aktie liegen, was einem Preis von 30,80 Euro pro Commerzbank-Aktie entspricht. Unicredit stiegen um 0,5 Prozent. Nach Kursgewinnen von rund 15 Prozent in den vergangenen Tagen gewannen Zalando zu Wochenbeginn weitere 1,2 Prozent auf 23,82 Euro.
USA
Nach den zuletzt kräftigen Abgaben gab es zu Wochenbeginn an der Wall Street eine Erholung. Nachgebende Ölpreise und die Bemühungen, den Verkehr durch die Strasse von Hormus wieder aufzunehmen, stützten dabei das Sentiment. Die Nachrichtenlage um den Iran-Krieg bleibt übergeordnet entscheidend für den Markt. Ein schnelles Ende scheint weiter nicht in Sicht. Unterstützung erhielten die Aktienmärkte Marktteilnehmern zufolge vom Aufruf von US-Präsident Donald Trump an andere Länder, Schiffen auf ihrer Passage durch die Strasse von Hormus Geleitschutz zu gewähren. Der Dow-Jones-Index gewann 0,8 Prozent auf 46.946 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite verbesserten sich um 1,0 bzw. 1,2 Prozent. An der Nyse wurden zum Wochenstart 1.941 (Freitag: 1.058) Kursgewinner gezählt, denen 812 (1.707) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 59 (68) Titel. Bei den Einzelwerten waren die Blicke auf die Entwicklerkonferenz von Nvidia gerichtet. Nvidia-Chef Jensen Huang hat die nächste Generation der 3D-Grafik-Rendering-Technologie des Unternehmens angekündigt. Der Kurs von Nvidia stieg um 1,6 Prozent. Micron gewannen 3,7 Prozent. Der Chiphersteller plant den Bau einer zweiten Produktionsstätte auf dem Gelände seiner Fabrik in Taiwan. Sandisk und Western Digital verbesserten sich im Gefolge um 6,4 bzw. 5,1 Prozent. Dollar Tree legten um 6,3 Prozent zu. Der Discounter meldete für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn, der die Konsensschätzungen knapp übertraf, gab aber einen schwachen Ausblick für das laufende Geschäftsquartal.
Asien
Die Aktienmärkte in Ostasien schlossen sich am Dienstag der positiven Vorgabe der Wall Street vom Vortag an. Das galt auch für die Börse in Sydney: Obwohl die australische Notenbank die Leitzinsen erhöht hat, legte der S&P/ASX-200 um 0,4 Prozent zu. Am stärksten ging es im südkoreanischen Seoul nach oben.
Obligationen
Die zuletzt deutlich gestiegenen Renditen der US-Anleihen fielen zu Wochenbeginn leicht, im Zehnjahresbereich um 6,0 Basispunkte auf 4,22 Prozent. Händler wägten den Verlauf des Iran-Konflikts ab und erwarten die Zinsentscheidung der US-Notenbank zur Wochenmitte.
Analyse
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