Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Wed, 18.03.2026 - 00:00
Die BHP Group hat Brandon Craig zum nächsten CEO ernannt. Der weltweit größte Bergbaukonzern setzt auf dessen Erfahrung bei der Förderung von Wachstumsprojekten in den USA, Kanada und Südamerika. Das Unternehmen expandiert in den Bereichen Kupfer und Düngemitteln. Craig leitet seit März 2024 das Amerika-Geschäft und soll am 1. Juli als CEO Mike Henry folgen, der den Konzern mehr als sechs Jahre lang geführt hat. Investoren und Analysten begrüßten die Wahl. "Das deutet darauf hin, dass BHP mit dem von Mike Henry eingeschlagenen Kurs zufrieden ist und einen Nachfolger sucht, der diese Vision weiter umsetzen kann", sagte Angus Gluskie, Geschäftsführer von Whitefield, einem BHP-Aktionär. Craig startet zu einer Zeit, da globale Bergbauunternehmen um die Führung im Kupferbereich wetteifern. Das rote Metall wird in Elektrofahrzeugen, für erneuerbaren Energien und Rechenzentren gebraucht.
Die positive Tendenz am schweizerischen Aktienmarkt hat sich auch am Dienstag fortgesetzt. Weiterhin stand der Krieg im Nahen Osten im Fokus. Der SMI verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 12.962 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 15 Kursgewinner und 4 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 19,43 (zuvor: 19,86) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten ging es für die Schindler-Aktie um 0,1 Prozent nach unten. Der finnische Aufzugshersteller Kone führt nach Informationen von Bloomberg mit den Eigentümern des Wettbewerbers TK Elevator Gespräche über dessen Übernahme. Die Eigentümer von TK Elevator, die Private-Equity-Gesellschaften Advent und Cinven, strebten bei einer Transaktion eine Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro einschliesslich Schulden an. Parallel dazu arbeiteten Advent und Cinven an einem Börsengang für TK Elevator. Beide hatten das Unternehmen im Jahr 2020 für 17,2 Milliarden Euro vom Industriekonzern Thyssenkrupp übernommen.
Europa
Europas Börsen haben ihre Erholungsbewegung am Dienstag fortgesetzt. Ein offenbar erfolgreicher Drohnenangriff des Irans auf ein Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten belastete nur kurz, offenbar hielten sich die Schäden in Grenzen, der Ölpreis reagierte nur kurzfristig stärker. Praktisch keine Reaktion zeigten die Börsen auf den Einbruch der ZEW-Konjunkturerwartungen. Diese sind im März auf minus 0,5 von plus 58,3 im Vormonat regelrecht eingestürzt. Die Erwartung lag bei einer Lesung von 38,5 Punkten. Die Konjunkturlage verbesserte sich leicht auf minus 62,9 von minus 65,9. Die ausbleibende Marktreaktion dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Anleger auf eine rasche Erholung der Erwartungskomponente setzen, sobald der Irankrieg beendet ist. Der DAX gewann 0,7 Prozent auf 23.731 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte um 0,5 Prozent zu. Am Devisenmarkt stieg der Euro auf rund 1,1530 Dollar, ein Zeichen der Entspannung. An den Anleihemärkten kamen die Renditen etwas zurück. Der Goldpreis notierte knapp behauptet bei rund 5.000 Dollar die Feinunze. Für die Sartorius-Aktie ging es nach Veröffentlichung neuer Mittelfristziele 7,9 Prozent nach oben. Wie JP Morgan anmerkte, impliziert das angestrebte Umsatzwachstum bis 2030 Erlöse von 5,387 Milliarden Euro, was 1 Prozent unter der Marktschätzung liege, sowie ein EBITDA von 1,767 Milliarden Euro, was 4 Prozent unter der Erwartung liege. Allerdings hatte sich die Aktie zuletzt schwach entwickelt. Springer Nature machten nach ordentlichen Geschäftszahlen einen Sprung um 12,8 Prozent nach oben. Der Zahlenausweis ist zum Teil etwas besser als erwartet ausgefallen. Der Umsatz in der Sparte Research hat sich einen Tick besser als geschätzt entwickelt. Besser war auch der freie Cashflow von 298 Millionen Euro, die Erwartung von Morgan Stanley hatte bei nur 289 Millionen Euro gelegen.
USA
Die Erholung an der Wall Street hat sich am Dienstag mit moderatem Tempo fortgesetzt. Die Indizes gaben einen Grossteil ihrer Gewinne im Verlauf wieder ab. Grund waren die erneut deutlicher zulegenden Ölpreise. Auch zeichnet sich weiterhin kein Ende der Kriegshandlungen im Nahen Osten in Sicht. Dem Iran gelingt es vielmehr, kritische Energie-Infrastruktur im Persischen Golf anzugreifen. Zudem herrschte Zurückhaltung vor der Bekanntgabe des Zinsentscheids der US-Notenbank am Mittwochabend. Der Dow-Jones-Index gewann 0,1 Prozent auf 46.993 Punkte, nachdem er im Tageshoch schon bei 47.428 Punkten gelegen hatte. S&P-500 und Nasdaq-Composite verbesserten sich um 0,3 bzw. 0,5 Prozent. An der Nyse wurden 1.848 (Montag: 1.890) Kursgewinner und 904 (854) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 57 (80) Titel. US-Präsident Donald Trump hat derweil das geplante Treffen mit dem chinesischen Präsident Xi Jinping kurzfristig wegen des Krieges abgesagt, das eigentlich in zwei Wochen hätte stattfinden sollen. Trump hat der Nato zudem vorgeworfen, einen "sehr törichten Fehler" zu begehen, indem sie die USA im Konflikt mit dem Iran nicht stärker unterstützen. Der Appell von Trump an die Verbündeten, die Strasse von Hormus mitzusichern, war zuvor auf wenig Resonanz gestossen. Bei den Einzelwerten ging es für Uber um 4,2 Prozent nach oben. Uber und Nvidia haben mitgeteilt, ihre Partnerschaft im Bereich selbstfahrende Fahrzeuge auszubauen. Occidental Petroleum verbesserten sich mit den hohen Ölpreisen um 0,8 Prozent, obwohl ein Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten, das gemeinsam mit der Abu Dhabi National Oil Co. entwickelt wurde, von einem Drohnenangriff getroffen wurde. Delta Air Lines stiegen um 6,5 Prozent. Die Fluggesellschaft bekräftigte ihre Gewinnprognose für das erste Quartal von 50 bis 90 US-Cent und hob ihre Umsatzprognose an. Sie erwartet, dass die Kennzahl um einen hohen einstelligen Prozentsatz steigen wird, verglichen mit zuvor erwarteten einem Anstieg von 5 bis 7 Prozent.
Asien
Sehr uneinheitlich präsentieren sich die Aktienmärkte in Ostasien am Mittwoch. Während es in Japan und Südkorea mit den Leitindizes kräftig nach oben geht und auch in Singapur, Indonesien und Malaysia deutlichere Gewinne gesehen werden, zeigen sich die chinesischen Börsen mit geringen Ausschlägen uneinheitlich. Im australischen Sydney ist der Handel bereits beendet, dort folgte man mit einem moderaten Plus von 0,3 Prozent der Vorgabe der Wall Street.
Obligationen
Die Renditen am US-Anleihemarkt gaben am Dienstag erneut nach. Am Vortag hatten sie die jüngste Aufwärtstendenz beendet und waren deutlicher gesunken. Die Zehnjahresrendite fiel um 2,0 Basispunkte auf 4,20 Prozent.
Analyse
Berenberg senkt Lindt & Sprüngli StA auf 102.520 (108.770) CHF – Sell
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