Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Thu, 19.03.2026 - 00:00
Der Umsatz von Micron Technology hat sich im zweiten Quartal fast verdreifacht, da die KI-bedingte Nachfrage nach Speicherchips das Angebot übersteigt. Der Speicherchiphersteller wies am Mittwoch für das Ende Februar abgeschlossene Quartal einen Gewinn von 13,79 Milliarden US-Dollar aus, was 12,07 Dollar je Aktie entspricht. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 1,58 Milliarden Dollar oder 1,41 Dollar je Aktie betragen. Ohne Berücksichtigung bestimmter Sondereffekte lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 12,20 Dollar und damit über den von Analysten laut Factset erwarteten 9,19 Dollar. Der Umsatz verdreifachte sich fast auf 23,86 Milliarden Dollar von 8,05 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Von Factset befragte Analysten hatten einen Umsatz von 19,97 Milliarden Dollar prognostiziert. Die Ergebnisse seien auf die starke Nachfrage und das knappe Angebot an Speicherchips in der Branche zurückzuführen, sagte Chief Executive Sanjay Mehrotra. "Im KI-Zeitalter ist Speicher zu einem strategischen Gut für unsere Kunden geworden, und wir investieren in unsere globale Fertigungspräsenz, um ihre wachsende Nachfrage zu unterstützen," so Mehrotra. Micron erhöht zudem seine Quartalsdividende um 30 Prozent auf 15 Cent je Aktie von 11,5 Cent.
Kräftige Kursverluste bei den defensiven Index-Schwergewichten haben am schweizerischen Aktienmarkt zur Wochenmitte für eine sehr schwache Tendenz gesorgt. Der SMI reduzierte sich um 1,5 Prozent auf 12.765 Punkte und schloss damit nur gut 40 Punkte über seinem Tagestief. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und 6 -gewinner gegenüber, unverändert schloss die Sika-Aktie. Umgesetzt wurden 22,13 (zuvor: 20,62) Millionen Aktien. Für die Papiere von Nestle, Roche und Novartis ging es um bis zu 3,6 Prozent nach unten. Bei den defensiven Werten gaben auch Swisscom um 2,0 Prozent nach. Eine Abstufung auf "Neutral" von "Buy" durch die UBS drückte die Aktien von Logitech um 6,1 Prozent ins Minus, die damit grösster SMI-Verlierer waren. Mit Enttäuschung wurden die Geschäftszahlen von Swatch (-4,5%) für 2025 am Markt aufgenommen. Für die Aktien von Orell Füssli ging es nach den Ergebnissen für 2025 um 6,5 Prozent aufwärts. Dagegen fielen SMG Swiss Marketplace Group nach den Zahlen für 2025 um 10,2 Prozent.
Europa
Wieder steigende Ölpreise haben die Stimmung an den europäischen Börsen am Mittwoch gedämpft und der jüngsten Erholungsbewegung an den Märkten ein vorläufiges Ende gesetzt. Der DAX fiel um 1 Prozent auf 23.502 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verlor 0,6 Prozent auf 5.737 Punkte. Am Devisenmarkt präsentierte sich der Euro etwas leichter bei rund 1,1510 Dollar. An den Anleihemärkten zogen die Renditen leicht an. Der von Continental ausgegliederte Autozulieferer Aumovio hat trotz rückläufiger Erlöse vergangenes Jahr den operativen Gewinn deutlich gesteigert. Der Kurs legte um 3,5 Prozent zu. Die Geschäftszahlen bewegten sich im Rahmen der Erwartungen. Positiv hob JP Morgan aber den bereinigten freien Cashflow hervor. TAG Immobilien rückten um 2,5 Prozent vor - der Immobilienkonzern hat im vergangenen Jahr von höheren Mieteinnahmen profitiert und sowohl die eigenen Ziele als auch die Markterwartungen übertroffen. Bei Hellofresh kam der Ausblick im Rahmen der finalen Geschäftszahlen nicht gut an - der Kurs sauste um 14,9 Prozent nach unten. Der Kochboxenversender rechnet auch für 2026 mit Umsatzrückgängen sowie anders als im Vorjahr mit einem sinkenden operativen Gewinn.
USA
Mit einem deutlichen Minus hat die Wall Street zur Wochenmitte den Handel beendet. Die Indizes bauten ihre Verluste im späten Handel aus, nachdem US-Notenbankpräsident Jerome Powell sagte, dass steigende Ölpreise den Preisdruck erhöhen und das US-Wachstum beeinträchtigen könnten. Die US-Notenbank hat die Zinsen wie mehrheitlich erwartet in der Spanne zwischen 3,50 und 3,75 Prozent bestätigt. Auch die wieder kräftig zulegenden Ölpreise drückten auf das Sentiment. Der Dow-Jones-Index verlor 1,6 Prozent auf 46.225 Punkte und schloss damit nur knapp über seinem Tagestief. S&P-500 und Nasdaq-Composite reduzierten sich um 1,4 bzw. 1,5 Prozent. An der Nyse wurden 580 (Dienstag: 1.860) Kursgewinner und 2.168 (886) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 59 (81) Titel. Für die Nvidia-Aktie ging es nach anfänglichen Gewinnen um 0,9 Prozent nach unten. Hintergrund war die Mitteilung von CEO Jenson Huang, wonach das Unternehmen die Produktion der H200-Prozessoren für den Verkauf in China wieder aufgenommen hat. Die sich entwickelnde Produktpalette von Nvidia könnte die Marktdominanz des Unternehmens in einer Reihe von Halbleiteranwendungen festigen, so Ross Seymore von der Deutschen Bank. Überzeugende Geschäftszahlen verhalfen der Aktie von Macy's zu einem Plus von 4,7 Prozent. Die Kaufhauskette hat im vierten Quartal mehr umgesetzt und verdient als erwartet. General Mills hat für das dritte Geschäftsquartal durchwachsene Zahlen vorgelegt, sieht sich aber auf gutem Wege hin zu einer Trendwende. Die Aktie verlor 3,0 Prozent.
Asien
Deutlicher abwärts geht es am Donnerstag an den ostasiatischen Aktienmärkten. Gegenwind kommt von mehreren Seiten: Zum einen sorgen die Aussagen der US-Notenbank (Fed) vom Vorabend für Verunsicherung, worauf die Wall Street bereits mit Verlusten reagiert hatte. Zum anderen steigen die Ölpreise wieder kräftig und schüren Inflationssorgen. In Tokio fällt der Topix-500 um 2,5 Prozent, in Seoul gibt der Kospi nach seiner Vortageshausse in ähnlicher Grössenordnung nach. In Schanghai geht es für das Marktbarometer um 1,7 Prozent abwärts, in Hongkong um 1,1 Prozent. Sydney hat mit einem Minus von 1,6 Prozent den Handel bereits beendet.
Obligationen
Die US-Zehnjahresrendite stieg zur Wochenmitte um 6,0 Basispunkte auf 4,27 Prozent.
Analyse
UBS erhöht Georg Fischer auf Neutral (Sell) – Ziel 44 (47) CHF
UBS senkt Logitech auf Neutral (Buy) – Ziel 80 (88) CHF
Vontobel erhöht Swiss Life auf 865 (804) CHF – Hold
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