Morning News

Novartis kauft experimentelles Brustkrebs-Medikament

Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Fri, 20.03.2026 - 00:00

Thema des Tages

Novartis stärkt sein Onkologie-Geschäft mit einem milliardenschweren Zukauf. Wie der Schweizer Pharmakonzern mitteilte, hat er mit Synnovation Therapeutics die Übernahme eines experimentellen Brustkrebs-Medikaments für bis zu 3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Novartis zahlt im Voraus 2 Milliarden Dollar. Bis zu 1 Milliarde Dollar werden fällig, wenn bestimmte Ziele erreicht wurden. Der Konzern übernimmt die Synnovation-Tochtergesellschaft Pikavation Therapeutics, in der der Brustkrebs-Medikamentenkandidat SNV4818 und ein Portfolio ähnlicher Produkte angesiedelt sind, die auf eine in Krebszellen vorkommende Mutation abzielen. Das orale Medikament SNV4818 werde derzeit in einer Studie im frühen und mittleren Stadium für Brustkrebs und andere fortgeschrittene solide Tumoren untersucht.

Schweizer Aktien

Kräftig abwärts ging es am Donnerstag am schweizerischen Aktienmarkt. Der SMI verlor 2,4 Prozent auf 12.460 Punkte und schloss damit auf Tagestief. Bei den 20 SMI-Werten verzeichneten 19 Aktien Kursverluste, eine Aktie schloss unverändert. Umgesetzt wurden 27,68 (zuvor: 23,32) Millionen Aktien. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen, aber eine erhöhte Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen ausgedrückt. Zudem wurde die Inflationsprognose für 2026 etwas angehoben - bei unveränderter Wachstumsprognose. Wie sie mitteilte, bleibt der Leitzins bei 0 Prozent, wo er seit Juni vergangenen Jahres steht. "Es bestand kein Handlungsdruck für die Währungshüter, den Leitzins in den negativen Bereich zu senken. Die Inflation liegt derzeit im Wohlfühlbereich der Notenbank. Die Unsicherheit ist aktuell gross, ob der durch den Nahost-Konflikt ausgelöste Energiepreisanstieg dauerhaft sein wird", sagte Katja Müller, Senior Economist im LBBW Research. Die Online-Apotheke Docmorris sieht sich trotz Ausweitung der Verluste im vergangenen Jahr auf Kurs für einen Breakeven beim EBITDA in diesem und beim Free Cashflow im kommenden Jahr. Allerdings hat der Konzern seine mittelfristigen Ambitionen bei Umsatzwachstum und Investitionen gesenkt und bei der Marge bestätigt. Die Aktie fiel um 2.6 Prozent.

Internationale Märkte

Europa
Starker Abgabedruck hat am Donnerstag den Handel an den europäischen Börsen geprägt. Der DAX stürzte um 2,8 Prozent auf 22.840 Punkte ab, der Euro-Stoxx-50 verlor 2,1 Prozent. Im Blick standen einige Unternehmensergebnisse. Vonovia legte solide Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Diese bewegten sich auf der Ergebnisseite teilweise über den Marktschätzungen, der Dividendenvorschlag entsprach den Erwartungen. Der Ausblick auf das laufende Jahr enthielt keine Überraschungen. Dennoch brach die Aktie um 12,1 Prozent ein. JP Morgan verwies auf die Inflationsrisiken, die die Anleiherenditen steigen liessen. Dies sei eine Kombination, die deutschen Wohnimmobilienwerten in der Regel zu schaffen machten. Im Sektor verloren TAG Immobilien 7 und Aroundtown 6,8 Prozent. Als durchwachsen wurden die Viertquartalszahlen von Lanxess im Handel bezeichnet. Laut Jefferies lag das bereinigte EBITDA 2 Prozent über der Schätzung. Specialty Additives habe sich besser entwickelt, Intermediates und Consumer Protection dagegen schwächer. Der Ausblick 2026 für das bereinigte EBITDA bewege sich 3 Prozent unter der Schätzung. Für das Lanxess-Papier ging es um 11,5 Prozent nach unten. Kontron brachen bei hohen Volumina um 7,4 Prozent ein. Im Handel konnte man sich die extreme Bewegung zunächst nicht erklären. Fundamentale Nachrichten gebe es keine. "Jeder fragt sich, was los ist", so ein Teilnehmer.

USA
Die Ölpreise haben am Donnerstag die Richtung an der Wall Street vorgegeben. Der weiter eskalierende Krieg im Nahen Osten und die anhaltenden Angriffe auf Energie-Infrastruktur hatten den Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zunächst bis auf knapp 119 Dollar nach oben getrieben. Doch mit Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent gaben die Ölpreise ihre Gewinne wieder ab und drehten leicht ins Minus. Bessent hatte erklärt, die USA könnten die Sanktionen gegen iranisches Öl auf See aufheben und mehr Öl aus ihren strategischen Reserven freigeben, um die Preise zu dämpfen. Der Preis für Brent fiel um 0,5 Prozent auf 106,83 Dollar, WTI gab um 1,5 Prozent nach. Am Vortag hatte die staatliche Energy Information Administration einen Anstieg der US-Rohölvorräte gemeldet. Mit den nachgebenden Ölpreisen erholten sich die Indizes an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index verlor 0,4 Prozent auf 46.021 Punkte, nach einem Tagestief bei 45.734 Punkten. S&P-500 und Nasdaq-Composite reduzierten sich um jeweils 0,3 Prozent. An der Nyse wurden 1.188 (Mittwoch: 555) Kursgewinner und 1.583 (2.208) -verlierer gezählt. Unverändert gingen 49 (68) Titel aus dem Handel. Bei den Einzelwerten verbilligten sich Micron um 3,8 Prozent. Der Chiphersteller hatte mit seinem Umsatz im zweiten Quartal die Erwartungen des Marktes übertroffen und den Ausblick angehoben. Damit habe das Unternehmen die Messlatte für das nächste Quartal höher gelegt, kommentierte Jake Behan von Direxion. Beobachter verwiesen jedoch auf die geplanten höheren Investitionen, mit denen das Unternehmen seine Produktion steigern will. Im Sog der fallenden Edelmetallpreise gerieten auch Branchenaktien unter Druck. Freeport-McMoRan, Newmont und Royal Gold verloren bis zu 7,1 Prozent.

Asien
Nach den starken Kursverlusten am Donnerstag geht es am Freitag an den Börsen in Ostasien wieder etwas ruhiger zu. Insgesamt ist die Tendenz uneinheitlich, in Tokio pausiert der Handel anlässlich des Feiertags zum Frühlingsanfang. In Seoul geht es für den Kospi um 0,2 Prozent nach oben. Sydney hat mit einem Minus von 0,8 Prozent den letzten Handelstag der Woche bereits beendet.

Obligationen
Am US-Anleihemarkt gaben die Renditen am Donnerstag zwischenzeitliche leichte Gewinne wieder ab. Die Zehnjahresrendite notierte kaum verändert bei 4,26 Prozent.

Analyse
UBS senkt SMG Swiss Marketplace auf 51,90 (57,50) CHF – Buy
UBS erhöht Aeroports de Paris auf Buy (Neutral) – Ziel 127 (122) EUR
Berenberg senkt Interroll auf 2.400 (2.500) CHF – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

Folgen Sie uns
Wissenswertes

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie jeden Monat eine Auswahl per Mail


Sponsoren
UEFA Europa LeagueGenève ServetteZSC Lions

Seien Sie sich des Risikos bewusst

Der Handel mit Hebelprodukten auf der Forex-Plattform, wie zum Beispiel Forex, Spot-Edelmetalle und Differenzkontrakte (CFDs), birgt aufgrund der Hebelwirkung ein erhebliches Verlustrisiko und ist womöglich nicht für alle Anlegerinnen und Anleger geeignet. Berücksichtigen Sie Ihre Erfahrung, Ihre Anlageziele, Vermögenswerte, Ihre Einkünfte und Risikobereitschaft, bevor Sie ein Konto bei Swissquote eröffnen. Verluste sind theoretisch unbegrenzt und Sie müssen eventuell zusätzliche Zahlungen leisten, wenn Ihr Kontostand unter die erforderliche Margenhöhe fällt. Daher sollten Sie keine Spekulationen, Anlagen oder Absicherungsgeschäfte mit Kapital tätigen, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können, das Sie geliehen haben, das Sie dringend benötigen oder das für den persönlichen oder den Lebensunterhalt Ihrer Familie notwendig ist. In den letzten 12 Monaten haben 73.10% der Privatanlegerinnen und Privatanleger beim Handel mit CFDs entweder Geld verloren, bei der Schliessung ihrer Position den Verlust ihrer gesamten Margin erlitten, oder nach Schliessung ihrer Position einen Negativsaldo verzeichnet. Sie sollten sich aller mit dem Forex-Handel verbundener Risiken bewusst sein und den Rat einer unabhängigen Finanzberaterin bzw. eines unabhängigen Finanzberaters einholen, falls Sie sich nicht sicher sind. Weitere Einzelheiten, einschliesslich Informationen über die Hebelwirkung, die Funktionsweise von Margins sowie die Kontrahenten- und Marktrisiken entnehmen Sie bitte unserem Risikohinweis für Forex und CFD. Der Inhalt dieser Website stellt Werbematerial dar und wurde keiner Aufsichtsbehörde gemeldet oder übermittelt.

KI-generierte Inhalte

Einige der visuellen Inhalte auf unserer Website wurden mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) generiert und/oder verbessert. Alle Inhalte werden jedoch einer gründlichen Überprüfung und Freigabe durch Menschen unterzogen, um ihre Richtigkeit, Relevanz und Übereinstimmung mit den Bedürfnissen unserer Nutzenden und unserer Kundschaft sicherzustellen.