Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Mon, 04.05.2026 - 00:00
Der Videospielehändler Gamestop hat ein Übernahmeangebot für Ebay lanciert. Das Unternehmen teilte mit, 125 Dollar je Aktie jeweils zur Hälfte in bar und in eigenen Aktien zu bieten. Gamestop, das zum Börsenschluss am Freitag einen Marktwert von rund 11 Milliarden US-Dollar hatte, habe im Vorfeld eines potenziellen Angebots stillschweigend einen Anteil an den Aktien von Ebay aufgebaut, so mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ebay ist um ein Vielfaches größer als Gamestop, mit einem Marktwert von rund 45 Milliarden US-Dollar zum Börsenschluss am Freitag. Das Vorhaben sei Teil eines kühnen Plans von Gamestop-CEO Ryan Cohen, den Einzelhändler in einen Giganten mit einem Wert von über 100 Milliarden US-Dollar zu verwandeln. Die Aktien von Ebay stiegen am Freitag nachbörslich um über 10 Prozent, nachdem das Wall Street Journal über die Pläne von Gamestop berichtet hatte, während die von Gamestop um rund 5 Prozent zulegten.
Mit Aufschlägen hat der schweizerische Aktienmarkt am Donnerstag den Handel beendet. Damit wurde ein Teil der Verluste der vergangenen beiden Handelstage wieder aufgeholt.Der SMI gewann 0,8 Prozent auf 13.136 Punkte, nachdem er im Tagestief schon bei 12.941 Punkten gelegen hatte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 25,72 (zuvor: 27,23) Millionen Aktien. In der Schweiz findet aufgrund des 1. Mai am Freitag kein Handel statt. Bei den Einzelwerten zeigten sich konjunktursensitive Werte mit Aufschlägen. So stiegen die Aktien von ABB um 2,3 Prozent, und die Papiere von Luxusgüter-Hersteller Richemont verbesserten sich um 1,8 Prozent. Die Titel von Novartis kletterten um 2,3 Prozent. Das Pharma-Unternehmen plant, in North Carolina eine Anlage zur Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen zu errichten. Der Standort ist die letzte von sieben geplanten Anlagen, zu deren Bau sich Novartis im Rahmen einer im vergangenen Jahr angekündigten Investition von 23 Milliarden US-Dollar in die US-Produktion verpflichtet hat.
Europa
Der Aktienhandel in Europa hat sich am 1. Mai im Wesentlichen auf den Handelsplatz London beschränkt, wo der der werktätigen Bevölkerung gewidmete Feiertag immer auf den ersten Montag nach dem 1. Mai fällt — zum Wochenauftakt bleibt die britische Börse damit geschlossen. In einem dünnen Handel schloss der FTSE-100 mit einem Abschlag von 0,1 Prozent auf 10.364 Punkte - in der Folge stagnierte der Stoxx-50 bei 5.071 Zählern. Laut Jefferies war die Geopolitik dabei ausnahmsweise nicht der Haupttreiber. Der Fokus lag vielmehr auf Unternehmensgewinnen und den Entscheidungen von Bank of England und Europäischer Zentralbank, die sich im Hinblick auf Zinserhöhungen vorsichtiger als erwartet am Vortag gezeigt hatten. Belastet wurde der FTSE von Indexschwergewicht Astrazeneca. Die Aktie verlor 3,1 Prozent, nachdem ein wichtiger Ausschuss der US-Arzneimittelbehörde FDA einem Brustkrebsmedikamentenkandidaten die Unterstützung versagt hatte. Die FDA ist zwar nicht an die Empfehlungen des Ausschusses gebunden, zieht dessen Rat jedoch bei ihrer Entscheidung in Betracht. Natwest sanken um 3,3 Prozent, belastet von einem vorsichtigen Ausblick, der offenbar schwerer wog als ein unerwartet hoher Gewinn im ersten Quartal. Pearson zogen dagegen um 3,1 Prozent an. Das Unternehmen habe für das erste Quartal positive Geschäftszahlen vorgelegt, urteilten die Citi-Analysten.
USA
Nach der Vortagesrally mit neuen Rekordständen ist die Wall Street am Freitag weiter nach oben gelaufen. Für gute Laune sorgte der Geschäftsausweis von Apple, der Kurs des Technologiegiganten stieg um 3,2 Prozent. Der iPhone-Hersteller hatte die Gewinn- und Umsatzerwartungen des Marktes für das erste Quartal übertroffen. Händler sprachen von einem Abschiedsgeschenk des scheidenden CEO Tim Cook an seinen Nachfolger John Ternus und lobten einen starken Mobiltelefonabsatz bei soliden Margen. Gestützt wurden die US-Börsen auch von leicht gesunkenen Ölpreisen, die gleichwohl auf hohem Niveau verharrten. Der Dow-Jones-Index sank um 0,3 Prozent auf 49.499 Punkte - etwas gebremst von Amgen. S&P-500 und Nasdaq-Composite legten dagegen um 0,3 bzw. 0,9 Prozent zu und markierten weitere Allzeithochs. Nach ersten Angaben gab es an der Nyse 1.332 (Donnerstag: 2.213) Kursgewinner und 1.371 (560) -verlierer. Unverändert schlossen 114 (37) Titel. Unter den Einzelaktien gaben Exxon Mobil um 1 Prozent nach, Chevron um 1,4 Prozent. Handelseffekte hatten die Gewinne der beiden Mineralölkonzerne im ersten Quartal gedämpft, obwohl die Ergebnisse ansonsten die Markterwartungen übertrafen. Die Titel des Biotechnologieunternehmens Amgen ermäßigten sich nach Geschäftsausweis 4,8 Prozent. Spirit Airlines steht offenbar kurz vor der Einstellung des Geschäftsbetriebs. Die angeschlagene Billigfluggesellschaft hatte gehofft, vor dem Auslaufen ihrer finanziellen Mittel eine staatliche Rettung von 500 Millionen Dollar zu erhalten. Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen war es dem Billigflieger jedoch nicht gelungen, ausreichend Unterstützung von Anleihegläubigern und der Regierung zu bekommen, um die Finanzierung für den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Der Kurs brach um über 26 Prozent ein. Vom Schicksal von Spirit profitierte die Konkurrenz, weil der Wettbewerb sinken dürfte. Frontier Group stiegen um 10,5 Prozent, JetBlue Airways um 4,4 Prozent. Auch Delta Air Lines, Southwest Airlines, American Airlines und United Airlines zogen an.
Asien
Die Aktienmärkte in Ostasien zeigen sich im Handelsverlauf am Montag überwiegend mit Gewinnen. Nachdem am Freitag, dem 1. Mai, weder in China, Südkorea, Singapur, Taiwan oder Hongkong gehandelt wurde, pausiert zu Beginn der neuen Woche das Geschäft in China und Tokio feiertagsbedingt.
Obligationen
Die Renditen der US-Staatsanleihen bewegten sich kaum, blieben damit aber auf erhöhtem Niveau, da der Krieg im Iran in den dritten Monat ging und es keine Anzeichen für eine Normalisierung des Ölhandels gab.
Analyse
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