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US-Regierung nennt Nvidia-Auflagen für H200-Chip-Verkauf nach China

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 14.01.2026 - 00:00

Thema des Tages

Nvidia muss bevor es seine H200-Chips nach China verkaufen kann, nach Forderung der US-Regierung neue Sicherheitsanforderungen erfüllen. Unter anderem muss Nvidia sicherstellen, dass der Bedarf dieser Chips in den USA gedeckt ist, wie das Bureau of Industry and Security des Handelsministeriums in einer am Dienstag veröffentlichten Regelung mitteilte. Auch soll Nvidia die Produkte von einem externen US-Labor testen lassen, um sicherzustellen, dass sie die Leistungsparameter erfüllen. Die Auflagen beinhalten auch Überprüfung der Kundenidentität und Schutzmassnahmen seitens Nvidia gegen unbefugte Kunden, die Cloud-Computing nutzen, um aus der Ferne auf KI-Chips zuzugreifen. åUS-Präsident Donald Trump hatte jüngst das von der Vorgängerregierung verhängte Verkaufsverbot für fortschrittliche KI-Chips nach China zurückgenommen und Nvidia erlaubt, den H200-Chip an chinesische Kunden zu verkaufen. Der Chip hat eine höhere Leistung als der H20, den Nvidia bisher verkaufen durfte - aber er ist nicht so leistungsfähig wie die Blackwell-Spitzenprodukte des Unternehmens, die in diesem Jahr auf den Markt kamen, oder die Rubin-Chipgeneration.

Schweizer Aktien

Etwas leichter haben die Kurse am Aktienmarkt in der Schweiz den Handel am Dienstag beendet. Der SMI verlor 0,5 Prozent auf 13.365 Punkte. Sika hatte für 2025 einen Umsatzrückgang vermeldet und die Anleger zusätzlich mit einer Gewinnwarnung erschreckt. Die Sika-Aktie sackte um 9,5 Prozent ab und zog auch andere Aktien aus dem Sektor Baumaterialien nach unten. Amrize, Holcim und Geberit verbilligten sich um bis zu 2,6 Prozent. Novartis und Roche verbuchten Kursverluste von 0,2 und 0,5 Prozent. Nestlé schafften dagegen den Dreh ins Plus und schlossen 0,3 Prozent höher. Daneben trennten sich die Investoren von Versicherungsaktien. Für Swiss Life, Swiss Re und Zurich ging es um bis zu 2 Prozent abwärts. Richemont retteten ein kleines Plus von 0,1 Prozent ins Ziel, nachdem sie zeitweise deutlicher zugelegt hatten. Die Analysten von Jefferies hatten sich zuversichtlich gezeigt, dass der Luxusgüterkonzern am 15. Januar erfreuliche Zahlen zu seinem dritten Geschäftsquartal vorlegen wird. Givaudan (unverändert) wurden gestützt vom deutschen Wettbewerber Symrise, der einen Aktienrückkauf angekündigt hatte.

Internationale Märkte

Europa
An den europäischen Aktienmärkten haben sich die Kurse am Dienstag tendenziell gut behauptet. Der DAX schloss 0,1 Prozent höher mit 25.421 Punkten, der Euro-Stoxx-50 zog um 0,2 Prozent auf 6.030 Punkte an. Im DAX gewann die Symrise-Aktie 5 Prozent, gestützt von der Ankündigung eines Aktienrückkaufs über 400 Millionen Euro. Dieser sollte nach Einschätzung von JP Morgan den Gewinn je Aktie um 2 bis 3 Prozent heben. Die Analysten stufen den Rückkauf als nachvollziehbare Verwendung liquider Mittel ein angesichts einer Nettoverschuldung/EBITDA-Quote von unter 2. Um 4,8 Prozent aufwärts ging es mit Zalando. Hintergrund dürfte die Erwartung guter Viertquartalszahlen gewesen sein. JP Morgan erwartet solide Ergebnisse. Orsted legten um 5,4 Prozent zu. Die Dänen dürfen die Arbeiten an ihrem US-Projekt Revolution Wind vorerst fortsetzen, obwohl die Trump-Regierung versucht hat, das Vorhaben an der US-Ostküste zu stoppen. Ein US-Bundesrichter gab am Montag dem Antrag des Unternehmens auf eine einstweilige Verfügung gegen den von der Trump-Regierung verhängten Baustopp für das 5-Milliarden-US-Dollar-Projekt statt. In einer jüngeren Studie warnte die Citigroup allerdings vor weiteren Regierungsinterventionen und der Gefahr, dass die Projektkosten aus dem Ruder laufen könnten.

USA
Knapp behauptet haben die US-Börsen den Handel am Dienstag beendet. Der Dow-Jones-Index verlor 0,8 Prozent auf 49.192 Punkte, belastet von kräftigen Kursverlusten bei JP Morgan, Visa und Salesforce. Der S&P-500 sank um 0,2 Prozent. Dow und S&P-500 hatten am Montag neue Rekordstände erreicht. Der Nasdaq-Composite gab um 0,1 Prozent nach. Der Dollar legte zu, der Dollar-Index stieg um 0,3 Prozent. Der Goldpreis setzte seine Hausse zunächst fort und stieg auf weitere Allzeithochs, ehe kleinere Gewinnmitnahmen einsetzten. Auch Silber erreichte eine neues Rekordhoch. Die Ölpreise zogen mit der Entwicklung im Iran kräftig an. Die USA werden einen Zoll von 25 Prozent für jedes Land erheben, das Geschäfte mit dem Iran tätigt. Hintergrund sind die Massenproteste gegen die Mullah-Regierung. Der Kurs von JP Morgan verlor 4,2 Prozent, da der Gewinn im vergangenen Quartal um 7 Prozent gesunken ist. Das lag allerdings lediglich an Einmalbelastungen. Bereinigt um Kosten für die Einführung der Apple-Kreditkarte übertraf der Gewinn die Konsensschätzung. Delta Air Lines büssten 2,4 Prozent ein. Die Fluggesellschaft hatte zwar die Markterwartungen mit den Quartalszahlen geschlagen, der Ausblick enttäuscht aber. Bank of New York Mellon zogen nach gestiegenem Viertquartalsergebnis um 1,9 Prozent an. Moderna machten einen Satz von 17 Prozent. Der Pharmahersteller kündigte an, im Verlauf der kommenden beiden Jahre einen Kombi-Impfstoff gegen Covid und Grippe auf den Markt zu bringen. Softwareaktien wurden von den gesunkenen Zinssenkungshoffnungen belastet, wie Marktteilnehmer sagten. Die Bewertungen der Anbieter von Software-as-a-Service basierten auf den Erwartungen an künftige Barmittelflüsse. Steigende Zinsen schmälerten den Wert der künftigen Gewinne, hiess es. Salesforce verbilligten sich um 7,1, Snowflake um 5 und Workday um 4 Prozent.

Asien
Im asiatischen Handel steht am Mittwoch weiter die japanische Börse im Fokus. Der Nikkei-225 gewinnt 1,4 Prozent und springt erstmals über die Marke von 54.000 Punkte. Elektronik- und Maschinenbauwerte führen die Gewinne in Tokio an. Advantest legen um 5,3 Prozent zu und Fanuc um 4,2 Prozent. Am Devisenmarkt gibt der Yen leicht nach. In Hongkong liegt der Hang-Seng 0,4 Prozent im Plus. Alibaba machen einen Sprung von 4,5 Prozent. Der Kospi (Seoul) legt 0,4% zu während der Shanghai-Composite unverändert schliesst.

Obligationen
US-Staatsanleihen verzeichneten am Dienstag angesichts der Verluste am Aktienmarkt etwas Zulauf. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen sank um einen Basispunkt auf 4,17 Prozent.

Analyse
Kursziel Swatch: Barclays erhöht auf 119 (108) CHF - Underweight
Kursziel ABB: Royal Bank of Canada erhöht auf 55 (54) CHF - Sector Perform
Kursziel Sensirion: JPMorgan senkt auf 81 (86) CHF - Neutral

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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