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Richemont im Weihnachtsquartal klar über Markterwartungen

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 15.01.2026 - 00:00

Thema des Tages

Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont hat den Umsatz im wichtigen Weihnachtsquartal deutlich gesteigert. Die Markterwartungen wurden dabei klar übertroffen. Im dritten Quartal 2025/26 (per Ende Dezember) stieg der Umsatz um 4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, wie Richemont am Donnerstag mitteilte. In Lokalwährungen legten die Verkäufe sogar um 11 Prozent zu. Das sind mehr als im Rekord-Vorjahresquartal, als die Genfer +10 Prozent schafften. Analysten hatten beim organischen Wachstum im Durchschnitt lediglich einen Anstieg von 8,3 Prozent erwartet. Das Schmuckgeschäft mit der Vorzeigemarke Cartier zeigte sich weiterhin stark (+14% zu konstanten Währungen), während das Uhrengeschäft mit Marken wie IWC ebenfalls anzog (+7%). Gewinnzahlen publiziert Richemont zum dritten Quartal nicht. Einen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr 2025/26 gab der Luxusgüterkonzern wie üblich ebenfalls nicht.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hat sich am Mittwoch unbeeindruckt von der weltpolitischen Grosswetterlage gezeigt und trotz negativer Vorgaben der Wall Street im Plus geschlossen. Der Leitindex SMI erreichte sogar ein neues Rekordhoch. Der SMI gewann 0,7 Prozent auf 13.465 Punkte. Angeführt wurden die Gewinner von Kühne + Nagel, die um 4,3 Prozent zulegten. Ursächlich war nach Aussagen aus dem Handel ein positiver Analystenkommentar. Goldman Sachs empfehle die Aktie nunmehr zum Kauf, hiess es. Mit deutlichen Aufschlägen zeigten sich auch die SMI-Schwergewichte. Nestlé, die in jüngster Zeit vom Rückruf von Babynahrung belastet worden waren, erholten sich um 1,8 Prozent. Novartis und Roche verbesserten sich um 2,1 und 0,9 Prozent. Sika machten nach dem Ausverkauf vom Dienstag 1,2 Prozent gut. Die Titel waren in Reaktion auf die Umsatzdaten des Unternehmens und eine gesenkte Prognose abgesackt. Richemont drehten kurz vor Handelsschluss ins Minus und verloren 0,5 Prozent.

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Börsen haben am Mittwoch etwas leichter geschlossen. Der DAX verlor 0,5 Prozent auf 25.286 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,4 Prozent auf 6.005 Punkte nach unten. In Europa zogen derweil die Aktien der Versorger um 1 Prozent an, im DAX ging es für die RWE-Aktie um 2,3 Prozent nach oben. Der Konzern hat einen Anteil an dem britischen Windprojekt Norfolk an KKR verkauft. Fresenius Medical Care (FMC) notierten dagegen sehr schwach. Der Kurs fiel um 6 Prozent. "Offensichtlich drücken die Aussagen von einer Health-Care-Konferenz in San Francisco", so ein Händler. Der Sektor der Gesundheitswerte stellte in Europa mit plus 1,1 Prozent einen der Gewinner. Bayer zogen kräftig um 7 Prozent an. Grund waren laut Händlern positive Aussagen zur Margenentwicklung. "Diese sollen im Pharmabereich deutlich zulegen", so ein Händler. So soll die operative Marge bis 2030 auf 30 Prozent steigen, die Markterwartung liege hier deutlich darunter. Orion Oyi legten mit einem überzeugenden Ausblick um gleich 12 Prozent zu, während Ipsen (+6,9%) neue Daten vorlegte, die das Bestreben des Unternehmens unterstreichen, bestehende Versorgungslücken bei neurologischen Erkrankungen zu schliessen. Der Sektor der Medienunternehmen handelte 1,7 Prozent tiefer - belastet von Pearson mit minus 9,5 Prozent. Der Zwischenbericht des Unternehmens lieferte nicht die von Anlegern erhoffte Beruhigung in Bezug auf die Künstliche Intelligenz (KI), urteilte Analyst Dan Coatsworth von AJ Bell.

USA
Schwächer haben sich die US-Börsen am Mittwoch gezeigt. Die Inflation bewegt sich noch immer auf hohem Niveau und über dem Ziel der US-Notenbank, wie Beobachter anmerkten. Der Dow-Jones-Index verlor 0,1 Prozent auf 49.150 Punkte. Der S&P-500 fiel um 0,6 Prozent. Der Nasdaq-Composite büsste 1,1 Prozent ein. Weitere wichtige Viertquartalszahlen aus dem Bankensektor sind veröffentlicht worden. Bank of America sanken um 3,7 Prozent. Die Bank hat von höheren Zinserträgen und gestiegenen Einnahmen im Aktienhandel profitiert. Sie steigerte den Gewinn deutlich und schnitt etwas besser ab als von Analysten erwartet. Allerdings warnte die Bank vor den Folgen einer Zinsobergrenze für Kreditkarten, wie Trump sie ins Spiel gebracht hatte. Der Verkauf des Russland-Geschäfts hat der Citigroup einen Gewinnrückgang beschert. Bereinigt verdiente die Bank mehr als veranschlagt - der Kurs fiel gleichwohl um 3,4 Prozent. Wells Fargo verfehlte die Erwartungen der Analysten dagegen, der Kurs gab 4,6 Prozent ab. Die Aktien von Nvidia verbilligten sich um 1,4 Prozent, nachdem die Trump-Regierung mitgeteilt hatte, dass das Unternehmen neue Sicherheitsanforderungen erfüllen müsse, um seine H200-Chips an China zu verkaufen. Auch andere Chipaktien verzeichneten Verluste. Netflix sanken um 2 Prozent. Der Streamingdienst hat offenbar ein reines Barangebot für die Studio- und HBO-Max-Sparten von Warner Bros. Discovery vorbereitet. Netflix-Konkurrent Paramount hatte im Dezember ein feindliches reines Barangebot für Warner unterbreitet, das Warner (-0,8%) jedoch ablehnte. Fortinet (-2,5%) gaben nach. Chinesische Behörden wollen den Einsatz von Cybersicherheits-Software aus den USA und Israel laut einem Bericht untersagen.

Asien
Nach den jüngsten Rekordhochs geht es mit den Kursen an der Börse Tokio am Donnerstag nach unten. Der Nikkei-225 fällt mit Gewinnmitnahmen um 0,8 Prozent auf 53.887 Punkte zurück. Die anstehende Parlamentswahl in Japan dürfte nicht zu einer deutlichen Lockerung der Fiskalpolitik führen, so Marcel Thieliant von Capital Economics. Elektronik- und Technologiewerte führen die Verluste in Tokio an. Die Aktien von Tokyo Electron geben um 2,4 Prozent nach und die der SoftBank Group verlieren 4,9 Prozent. Die koreanische Zentralbank hat derweil wie erwartet die Leitzinsen bei 2,50 Prozent bestätigt. In Seoul geht es mit dem Kospi um 1,4 Prozent nach oben. Der Shanghai-Composite und der Hang-Seng (Hongk.) lagen -0,4% und -0,5% tiefer.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt sank die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 3 Basispunkte auf 4,14%. Befürchtungen eines US-Angriffs auf den Iran und die sinkenden Aktienkurse verschafften dem Anleihemarkt Zulauf. Daneben hielten die günstigen Inflationsdaten die Hoffnungen auf Zinssenkungen im Jahresverlauf am Köcheln.

Analyse
Kursziel Comet: UBS erhöht auf 275 (252) CHF - Buy
Rating Kühne+Nagel: Goldman Sachs erhöht auf Buy (Sell) - Ziel 210 (147) CHF
Kursziel Lindt&Sprüngli: Berenberg senkt auf 114'490 (115'301) CHF - Hold

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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