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Intel enttäuscht mit Ausblick - Lieferengpässe bremsen

Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Fri, 23.01.2026 - 00:00

Thema des Tages

Der Chiphersteller Intel hat im Schlussquartal zwar mit seinem bereinigten Gewinn und dem Umsatz die Erwartungen übertroffen, allerdings mit dem Umsatzausblick für das laufende Quartal enttäuscht. Intel wird auf seinem Turnaround-Kurs derzeit von Lieferengpässen gebremst, die es dem Unternehmen erschweren, der starken Nachfrage gerecht zu werde. Intel-CFO David Zinsner wies bei der Ergebnisvorlage auf "branchenweite Lieferengpässe" als einen Faktor hin, der die Ergebnisse belaste. Das Problem wird sich laut Zinsner im ersten Quartal 2026 verschärfen, bevor es dann im Frühjahr nachlassen dürfte. Im nachbörslichen US-Handel brach die Intel-Aktienkurs um 11 Prozent ein. Die Aktie war in den letzten drei Monaten aber schon um 40 Prozent gestiegen.

Schweizer Aktien

Die Kehrtwende des US-Präsidenten im Streit um Grönland hat den schweizerischen Aktien am Donnerstag nach oben geholfen. Donald Trump will auf die Strafzölle verzichten, die er einigen europäischen Nato-Mitgliedsstaaten angedroht hatte, nachdem diese Soldaten auf die zu Dänemark gehörende Insel Grönland entsandt hatten, um ihre Solidarität zu bekunden. Der SMI gewann 0,5 Prozent auf 13.228 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Kursgewinner und sieben -verlierer gegenüber, unverändert schlossen die Aktien von Givaudan. Umgesetzt wurden 18,33 (Vortag: 20,54) Millionen Aktien. Angeführt wurde der Index von Konjunkturzyklikern wie Amrize (+1,9%), Holcim (+3%) oder Kühne + Nagel (+1,9%). Nestle (+0,3%) erholten sich etwas. Die Aktie des Nahrungsmittelkonzerns wurde in jüngster Zeit vom Rückruf von Babynahrung belastet, die mutmasslich mit Bakterien belastet war. Die Pharmaschwergewichte Novartis und Roche gewannen 0,7 und 0,9 Prozent. Finanzwerte waren ebenfalls gesucht. Die Aktien der UBS stiegen um 1,4 Prozent. Partners Group rückten um 1,3 Prozent vor.

Internationale Märkte

Europa
An den europäischen Aktienmärkten ist es am Donnerstag kräftig nach oben gegangen. Der DAX stieg um 1,2 Prozent auf 24.856 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 1,2 Prozent auf 5.956 Zähler. Vor allem Exportwerte wie Autotitel (Sektor plus 2,3%) waren gesucht, die jüngst unter den angedrohten US-Strafzöllen gelitten hatten. Zudem hatte VW gute Nachrichten zu vermelden, für den Wert ging es um gleich 6,5 Prozent nach oben. Das Unternehmen gab bekannt, dass sich der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile nach vorläufigen Berechnungen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf rund 6 Milliarden Euro beläuft. Damit wurde sowohl die eigene Prognose als auch die Erwartungen des Markts deutlich übertroffen. Derweil hat Traton (+0,3%) trotz eines Rückgangs des Fahrzeugabsatzes um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr vorläufige Eckdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht, die im Rahmen der Markterwartungen und teils darüber lagen. Die Aktie des französischen Reifenherstellers Michelin stieg um 3,5 Prozent. "Das sieht noch einen Tick besser als bei Conti aus", so ein Händler zu den am Vortag vorgelegten Geschäftszahlen der Deutschen. Da die Profitabilität der gesamten Auto-Zulieferbranche im Fokus stehe, dürfte sehr gut ankommen, dass Michelin einen deutlich höheren Cashflow vermeldete.

USA
Wall Street zeigte sich am Donnerstag wieder in guter Stimmung und baute ihre Gewinne vom Vortag aus. Die Anleger griffen bei Aktien wieder zu, dank den ermutigenden Konjunkturdaten und der Kehrtwende des US-Präsidenten im Streit um Grönland. Für die Kursgewinne am Mittwoch hatte die Nachricht gesorgt, dass es keine US-Strafzölle gegen acht europäische Länder einschliesslich Deutschland zum 1. Februar geben soll, die Donald Trump wegen des Streits um Grönland angedroht hatte. Der US-Präsident hatte zudem ein Rahmenabkommen mit der Nato zur Beilegung des jüngsten Streits um Grönland angekündigt. Zuvor hatte Trump noch seinen Anspruch bekräftigt, Grönland müsse aus Sicherheitsgründen an die Vereinigten Staaten übergehen, aber gleichzeitig die Anwendung von Gewalt ausgeschlossen. Nach der vorläufigen Einigung im Streit um Grönland werden derzeit die Details eines Abkommens ausgearbeitet. Auf dem Rückflug nach Washington D.C. postete Trump auf Truth Social: "An der Grönland-Struktur wird gearbeitet, und sie wird fantastisch für die Vereinigten Staaten sein, und der Friedensrat ist etwas, das die Welt noch nie zuvor gesehen hat." Der Dow-Jones-Index und der S&P-500-Index gewannen jeweils 0,6 Prozent, während der Nasdaq-Composite ein Plus von 0,9 Prozent sah. Dabei wurden an der Nyse 1.693 (Mittwoch: 2.176) Kursgewinner und 1.077 (584)- verlierer gesehen. Unverändert schlossen 54 (76) Titel. Am Aktienmarkt tendierten GE Aerospace 7,4 Prozent schwächer, obwohl das Unternehmen starke Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt und einen insgesamt optimistischen Ausblick gegeben hatte. Procter & Gamble stiegen um 2,6 Prozent. Das Unternehmen hatte zwar in seinem zweiten Geschäftsquartal mehr verdient als erwartet, doch verfehlte der Umsatz die Konsensschätzung von Analysten. Wegen höherer Restrukturierungskosten senkte der Konsumgüterkonzern seine Jahresgewinnprognose, bestätigte aber das Gewinnziel auf bereinigter Basis. Abbott Laboratories hatte mit Umsatz und Gewinn im Schlussquartal die Erwartungen verfehlt. Die Aktie sackte um rund 10 Prozent ab.

Asien
Mit einer leicht positiven Tendenz zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenausklang. Die Bank of Japan (BoJ) hat wie erwartet den Leitzins bei 0,75 Prozent bestätigt. Der Nikkei-225 zeigt sich mit einem moderaten Plus von 0,2 Prozent.

Obligationen
Die Renditen von US-Staatsanleihen setzten ihren Aufwärtstrend zunächst fort, nachdem die durch den Shutdown verzögerte Daten gezeigt haben, dass der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator im letzten Herbst stabil war. Im Verlauf am Donnerstag drehten die Renditen dann aber leicht ins Minus und zur Schlussglocke verlor die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe 2 Basispunkte auf 4,251 Prozent.

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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