Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Tue, 27.01.2026 - 00:00
Micron baut seine Fertigungskapazitäten in Singapur aus. Wie der US-Chipkonzern mitteilte, investiert er über die nächsten zehn Jahre gut 24 Milliarden US-Dollar in die Ausweitung seines Werks in dem Stadtstaat. Er reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Speicherchips. Der Spatenstich für eine neue Wafer-Fertigungsanlage sei erfolgt, so Micron. Diese befindet sich innerhalb des bestehenden NAND-Fertigungskomplexes des Unternehmens in Singapur. Die Anlage repräsentiert eine geplante Investition von 31 Milliarden Singapur-Dollar (umgerechnet 24,41 Milliarden US-Dollar) über das nächste Jahrzehnt. Die Wafer-Produktion soll laut einer Mitteilung in der zweiten Jahreshälfte 2028 anlaufen.
Kaum verändert hat der schweizerische Aktienmarkt den ersten Handelstag der Woche beendet. Der SMI schloss kaum verändert bei 13.142 Punkten. Unter den Einzelwerten gaben Nestlé um 0,9 Prozent nach. Das SMI-Schwergewicht wird weiter vom Rückruf von Säuglingsnahrung belastet, die möglicherweise mit Bakterien belastet ist. Die zuletzt gebeutelten Logitech gewannen 1,1 Prozent. Das Unternehmen wird am späten Dienstag Geschäftszahlen vorlegen. Am Donnerstag der laufenden Woche werden überdies Givaudan (+0,2%) und Roche (+0,7%) Zahlen veröffentlichen. Nach einem positiven Analystenkommentar verbesserten sich UBS um 0,4 Prozent. Jefferies hatte das Kursziel für die Aktie der Bank auf 55 von 37 Franken angehoben und die Kaufempfehlung bekräftigt. In der zweiten Reihe stiegen Schindler nach einem positiven Analystenkommentar um 0,2 Prozent. Die Analysten der Citi hatten die Aktie auf Buy von Neutral hochgestuft und das Kursziel auf 327 von 296 Franken erhöht.
Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben nach anfänglichen Startschwierigkeiten am Montag im Plus geschlossen. Der DAX legte 0,1 Prozent auf 24.933 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 gewann 0,2 Prozent auf 5.958 Punkte. Diese Woche verspricht spannend zu werden, denn die Berichtssaison in Europa nimmt Fahrt auf. Rund 50 Unternehmen aus dem Stoxx-600 legen Quartalszahlen vor. Märkte der Stunde bleiben Edelmetalle. Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 5.000 Dollar je Feinunze überwunden und auch deutlich hinter sich gelassen: Aktuell steigt das Edelmetall um 1,9 Prozent auf 5.083 Dollar. Noch stärker nach oben geht es mit dem Silberpreis, der um 10 Prozent zulegt. Der Preisanstieg wird aber an den Aktienmärkten nicht gefeiert, sondern als Krisen-Indikator und Flucht aus dem US-Dollar gewertet. Kurstechnisch in einem höheren Orbit bewegte sich die Aktie des Satellitenbauers OHB mit Plus 33 Prozent. Der Satellitenhersteller hat Kooperationsgespräche mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall bestätigt. Zuvor hatten die Financial Times (FT) und das Handelsblatt unter Berufung auf informierte Personen berichtet, die beiden Unternehmen sprächen über eine gemeinsame Bewerbung für ein Satellitenprojekt der Bundeswehr. Ryanair verloren 2,3 Prozent. Die Prognose-Anhebung für das Geschäftsjahr 2026 wirke konservativ, da sie im Grossen und Ganzen den Konsensschätzungen entspreche, so UBS-Analyst Jarrod Castle.
USA
An den US-Börsen hat sich am Montag eine etwas festere Tendenz durchgesetzt. Der Dow-Jones-Index gewann 0,6 Prozent auf 49.412 Punkte. Der S&P-500 legte um 0,5 Prozent zu und der Nasdaq-Composite um 0,4 Prozent. Gold und Silber erreichten neue Höchststände - der Goldpreis kletterte über die Marke von 5.000 Dollar. Am Aktienmarkt schossen USA Rare Earth um 7,9 Prozent nach oben. Die Trump-Regierung plant, 1,6 Milliarden Dollar in das Bergbauunternehmen zu investieren und eine Beteiligung aufzubauen. Für andere Aktien aus dem Bereich Seltene Erden ging es dagegen abwärts. MP Materials fielen um 8,8 und Ramaco Resources um gut 20 Prozent. Micron Technology gaben um 2,6 Prozent nach. Laut einem Bericht wird Samsung Nvidia mit Speicherchips der nächsten Generation beliefern. Micron ist der Hauptkonkurrent des südkoreanischen Unternehmens. Coreweave verbesserten sich um 6,1 Prozent. Nvidia investiert 2 Milliarden Dollar in das KI-Cloud-Unternehmen. Nach Vorlage von Viertquartalszahlen sank der Kurs von Steel Dynamics um 4,4 Prozent - der Nettoumsatz verfehlte die Markterwartungen. Newmont und Freeport-McMoRan legten um 1,3 bzw. 1,3 Prozent zu, die Bergbautitel profitierten vom Höhenflug des Goldpreises.
Revolution Medicines brachen um rund 17 Prozent ein, Merck ist offenbar nicht mehr an Gesprächen über den Kauf des Biotechnologie-Unternehmens interessiert.
Asien
Klar im Plus zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag. Der Nikkei-225 (Tokio) verzeichnet ein Plus von 0,7%. Der Kospi-Index gewinnt 2,3 Prozent. Die US-Regierung erhöht die Zölle auf bestimmte südkoreanische Waren auf 25 von 15 Prozent, da das Parlament des Landes ein im vergangenen Jahr unterzeichnetes vorläufiges Handelsabkommen noch nicht gebilligt hat. Die Aktien des Speicherchip-Herstellers SK Hynix steigt um 7,5 Prozent. Das Unternehmen gilt als Gewinner der KI-getriebenen Inflation bei den RAM-Preisen, wie ein aktueller Zuliefer-Deal mit Microsoft zeigt. Samsung Electronics klettern um 3,2 Prozent. Die Aktien des Autobauers Hyundai Motors liegen dagegen 0,5 Prozent im Minus. An den chinesischen Börsen steigt der Shanghai-Composite um 0,2 Prozent und der Hang-Seng-Index verbessert sich um 1,0 Prozent. Bei den Einzelwerten steigen Anta Sports um 1,8 Prozent. Der chinesische Sportartikelhersteller übernimmt einen Anteil von 29,06 Prozent an Puma von der Familie Pinault für 1,51 Milliarden Euro. Anta, Eigentümer von Marken wie Fila und Jack Wolfskin, übernimmt 43,01 Millionen Puma-Aktien zum Preis von 35 Euro das Stück. Die Aktie war am Montag mit 21,63 Euro aus dem Handel gegangen.
Obligationen
Der US-Rentenmarkt verzeichnete dank der jüngsten politischen Spannungen etwas Zulauf. Im Gegenzug fielen die Renditen leicht. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen verlor am Montag 3 Basispunkte auf 4,21 Prozent.
Analyse
Rating Schindler: Citigroup erhöht auf Buy (Neutral) - Ziel 327 (296) CHF
Rating Glencore: HSBC senkt auf Hold (Buy) - Ziel 515 GBP
Kursziel UBS: Jefferies erhöht auf 55 (37) CHF - Buy
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