Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 29.01.2026 - 00:00
Givaudan hat im Geschäftsjahr 2025 organisch weiter oberhalb der Guidance zugelegt. Gegenüber dem ausserordentlich starken Vorjahr verlor der Aromen- und Duftstoffhersteller jedoch an Schwung. Bei der Profitabilität konnte der Branchenprimus aus Genf weiter zulegen. Aufgrund des klar negativen Währungseffekts stieg der Umsatz in Franken lediglich um 0,8 Prozent auf 7,47 Milliarden Franken, wie der Anbieter von Aromen und Duftstoffen für Lebensmittel, Parfüms sowie Haushalts- und Körperpflegeartikel am Donnerstag mitteilte. Organisch, also bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Währungseinflüsse, resultierte ein Zuwachs von 5,1 Prozent - im Vorjahr waren es allerdings noch 12,3 Prozent. Die eigene Zielbandbreite von 4 bis 5 Prozent wurde damit gleichwohl übertroffen. Die Erwartungen der Analysten wurden damit knapp verfehlt. Bei der Profitabilität musste der Genfer Konzern einen leichten Rückschritt hinnehmen. Das operative Ergebnis (EBITDA) sank um 0,8 Prozent auf 1,75 Milliarden Franken, die entsprechende Marge auf 23,4 Prozent nach 23,8 Prozent im Vorjahr. Der Reingewinn lag bei 1,07 Milliarden Franken - das sind 1,7 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Aktionäre können sich dennoch auf eine Dividende von 72,00 Franken je Aktie freuen - das sind 2 Franken mehr als im Vorjahr.
Am schweizerischen Aktienmarkt ist es zur Wochenmitte mit den Kursen überwiegend abwärts gegangen. Der SMI verlor 1,5 Prozent auf 13.024 Punkte. Schwächster Wert im SMI waren Logitech, die 5,2 Prozent abgaben. Der Hersteller von Computerzubehör hatte im dritten Geschäftsquartal zwar die eigenen Ziele übertroffen, doch hatte der Umsatz nicht überzeugt, wie es hiess. Pharmawerte folgten nach Aussage von Marktteilnehmern ihren US-Pendants nach unten. Die beiden Schwergewichte Roche und Novartis verloren 3,3 und 2 Prozent. Roche legte am Donnerstag Geschäftszahlen vor. Lonza (-2,1%) konnten sich der negativen Stimmung nicht entziehen, obwohl der Pharma-Auftragsfertiger mit den Zahlen für 2025 und dem Ausblick auf das laufende Jahr die Erwartungen des Markts übertroffen hatte, wie Vontobel anmerkte. Besser als der Markt hielten sich Alcon mit einem Minus von 0,3 Prozent. Richemont verloren 2,3 Prozent. Hier belasteten enttäuschende Zahlen des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH. Am Tag vor der Veröffentlichung der Zahlen für 2025 gab die ABB-Aktie 0,4 Prozent nach. Die Aktien der UBS (-2,5%) fielen im Einklang mit dem europäischen Bankensektor.
Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch leichter geschlossen. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 24.823 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fiel um 1 Prozent auf 5.933 Punkte. Luxusaktien gaben auf breiter Front nach, nachdem das Branchenschwergewicht LVMH seine Ergebnisse vorgelegt hatte, die nach Einschätzung der Analysten von Jefferies die Anleger vorsichtig stimmen. Die Aktien von LVMH fielen um 7,9 Prozent und führten damit die Verluste im Sektor an. Die Aktien des Gucci-Eigentümers Kering verloren 3 Prozent, Dior 7,4 Prozent. Bessere Zahlen als erwartet hat Lkw-Hersteller Volvo vorgelegt. Der Einfluss von US-Strafzöllen war geringer als angenommen, dazu wurde der Absatzausblick für Nord-Amerika erhöht. Volvo stiegen um 2,6 Prozent. Die Aktien von Traton und Daimler Truck verbesserten sich um bis zu 3,3 Prozent. Die Aktien von ASML stiegen mit starken Quartalszahlen zeitweise um über 5 Prozent, im Tagesverlauf drückten nach gutem Lauf Gewinnmitnahmen den Kurs noch knapp 2 Prozent ins Minus. Nach Prognose-Anhebung sprang der Kurs von Aurubis kurz auf Allzeithoch bei 163,60 Euro. Für die Analysten der LBBW ist Aurubis Nutzniesser haussierender Metallmärkte. Die Aktie schloss 2,7 Prozent höher bei 159,90 Euro.
USA
Kaum verändert haben die US-Börsen den Handel am Mittwoch beendet, nachdem die US-Notenbank den Leitzins wie weithin erwartet unverändert belassen hatte. Der Dow-Jones-Index gewann zwölf Punkte auf 49.016. Der S&P-500 schloss ebenfalls kaum verändert. Im frühen Verlauf der Sitzung hatte er erstmals die Marke von 7.000 Punkten überwunden. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,2 Prozent. Texas Instruments befeuerte im Halbleitersegment die optimistische Stimmung mit einem starken Ausblick - der Kurs stieg um 9,9 Prozent. China hat erstmals Käufe von Nvidias beliebtem KI-Chip H200 genehmigt und mehreren chinesischen Kunden des Unternehmens die entsprechende Autorisierung erteilt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. Der Kurs stieg um 1,6 Prozent. Seagate Technology schnellten um 19,1 Prozent empor, der Laufwerkanbieter hat die Analystenschätzungen im vierten Quartal geschlagen. Der Konzern hofft, auch zukünftig von der Nachfrage durch KI-Datenzentren zu profitieren. Die Wettbewerbertitel Western Digital zogen um 10,7 Prozent an - Sandisk um 9,6 Prozent, Micron Technology um 6,1 Prozent. F5 stiegen um 8,1 Prozent, die Cloud-Software-Gesellschaft überzeugte mit starken Geschäftszahlen und einem verbesserten Ausblick. AT&T legten um 4,7 Prozent zu, der Telekommunikationskonzern hatte die Markterwartungen in der Schlussperiode 2025 überboten. Johnson & Johnson (+1,5%) hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für eine Behandlung bestimmter Patienten mit multiplem Myelom erhalten - einer unheilbaren Form von Blutkrebs.
Asien
Am Donnerstag zeigen sich die meisten asiatischen Börsen mit moderaten Aufschlägen. In Südkorea präsentiert sich der technologielastige Leitindex Kospi äusserst volatil. Nach einem erneuten Allzeithoch kommt der Index zwischenzeitlich deutlich zurück und zieht anschliessend wieder an - aktuell steigt der Leitindex um 1,3 Prozent. SK Hynis klettern um 2,5 Prozent, Samsung fallen durch Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Aufschlägen um 0,8 Prozent. Der japanische Nikkei-225 steigt um 0,3 Prozent auf 53.506 Punkte und kommt von den Tageshochs zurück. Der wenig mit den Börsen im Westen und der Region korrelierende Shanghai-Composite gewinnt 0,1 Prozent, der HSI in Hongkong, der deutlich stärker mit den übrigen Börsen korreliert, legt 0,7 Prozent zu.
Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 2 Basispunkte auf 4,25%. Die Erwartungen konzentrierten sich weiterhin auf zwei Zinssenkungen von jeweils 25 Basispunkten vor Jahresende, merkte Analyst Abdelaziz Albogdady von FXEM mit Blick auf die weniger deutlich steigenden Renditen am kurzen Ende des Marktes an.
Analyse
Rating Partners Group: Kepler erhöht auf Buy (Hold) - Ziel 1260 (1140) CHF
Kursziel Kühne+Nagel: Barclays erhöht auf 150 (145) CHF - Underweight
Rating PSP Swiss Property: UBS erhöht auf Buy (Neutral) - Ziel 162 (148) CHF
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