Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 12.02.2026 - 00:00
McDonald's hat die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz für das vierte Quartal deutlich übertroffen. Die Schnellrestaurant-Kette vermeldete einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,12 Dollar, womit die Prognose der Analysten von 3,04 Dollar geschlagen wurde. Der Umsatz kletterte im vierten Quartal um 10 Prozent auf 7,01 Milliarden Dollar und lag damit ebenfalls über der Analysten-Schätzung, die bei 6,84 Milliarden Dollar gelegen hat. Der Nettogewinn betrug im Schlussquartal 2,16 Milliarden Dollar. Die globalen flächenbereinigten Umsätze stiegen um 5,7 Prozent. Die flächenbereinigten Umsätze in den USA erhöhten sich um 6,8 Prozent nach 2,4 Prozent im dritten Quartal. Der Wert übertraf laut Factset auch die Analystenerwartung von 5,4 Prozent. McDonald's plant eine aggressive globale Expansion und zielt darauf ab, bis Ende 2027 weltweit eine Zahl von 50.000 Restaurants zu erreichen. Ende 2024 gab es weltweit 43.477 Restaurants. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel um 0,4 Prozent nach. Die Aktien haben seit Jahresbeginn allerdings um gut 7 Prozent zugelegt.
Mit einem leichten Plus hat der schweizerische Aktienmarkt zur Wochenmitte den Handel beendet. Der SMI gewann 0,2 Prozent auf 13.547 Punkte. Bei den Einzelwerten ging es für die Schindler-Aktie nach den Ergebnissen zum vierten Quartal 2025 um 10,3 Prozent abwärts. Den Grund sahen die Analysten von JP Morgan in dem konservativen Ausblick. Die Analysten halten die Reaktion für überzogen - angesichts einer nur leichten Verfehlung beim Auftragseingang und bereits gesenkter Erwartungen nach den Berichten der Wettbewerber. Sie betrachten die Umsatzprognose als vorsichtig, aber auch wenig überraschend nach ähnlichen Signalen von Otis und Kone. Adecco knickten um 5,6 Prozent ein nach den Zahlen von Mitbewerber Randstad. Diese wurden als durchwachsen bezeichnet. Im Gefolge der über den Erwartungen ausgefallenen Zahlen von Siemens Energy für das erste Quartal des Geschäftsjahres ging es für die ABB-Aktie um 1,4 Prozent nach oben.
Europa
Etwas leichter haben die europäischen Aktienmärkte den Handel am Mittwoch beendet. Der DAX verlor 0,5 Prozent auf 24.856 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,2 Prozent nach unten. Die Viertquartalszahlen von ABN Amro (-2,5%) erfüllten die Erwartungen nicht. Mit kräftigen Aufschlägen von 11,6 Prozent zeigten sich die Aktien von Ahold Delhaize. Der Umsatz traf den erwarteten Rahmen, die Gewinnkennziffern legten im vierten Quartal etwas stärker zu als erwartet. Der Betriebsgewinn sprang sogar um 48 Prozent auf fast 900 Millionen Euro gegenüber Vorjahr. Dazu wird die Dividende leicht erhöht. Siemens Energy (+8,4%) legte nach Einschätzung von RBC sehr starke Erstquartalszahlen vor. Diese fielen auf der Ergebnisseite klar über den Erwartungen aus. Positiv hoben die Analysten den um 22 Prozent besser als erwartet ausgefallenen Auftragseingang hervor. Commerzbank gaben dagegen um 2 Prozent nach. Die Ergebnisse für das vierte Quartal und der aktualisierte Ausblick waren etwas enttäuschend, wie Keefe, Bruyette & Woods schrieb. Das deutsche Kreditinstitut habe durchwachsene Ergebnisse und einen Ausblick für dieses Jahr vorgelegt, der keine neuen Impulse setze, da er bereits weitgehend den Konsenserwartungen entspreche. Quer durch die Bank ging es für die Aktien aus dem Immobiliensektor nach oben. Vonovia legten um 2,8 Prozent zu, Tag um 2,9 und LEG Immobilien um 3,3 Prozent.
USA
Nach einem unerwartet gut ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht hat sich die Wall Street am Mittwoch mit einer leicht negativen Tendenz gezeigt. Der Dow-Jones-Index reduzierte sich um 0,1 Prozent auf 50.121 Punkte. Der S&P-500 schloss kaum verändert und der Nasdaq-Composite schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent. Unternehmensseitig machte erneut der geplante Verkauf der Film- und Fernsehstudios sowie des Streamingdienstes HBO Max von Warner an Netflix Schlagzeilen. Nach Ansicht von Ancora hat es Warner versäumt, sich ausreichend mit Paramount Skydance von David Ellison auseinanderzusetzen. Warner gewannen 0,7 Prozent und Paramount 1,6 Prozent. Dagegen verloren Netflix 3,2 Prozent. Die Aktien von Halliburton und SLB stiegen um 2,9 und 3,0 Prozent. Sie profitieren vom Anstieg des Ölpreises, aber auch davon, dass die US-Regierung nun auch Ausrüstern der Ölindustrie erlaubt, in Venezuela tätig zu werden. Der Kurs von Moderna fiel um 3,6 Prozent, nachdem die US-Gesundheitsbehörde es abgelehnt hat, den Antrag zur Genehmigung des Verkaufs eines neuen Grippeimpfstoffs des Pharmakonzerns zu prüfen. T-Mobile US hat im vierten Quartal weniger neue Mobilfunkkunden gewonnen als von Analysten erwartet, da sich der Wettbewerb zum Jahresende hin weiter verschärfte. Für die Aktie ging es nach anfänglichen Verlusten 5,1 Prozent nach oben. Mattel brachen um 24,9 Prozent ein. Der Spielzeughersteller hat ein enttäuschendes Weihnachtsgeschäft verzeichnet und eine enttäuschende Gewinnprognose für das laufende Jahr ausgegeben. Die Aktien der Fahrdienst-Plattform Lyft fielen nach durchwachsenen Zahlen für das vierte Quartal um 17 Prozent.
Asien
Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Donnerstag uneinheitlich. Der Kospi schiesst dank starker Kursgewinne bei Chipherstellern um 2,3 Prozent nach oben auf Rekordhöhen. In Tokio verbessert sich der Nikkei-225 nach der Pause anlässlich des Nationalfeiertags am Mittwoch um 0,2 Prozent auf 57.769 Punkte und verteidigt die kräftigen Gewinne von Montag und Dienstag, die er in Reaktion auf den überwältigenden Wahlsieg von Ministerpräsidentin Takaichi eingefahren hatte. Der Shanghai-Composite bewegt sich kaum vom Fleck, wohingegen der HSI in Hongkong um 1,1 Prozent deutlicher zurückfällt. Unter den Einzelwerten geht es in Seoul für das Schwergewicht Samsung Electronics um 5,5 Prozent nach oben, womit die Aktie ein Allzeithoch markiert.
Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 3 Basispunkte auf 4,18%, während die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihen um 5 Basispunkte auf 3,52 Prozent zulegte. Bei einer Emission zehnjähriger US-Staatsanleihen wurde die geringste Beteiligung indirekter Bieter, wozu ausländische Zentralbanken gehören, seit August verzeichnet. Weiterhin spricht die unerwartet gute Beschäftigungslage eher gegen baldige Zinssenkungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es bis Juni zu keinen Zinssenkungen kommt, stieg laut dem CME FedWatch Tool nach der Veröffentlichung der Daten von 24,8 auf 40,2 Prozent.
Analyse
Rating AMS Osram: Kepler Cheuvreux erhöht auf Hold (Reduce) - Ziel 8,80 (8) CHF
Kursziel Landis+Gyr: Berenberg senkt auf 70 (80) CHF - Buy
Kursziel Ems-Chemie: Julius Bär erhöht auf 680 (640) CHF - Hold
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