Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 19.02.2026 - 00:00
Die Zurich-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 erneut mehr verdient. Angesichts der guten Gewinnentwicklung sollen die Aktionärinnen und Aktionäre des Versicherers in den Genuss einer höheren Dividendenausschüttung kommen. Der Betriebsgewinn der Zurich rückte im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 8,86 Milliarden US-Dollar vor und der Reingewinn kletterte um 17 Prozent auf 6,80 Milliarden, wie der Konzern am Donnerstag veröffentlichte. In beiden Fällen bedeutet das Rekord. Damit hat die Zurich die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Vom guten Abschneiden werden auch die Aktionäre profitieren. Ihnen schlägt der Versicherer anlässlich der Generalversammlung vom 8. April die Zahlung einer um 2 Franken auf 30 Franken je Aktie erhöhten Dividende vor. Im 2025 profitierte Zurich, wie die Konkurrenz, von einer eher geringen Schadenlast aus Unwettern. Zurich strebt eine durchschnittliche Steigerung des Gewinns je Aktie von jährlich über 9 Prozent sowie eine Kapitalrendite auf dem Betriebsgewinn von über 23 Prozent an. Letztere lag 2025 mit 26,9 Prozent bereits über dem Zielwert.
Der Schweizer Aktienmarkt eilt weiter von Hoch zu Hoch. Der SMI legte um 0,4 Prozent zu auf das neuerliche Rekordhoch von 13.807 Punkten. In Hausse-Laune zeigte sich die Amrize-Aktie. Sie schoss um 13,3 Prozent nach oben, gefolgt vom Kursplus der Mutter Holcim von 2,9 Prozent. Die auf das US-Geschäft fokussierte Holcim-Tochter verfehlte zwar mit Viertquartalszahlen und Ausblick die Analystenschätzungen knapp, sorgte aber mit der Ankündigung einer Sonderdividende sowie eines Aktienrückkaufprogramms für kräftige Käufe. Die Analysten von Vontobel hoben zudem den starken freien Cashflow als positive Überraschung hervor. Um 2,7 Prozent nach oben ging es für UBS, in der zweiten Reihe gewannen Julius Bär 2,6 Prozent. Beide waren im Sog europaweit fester Bankaktien gesucht. Erneut in der Spitzengruppe fanden sich Alcon (+1,8%) und Kühne+Nagel (+2,7%). Zurich Insurance schlossen am Tag vor der Vorlage von Quartalszahlen mit einem Plus von 0,7 Prozent im Mittelfeld. Die am Vortag schon schwache Nestlé-Aktie gab erneut nach, und zwar um 0,8 Prozent. Auch der Lebensmittelriese wird am Donnerstag seine Bücher öffnen. Schlusslicht waren nachrichtenlos Swiss Re (-2,0%), noch hinter Givaudan mit einem Abschlag von 1,9 Prozent im Einklang mit europaweit schwachen Chemieaktien. Marktbeobachter erklärten das mit enttäuschenden Geschäftszahlen der niederländischen IMCD.
Europa
Für den Euro-Stoxx-50 ging es am Mittwoch um 1,4 Prozent auf 6.103 Zähler nach oben, der Index markiere damit wieder ein Rekordhoch. Dem DAX legte um 1,1 auf 25.278 Punkte zu. Unter den Branchenindizes legte jener der Bergbauunternehmen um 4,2 Prozent mit Abstand am stärksten zu. Dies lag laut Marktteilnehmern zum einen an steigenden Metallpreisen, zum anderen kam der Zahlenausweis von Glencore gut an. Die Aktie stieg um 4,5 Prozent. Spitzenreiter im Sektor waren Antofagasta, die um 10,6 Prozent nach oben schossen. Voestalpine gewannen 7,7 Prozent, Fresnillo 4,8 Prozent. Kräftige Gewinne gab es auch im Rüstungssektor, dessen Index um 2,9 Prozent zulegte. Treiber waren die sich ergebnislos hinziehenden Waffenstillstandsverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland, daneben aber auch starke Geschäftszahlen von BAE Systems. Die Aktie verteuerte sich um 4,0 Prozent. Leonardo, Rheinmetall und Thales legten ähnlich stark zu, ebenso Hensoldt und Renk. In Paris wurde die Aktie des Einzelhandelsriesen Carrefour nach der Zahlenvorlage mit einem Minus von 4,8 Prozent abgestraft. Der Supermarktbetreiber berichtete über ein leicht schwächer als erwartet ausgefallenes Geschäftsjahr 2025. Umsatz und operatives Ergebnis verfehlten den vom Unternehmen selbst zusammengestellten Analystenkonsens.
USA
Nach der Seitwärtstendenz an den Vortagen ist es am Mittwoch an der Wall Street mit den Indizes nach oben gegangen. Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 49.663 Punkte aus dem Tag, der breite S&P-500 stieg um 0,6 Prozent. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes legten um bis zu 0,8 Prozent zu. Nvidia kletterten um 1,5 Prozent, nachdem die Facebook-Mutter Meta angekündigt hatte, "Millionen" der von Nvidia entwickelten Grafikprozessoren Blackwell und Rubin zu kaufen. Meta schlossen 0,6 Prozent fester. Gesucht waren Aktien von Speichermedienherstellern. Seagate verteuerten sich um 2,0 Prozent und Sandisk stiegen um 1,7 Prozent, obwohl die frühere Mutter Western Digital angekündigt hatte, weitere Sandisk-Aktien zu veräussern. Western Digital zogen um 4,4 Prozent an. Palo Alto sackten um 6,8 Prozent ab. Das Cybersicherheitsunternehmen übertraf zwar mit den Quartalszahlen die Erwartungen und hob die Prognose für den Jahresumsatzes an, doch enttäuschte die Gewinnprognose für das laufende Quartal. Analog Devices wartete für das erste Geschäftsquartal mit einem höheren Gewinn und Wachstum der Auftragseingänge auf. Der Markt quittierte das mit einem Plus von 2,6 Prozent. Cadence Design Systems verbesserten sich um 7,5 Prozent, getrieben von stark ausgefallenen Geschäftszahlen. Garmin machten einen Satz um 9,4 Prozent. Der Hersteller von Smartwatches und GPS-basierten Navigationsgeräten übertraf gewinnseitig die Prognosen und gab dazu eine starke Prognose für 2026 ab. Palantir Technologies zogen um 1,7 Prozent an, nachdem Mizuho die Aktie des Datenanalyseunternehmens von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft hatte. Kenvue stiegen um 2,4 Prozent. Der Hersteller des Schmerzmittels Tylenol (Paracetamol) und Marken wie Listerine oder Neutrogena verdiente im Quartal mehr als erwartet. New York Times verteuerten sich um 2,0 Prozent, nachdem der Investor Berkshire Hathaway eine neue Beteiligung aufgebaut hat.
Asien
An den Börsen in Ostasien dominieren am Donnerstag positive Vorzeichen. Am südkoreanischen Aktienmarkt steigt der Kospi nach der Feiertagspause um 2,9 Prozent. Der Kurs des Indexschwergewichts Samsung Electronics klettert um rund 4 Prozent und markierte zwischenzeitlich ein Rekordhoch. SK Hynix gewinnen 1,2 Prozent. An der Technologiebörse Kosdaq war der Handel zwischenzeitlich ausgesetzt, nachdem diese um über 6 Prozent gestiegen war. In Tokio geht es mit dem Nikkei um 0,8 Prozent aufwärts auf 57.594 Punkte. Auch hier greifen die Anleger bei Chipaktien zu. Advantest fallen gegen die positive Tendenz um 3,1 Prozent, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hat, dass es Opfer eines Hackerangriffs geworden ist.
Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 3 Basispunkte auf 4,08%. Das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung war falkenhaft ausgefallen und eher keine Neigung der Notenbanker zeigte, die Zinsen zu senken.
Analyse
Kursziel SGS: Jefferies erhöht auf 100 (90) CHF - Hold
Kursziel Novartis: Julius Bär erhöht auf 130 (100) CHF - Hold
Kursziel Roche: Berenberg erhöht auf 340 (320) CHF - Hold
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