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Sika erhöht trotz Gewinnrückgang die Dividende

Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Fri, 20.02.2026 - 00:00

Thema des Tages

Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika musste im Geschäftsjahr 2025 einen Gewinnrückgang hinnehmen. Gebremst haben negative Währungseffekte, der schwache chinesische Baumarkt sowie der Shutdown der US-Regierung zum Jahresende. Der Umsatz schrumpfte - wie bereits auf provisorischer Basis im Januar veröffentlicht - in Lokalwährungen um 4,8 Prozent auf 11,20 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Dazu trug vor allem der starke Schweizer Franken bei: Den negativen Währungseffekt beziffert Sika auf 5,4 Prozent. Auch bei der Profitabilität musste Sika Abstriche machen. Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA sank um 9,0 Prozent auf 2,06 Milliarden Franken. Die entsprechende Marge erreichte 18,4 Prozent, nach 19,3 Prozent im Vorjahr. Darin eingerechnet sind 108 Millionen Franken, die im Berichtsjahr für das Effizienzprogramm "Fast Forward" ausgegeben wurden und den Betriebsgewinn um 86 Millionen drückten. Diese ausgeklammert, hätte sich die Marge auf 19,2 Prozent belaufen. Unter dem Strich verzeichnete der Bauzulieferer einen deutlichen Rückgang. So sank der Reingewinn um 16,2 Prozent auf 1,05 Milliarden Franken. Die Dividende soll dennoch um 10 Rappen auf 3,70 Franken je Aktie steigen. Damit wurden die Erwartungen der Analysten knapp erfüllt, bei der Ausschüttung jedoch übertroffen. Auch in 2026 rechnet Sika mit verhaltenen Marktbedingungen und einem Rückgang des zugrunde liegenden Marktes im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Schweizer Aktien

Nach dem Rekordhoch vom Vortag hat der SMI am Donnerstag knapp behauptet tendiert. Als grosse Stütze erwies sich das Schwergewicht Nestlé, das nach den Einbussen der Vortage mit einem Plus von 3,9 Prozent aus dem Tag ging. Der SMI verlor 0,1 Prozent auf 13.800 Punkte. Der Lebensmittelriese Nestlé hatte nicht nur Quartalszahlen vorgelegt, die gut ankamen, sondern auch mitgeteilt, sich von seinem Eiscremegeschäft zu trennen. Nestlé will ausserdem ihre Sparte für Wasser und Premium-Getränke bis 2027 abstossen. Künftig soll es nur noch die vier Geschäftsbereiche Kaffee, Tiernahrung, Ernährung und Lebensmittel geben. Mit Geschäftszahlen wartete auch Zurich Insurance auf. Der Versicherer erzielte in allen Geschäftsbereichen Rekordjahresergebnisse und meldete für 2025 unter anderem einen Anstieg des Nettogewinns um 17 Prozent auf 6,80 Milliarden Dollar. Die Konsensschätzung hatte bei 6,53 Milliarden Dollar gelegen. Nachdem die Aktie an den vorangegangenen vier Handelstagen zugelegt hatte, gab sie um 1,6 Prozent nach. Hier dürften einige Akteure die guten Zahlen zu Gewinnmitnahmen genutzt haben. Richemont gaben um 1 und Swatch um 2 Prozent nach. Hier drückten die im Januar gesunkenen Schweizer Uhrenexporte im Umfeld von Zöllen in den USA, Gegenwind von der Währungsseite und einem allgemeinen Nachfragerückgang bei Luxusgütern. Klar schwächster Titel im SMI waren Partners Group mit einem nachrichtenlosen Minus von 5,1 Prozent. Mit UBS (-2,0%) und Julius Bär (-0,8%) fanden sich auch andere Aktien aus dem Finanzsektor auf der Verliererseite. Amrize gaben nach der Hausse vom Vortag mit Gewinnmitnahmen um 1,6 Prozent nach.

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben das Vortagesplus am Donnerstag nahezu wieder abgegeben. Der DAX verlor 0,9 Prozent auf 25.044 Punkte, der Euro-Stoxx-50 schloss nach dem Rekordhoch am Vortag 0,7 Prozent tiefer bei 6.060 Punkten. Mit Blick auf die Branchen in Europa handelten die Aktien der Automobilhersteller 1,2 Prozent leichter. Hier belastete die Aktie von Renault (-3,1%). Die Franzosen erwarten in diesem Jahr einen weiteren Rückgang der Margen, da eine internationale Expansion und ein wachsender Anteil am Verkauf von Elektrofahrzeugen angestrebt wird. Renault plant, in diesem Jahr ihre Modellpalette in Europa mit einem Fokus auf Elektro- und Hybridmodelle zu erneuern und zu erweitern. Für den Versorgungssektor ging es um 1,9 Prozent abwärts, Centrica stellten mit minus 5,2 Prozent den Verlierer. Der britische Energiekonzern hatte sein Aktienrückkaufprogramm ausgesetzt und angesichts eines schwierigen Marktumfelds einen Nettoverlust für das Gesamtjahr verbucht. Die guten Geschäftszahlen von Airbus im Schlussquartal 2025 wurden vom Ausblick für 2026 überschattet. Der Konzern muss den Produktionshochlauf der Modellreihe A320 wegen Engpässen bei Triebwerkslieferungen drosseln. Der Kurs verlor 6,7 Prozent. Geschäftszahlen legten auch Knorr-Bremse (+4,1%) und Krones (-7,1%) vor.

USA
Die Gewinne vom Vortag an den US-Börsen sind am Donnerstag wieder verlorengegangen. Der Dow-Jones-Index büsste 0,5 Prozent auf 49.395 Punkte ein. Der breite S&P-500 gab um 0,3 Prozent nach, die techniklastigen Nasdaq-Indizes sanken um bis zu 0,4 Prozent nach. Das Papier des Landmaschinenherstellers Deere verteuerte sich nach einem überzeugenden Geschäftsausweis und einer Erhöhung der Gewinnerwartung um 10,3 Prozent. Caterpillar gewannen im Sog 1,1 Prozent. Carvana rutschten um 8,5 Prozent ab, nachdem der Gebrauchtwagenhändler ergebnisseitig enttäuscht hatte. Noch stärker unter die Räder kamen Avis Budget mit einem Kurseinbruch von 21,5 Prozent. Der Autovermieter muss Abschreibungen auf seine Elektroautoflotte vornehmen und schreibt rote Zahlen bei sinkenden Umsätzen. Für die Walmart-Aktie ging es um 1,3 Prozent nach unten, allerdings nahe am Allzeithoch. Der Einzelhandelsriese steigerte in seinem jüngsten Quartal zwar den Umsatz stark, der Ausblick fiel aber eher verhalten aus und verfehlte die Marktschätzungen. Etsy sprangen um 9,3 Prozent nach oben mit dem Verkauf der Secondhand-Modeplattform Depop für etwa 1,2 Milliarden Dollar an Ebay. Zusätzlich trieben aber auch gute Etsy-Geschäftszahlen den Kurs. Die Reiseagentur Booking übertraf im Berichtsquartal Gewinn- und Umsatzerwartungen knapp. Für die Aktie ging es dennoch um 6,1 Prozent südwärts. Klarna knickten um rund 27 Prozent ein. Der vorsichtige Ausblick des Anbieters von "Buy now, pay later"-Dienstleistungen enttäuschte und überlagerte solide ausgefallene Quartalszahlen. Occidental Petroleum wurden nach durchwachsen ausgefallenen Geschäftszahlen 9,4 Prozent höher gehandelt, weil der zuversichtliche Ausblick gut ankam.

Asien
Am Freitag dominieren negative Vorzeichen an den Börsen in Ostasien. Die festlandchinesischen Börsen sind am Freitag und am Montag noch wegen der Feiertage zum chinesischen Neujahrsfest geschlossen. In Hongkong fällt der Hang-Seng-Index am ersten Handelstag nach der Feiertagspause um 0,7 Prozent. Unter den Einzelwerten fallen Alibaba um 3,7 Prozent. Der Hedgefonds Appaloosa hat seine Beteiligung an Alibaba reduziert. In Tokio gibt der Nikkei-225-Index um 1,1 Prozent nach auf 56.811 Punkte. In Seoul geht es derweil mit dem Kospi um 2,3 Prozent nach oben auf ein neues Rekordhoch. Gesucht sind mit der Ungewissheit um die Entwicklung im Iran Rüstungsaktien wie Hanwha Systems, deren Kurs um fast 11 Prozent nach oben springt. Hyundai Rotem gewinnen 3,8 Prozent. Die Aktien des Chipherstellers SK Hynix verteuern sich um 6 Prozent.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt verharrte die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen bei 4,08 Prozent. Heute wird der PCE-Index der persönlichen Konsumausgaben veröffentlicht, ein bevorzugtes Mass der US-Notenbank bei der Steuerung ihrer Zinspolitik.

Analyse
Kursziel Swisscom: Goldman Sachs erhöht auf 470 (450) CHF - Sell
Kursziel Straumann: Barclays senkt auf 114 (120) CHF - Overweight
Kursziel Amrize: Berenberg erhöht auf 70 (64) USD - Buy
Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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