Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Tue, 24.02.2026 - 00:00
Enel will im Rahmen eines Dreijahresplans die Ausgaben in allen Geschäftsbereichen erhöhen und die Renditen für die Aktionäre erhöhen. Der in Rom ansässige Energieversorger legte jetzt seine Ziele bis 2028 fest. Danach sollen die Bruttoinvestitionen auf rund 53 Milliarden Euro steigen - ein Plans von rund 10 Milliarden Euro gegenüber dem vorherigen Dreijahresplan, der bis Ende 2025 lief. Mehr als 26 Milliarden Euro sollen in sein integriertes Geschäft fliessen, der Grossteil davon in Europa und Nordamerika. Weitere mehr als 26 Milliarden Euro sind für den Netzbereich vorgesehen. Enel strebt ferner an, den Gewinn pro Aktie bis Ende 2028 auf 0,80 bis 0,82 Euro zu steigern. Im Vergleich dazu rechnet das Unternehmen für 2025 mit einem Gewinn von rund 0,69 Euro. Die Dividende pro Aktie soll bis 2028 um rund 6 Prozent auf Basis einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate steigen, ausgehend von 0,49 Euro für 2025.
Gut behauptet hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Montag beendet. Der SMI gewann 0,1 Prozent auf 13.871 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und sieben -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 20,6 (Vortag: 27,87) Millionen Aktien. Schwächster Wert im SMI waren Partners Group, die um 8,4 Prozent absackten. Beobachter machten dafür Befürchtungen verantwortlich, dass Künstliche Intelligenz (KI) das bisherige Geschäftsmodell des Unternehmens bedrohen könnte. Auch andere Technologiewerte wurden verkauft. In der zweiten Reihe betraf dies VAT (-2,1%) und Inficon (-1,5%). Besser als der Markt hielten sich die Pharma-Schwergewichte Novartis (+1,2%) und Roche (+0,7%). Auch die ebenfalls als defensiv geltenden Swisscom (+1,8%) erfreuten sich reger Nachfrage und führten die Gewinner im SMI an. Käufer fanden ferner die Aktien des Versicherers Zurich Insurance. Die Aktien verbesserten sich um 1,3 Prozent. Swiss Life (-0,1%) und Swiss Re (-0,2%) drehten im späten Handel leicht ins Minus.
Europa
Der europäische Aktienmarkt ist mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Der DAX verlor 1,1 Prozent auf 24.992 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 hielt sich mit Abgaben von 0,3 Prozent auf 6.114 Punkte besser, unter anderem dank Aufschlägen bei Luxusgüter-Aktien. Am Anleihemarkt zogen die Kurse kräftig an, die Renditen gaben also nach. Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro volatil und stand zu Börsenschluss bei 1,1803 Dollar. Die Krisenwährung Gold verteuerte sich um mehr knapp 2 Prozent und kletterte über die Marke von 5.200 Dollar. Einen Kursrutsch von 16,5 Prozent erlebte die Novo-Nordisk-Aktie. Auslöser war die Nachricht, dass der experimentelle Gewichtssenker CagriSema in einer direkten klinischen Studie nicht den Erfolg des Eli Lilly-Präparats Zepbound übertreffen konnte. Aktien von Luxusgüter-Aktien zeigten sich europaweit fest. Für Kering ging es um 3,1, für Burberry um 0,5 und für LVMH um 0,6 Prozent nach oben. Analysten wie die von Bernstein, sehen das jüngste Zollurteil in den USA als gute Nachricht für den Sektor zumal sie bedeutend in die USA exportiere. Andere Marktteilnehmer sahen die Kursgewinne auch im Zusammenhang mit neuen Daten aus China, dem wichtigsten Exportland. Die Daten zu den chinesischen Neujahrsfeiertagen deuten laut den Citi-Analysten auf eine allgemein robuste Binnennachfrage hin. Mit minus 3,4 Prozent schlossen SAP einmal mehr deutlich niedriger. Es drückte weniger die Zollpolitik der US-Regierung sondern eher weiter die Sorge vor möglichen KI-Disruptionen auf das Geschäftsmodell von Software-Anbietern. Gegen den Trend schlossen dagegen Infineon 1,5 Prozent fester. Der Chiphersteller will für bis zu 200 Millionen eigene Aktien über die Börse zurückkaufen.
USA
Neue Zoll-Unsicherheiten und Angst vor Verwerfungen durch Künstliche Intelligenz (KI) haben zum Wochenstart die US-Aktienmärkte belastet. Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA am Freitag die globalen Zölle von US-Präsident Donald Trump für unrechtmässig erklärt hatte, verhängte Trump im Anschluss neue Zölle. Er beruft sich nun auf Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 und erhebt einen globalen Basiszoll von 15 Prozent, der zunächst 150 Tage eingesetzt werden kann, um aussenwirtschaftliche Ungleichgewichte zu korrigieren. Der Dow-Jones-Index fiel um 1,7 Prozent auf 48.804 Punkte. Der S&P-500 schloss 1 Prozent niedriger, und der Nasdaq-Composite büsste 1,1 Prozent ein. Den 712 (Freitag: 1.639) Kursgewinnern an der Nyse standen 2.046 (1.114) -verlierer gegenüber. Unverändert gingen 60 (82) Titel aus dem Handel. Für die Aktie von Eli Lilly ging es um 4,8 Prozent nach oben. Auslöser war die Nachricht, dass der experimentelle Gewichtssenker CagriSema von Novo Nordisk in einer direkten klinischen Studie nicht den Erfolg des Eli-Lilly-Präparats Zepbound übertreffen konnte. Merck & Co (+1,3%) wird seinen Geschäftsbereich Humanmedizin in zwei Sparten aufteilen. Eine davon wird die Krebs-Medikamente umfassen, darunter auch das Blockbustermedikament Keytruda. Die zweite Sparte - der Geschäftsbereich Specialty, Pharma and Infectious Diseases - wird die anderen Produkte verkaufen, darunter den HPV-Impfstoff Gardasil, das Diabetes-Medikament Januvia und neuere Produkte wie das Lungenmittel Winrevair. Arcellx haussierten um 77,4 Prozent auf 113,76 Dollar. Gilead Sciences gab bekannt, das Biotechnologieunternehmen für 115 Dollar pro Aktie in bar zu kaufen, was einem impliziten Eigenkapitalwert von 7,8 Milliarden Dollar entspricht. Die Investoren von Arcellx erhalten ausserdem nicht übertragbare bedingte Wertrechte von bis zu 5 Dollar pro Aktie. Die Aktien von Gilead fielen um 1 Prozent.
Asien
Die meisten asiatischen Aktienmärkte trotzen am Dienstag den herben Abgaben der Wall Street und legen vereinzelt sogar deutlich zu. Das gilt nach der Feiertagspause vor allem für die Börsen in Tokio und Schanghai, denen Händler Nachholpotenzial unterstellen. Die chinesischen Festlandsmärkte eröffnen erstmals nach den neuntägigen Neujahrsfeiertagen wieder und melden sich gestärkt zurück. Auffallend ist, dass die meisten Märkte im Verlauf tendenziell zulegen. Dies gilt auch für den Nikkei-225 in Japan, der nach einem verhaltenen Beginn nun um 1,0 Prozent auf 57.386 Punkte steigt.
Obligationen
Die Notierungen am US-Anleihemarkt legten mit der Verunsicherung zu. Die Rendite zehnjähriger Papiere verlor im Gegenzug 6 Basispunkte auf 4,03 Prozent.
Analyse
UBS senkt Valiant auf Neutral (Buy) – Ziel 168 (155) CHF
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