Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 26.02.2026 - 00:00
Nvidia hat im ersten Geschäftsquartal bei Umsatz und Gewinn Rekordniveaus verzeichnet. Dies könnte Bedenken hinsichtlich einer möglichen Blasenbildung bei Künstlicher Intelligenz (KI) zerstreuen, die in den vergangenen Monaten die Märkte erschüttert hatten. Die Aktie legte in einer ersten Reaktion auf die Zahlen im nachbörslichen US-Handel um 2,7 Prozent zu. Der Chiphersteller berichtete über einen Nettogewinn im vierten Quartal von 43 Milliarden Dollar, ein Anstieg um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, bei einem Umsatz von 68,1 Milliarden Dollar, was einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Konsensschätzungen deutlich übertraf. Von FactSet befragte Analysten hatten für das Quartal einen Nettogewinn von 37,5 Milliarden Dollar und einen Umsatz von 66,1 Milliarden Dollar prognostiziert. Mit jedem Quartal wächst der Druck auf Nvidia - mit einem Börsenwert von fast 5 Billionen Dollar das weltweit grösste börsennotierte Unternehmen -, die Erwartungen der Wall Street zu übertreffen. "Es reicht nicht mehr aus, dass Nvidia gute Quartalsergebnisse liefert. Sie müssen perfekte Quartalsergebnisse liefern", sagte Daniel Newman, Geschäftsführer des Technologieberatungsunternehmens Futurum Group.
Mit einem kleinen Minus hat sich der Aktienmarkt in der Schweiz am Mittwoch aus dem Handel verabschiedet. Im Blick standen einige Unternehmensergebnisse, überwiegend aus der zweiten Reihe. Der SMI verlor 0,1 Prozent auf 13.977 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich zehn Kursverlierer und zehn -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 20,03 (Vortag: 22,32) Millionen Aktien. Etwas gebremst wurde der SMI von der schwergewichteten Roche-Aktie, die um 1,3 Prozent nachgab. Kräftig unter Druck standen zudem Givaudan, die am Vortag mit an der Spitze der Gewinner im SMI gestanden hatten und nun 2,2 Prozent abgaben. Richemont verbilligten sich nachrichtenlos um 2,4 Prozent. Logitech (-1,4%) wurden abermals von KI-Ängsten belastet. Alcon gewannen nach einem schwachen Start 4,4 Prozent. Die Zahlen zum vierten Quartal hätten mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen gelegen, kommentierten die Analysten von Vontobel. Der Ausblick auf 2026 übertreffe die Konsensschätzungen. Die Analysten von Berenberg verwiesen auf ermutigende Aussagen des Managements während der Telefonkonferenz des Augenheilkundespezialisten.
Europa
Mit Gewinnen haben die europäischen Aktienmärkte zur Wochenmitte den Handel beendet. Keine Akzente und damit auch kein Störfeuer gingen von der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Lage der Nation aus. In dieser verteidigte er erwartungsgemäss seine harte Linie bei Zöllen und zeichnete ein rosiges Bild der US-Wirtschaft. Schwache deutsche GfK-Konsumklimadaten bewegten ebenso wenig wie die wie erwartet ausgefallene Revision des deutschen BIP im vierten Quartal 2025. Wie in der ersten Lesung betrug das Wirtschaftswachstum in Deutschland 0,3 Prozent. Der DAX schloss 0,8 Prozent höher bei 25.176 Punkten und sprang damit wieder über die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,9 Prozent auf 6.173 Punkte. Hier stützten vor allem Gewinne bei den Rohstoff-Aktien. Deren Subindex erhöhte sich um 2,9 Prozent. Am Ende des Tableaus rangierten die Aktien der Lebensmittel- und Getränkehersteller mit einem Minus von 2,0 Prozent nach enttäuschenden Zahlen von Diageo. Bei den Einzelwerten ging es für Diageo um 12,7 Prozent abwärts. Der Getränke-Konzern hat seine Jahresprognose aufgrund der Schwäche in den USA gesenkt und seine Dividende gekürzt, um einen Sanierungsplan zu finanzieren. Im Fahrwasser fielen Pernod Ricard und Remy Cointreau um bis zu 7,9 Prozent, in Mailand verloren Campari 5,0 Prozent. Leonardo reduzierten sich um 3,8 Prozent. Die Ergebnisse des Rüstungskonzerns haben nach Einschätzung der Analysten von Bernstein trotz einer Verlangsamung in den wichtigen Geschäftsbereichen Hubschrauber und Elektronik im vierten Quartal die hohen Erwartungen erfüllt.
USA
Die positive Tendenz an der Wall Street hat sich zur Wochenmitte fortgesetzt. Vor den wichtigen Quartalszahlen von Nvidia nach der Schlussglocke setzte sich eine freundliche Stimmung durch. Der Markt rechnet erneut mit Rekordzahlen des Konzerns, viel wichtiger werden jedoch der Ausblick und die Investitionen in den KI-Bereich. Für den Dow-Jones-Index ging es um 0,6 Prozent auf 49.482 Punkte nach oben. Der S&P-500 gewann 0,8 Prozent und der Nasdaq-Composite rückte um 1,3 Prozent vor. An der Nyse wurden 1.584 (Dienstag: 1.778) Kursgewinner und 1.154 (949) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 70 (96) Titel. Zudem wird Salesforce nach der Schlussglocke einen Blick in die Bücher gewähren. Die Aktie ging 3,5 Prozent höher aus dem Handel. Bei den Einzelwerten knickten die Aktien von First Solar um 13,6 Prozent ein. Das Photovoltaik-Unternehmen verfehlte mit den Ergebnissen für das vierte Quartal die Erwartungen. Zudem gab First Solar einen schwachen Umsatzausblick. Workday drehten nach anfangs deutlichen Verlusten ins Plus und gewannen 2,3 Prozent. Der Anbieter von Personalverwaltungssoftware verfehlte mit den Zahlen die Erwartungen des Marktes. Das Unternehmen hat zudem für die Abonnement-Umsätze, die den Grossteil der Erlöse ausmachen, ein langsameres Wachstum prognostiziert. Gleichwohl bestätigten mehrere Analysten ihre positiven Einschätzungen zu der Aktie. Das Board von Warner Bros. Discovery will in weiteren Gesprächen mit Paramount ausloten, ob ein besserer Vorschlag als die bereits erzielte Vereinbarung mit Netflix erzielt werden könne. Sollte Warner zu dem Schluss kommen, dass es einen besseren Vorschlag von Paramount bekäme, hätte Netflix vier Werktage Zeit, um nachzuverhandeln und Änderungen an der vorgeschlagenen Transaktion vorzuschlagen, teilte Warner mit.
Asien
Nach den jüngsten Rekordständen in Tokio, Seoul und Sydney marschieren die asiatischen Börsen am Donnerstag weiter nach oben.
Obligationen
Am US-Anleihemarkt legten die Renditen am Mittwoch leicht zu. Im zehnjährigen Bereich ging es um knapp 1,0 Basispunkt auf 4,04 Prozent nach oben.
Analyse
UBS erhöht Bayer-Ziel auf 48 (32) EUR – Neutral
Bank of America erhöht HSBC-Ziel auf 1.500 (1.450) p – Buy
Bank of America erhöht ASMI-Ziel auf 858 (792) EUR – Buy
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