Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Mon, 23.03.2026 - 00:00
UBS hat für die USA eine Lizenz erhalten, mit der die Grossbank im US-Markt vollumfängliche Bankdienstleistungen anbieten kann. Die Lizenz ist Teil der Strategie, die Einlagen und Investitionen wohlhabender Amerikaner zu gewinnen und die Position im weltweit grössten Vermögensmarkt auszubauen. Die am Freitag von den US-Aufsichtsbehörden genehmigte nationale Banklizenz soll der UBS helfen, über ihre traditionelle Klientel der Superreichen hinaus in einen Pool von wohlhabenden und nicht ganz so extrem reichen Kunden zu expandieren. Die Region Amerika ist für die UBS bereits das grösste Sparte in der Vermögensverwaltung. Sie macht etwa die Hälfte der investierten Vermögenswerte und der Einnahmen aus. Die Region weist jedoch eine viel höhere Kostenbasis auf. Eine Ausweitung des Bankgeschäfts ist eine Möglichkeit, mehr Einlagen zu sammeln und die Region profitabler zu machen.
Der schweizerische Aktienmarkt hat am Freitag nach zweitägiger Talfahrt erneut mit Abgaben geschlossen. Der SMI verlor 1,1 Prozent auf 12.321 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 18 Kursverlierer und zwei -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 78,12 (zuvor: 29,05) Millionen Aktien. Der grosse Verfall sei bereits am Vortag weitgehend durch Verkäufe abgearbeitet worden, hiess es. Gleichwohl belastete er etwas. Die Kursentwicklung der Einzelwerte war kaum mit der Meldungslage zu den Titeln in Einklang zu bringen, die meisten Titel sanken mit dem breiten Markt. Belastet wurde der Leitindex von Verlusten der defensiven Schwergewichte. Nestle und Roche verloren 1 bzw. 1,6 Prozent. Novartis gaben 1,1 Prozent ab. Der Pharmakonzern stärkte sein Onkologiegeschäft mit einem milliardenschweren Zukauf. Vereinbart wurde mit Synnovation Therapeutics die Übernahme eines experimentellen Brustkrebsmedikaments für bis zu 3 Milliarden US-Dollar. Novartis habe mit der geplanten Übernahme einen wichtigen Schritt gemacht, urteilte Analyst Stefan Schneider von Vontobel. Holcim stiegen um 1,7 Prozent, das Unternehmen könnte vom Wiederaufbau im Nahen Osten profitieren. Unter den Nebenwerten sanken Implenia trotz des Erhalts zahlreicher Hochbau-Aufträge um 1,8 Prozent. Cham Swiss Properties sanken nach Geschäftsausweis um 5 Prozent. Mobilezone (+1,2%) meldete Zukäufe.
Europa
Der schweizerische Aktienmarkt hat am Freitag nach zweitägiger Talfahrt erneut mit Abgaben geschlossen. Der SMI verlor 1,1 Prozent auf 12.321 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 18 Kursverlierer und zwei -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 78,12 (zuvor: 29,05) Millionen Aktien. Der grosse Verfall sei bereits am Vortag weitgehend durch Verkäufe abgearbeitet worden, hiess es. Gleichwohl belastete er etwas. Die Kursentwicklung der Einzelwerte war kaum mit der Meldungslage zu den Titeln in Einklang zu bringen, die meisten Titel sanken mit dem breiten Markt. Belastet wurde der Leitindex von Verlusten der defensiven Schwergewichte. Nestle und Roche verloren 1 bzw. 1,6 Prozent. Novartis gaben 1,1 Prozent ab. Der Pharmakonzern stärkte sein Onkologiegeschäft mit einem milliardenschweren Zukauf. Vereinbart wurde mit Synnovation Therapeutics die Übernahme eines experimentellen Brustkrebsmedikaments für bis zu 3 Milliarden US-Dollar. Novartis habe mit der geplanten Übernahme einen wichtigen Schritt gemacht, urteilte Analyst Stefan Schneider von Vontobel. Holcim stiegen um 1,7 Prozent, das Unternehmen könnte vom Wiederaufbau im Nahen Osten profitieren. Unter den Nebenwerten sanken Implenia trotz des Erhalts zahlreicher Hochbau-Aufträge um 1,8 Prozent. Cham Swiss Properties sanken nach Geschäftsausweis um 5 Prozent. Mobilezone (+1,2%) meldete Zukäufe.
USA
Wall Street hat ihre Abschläge am Freitag im Verlauf ausgebaut. Wieder gestiegene Erdölpreise belasteten die US-Börsen. Der hohe Ölpreis schürte einerseits Inflations- und andererseits Wachstumsängste. Dieses Stagflationsumfeld lieferte kaum Kaufargumente für Aktien. In den vergangenen Tagen hatten die wichtigsten Notenbanken weltweit die Inflationsgefahren thematisiert – bedingt durch den Ölpreisschock. "Wo wir letztlich landen werden, hängt fast ausschliesslich vom Ölpreis ab. Heute stehen keine wirtschaftlichen oder bedeutenden Unternehmensdaten auf dem Kalender, daher werden geopolitische Schlagzeilen die Marktentwicklung bestimmen", erläuterte Marktstratege Paul Hickey von Bespoke Investment Group. Der Dow-Jones-Index gab um 1 Prozent auf 45.577 Punkte nach, S&P-500 und Nasdaq-Composite büssten 1,5 bzw. 2 Prozent ein. An der Nyse wurden 375 (Donnerstag: 1.188) Kursgewinner und 2.409 (1.583) -verlierer gezählt. Unverändert gingen 23 (49) Titel aus dem Handel. Eine Deeskalation des Irankrieges war weiter nicht in Sicht. Das US-Verteidigungsministerium entsendet drei weitere Kriegsschiffe und Tausende zusätzliche Marine-Infanteristen in den Nahen Osten. Aus dem Iran kamen derweil neue Drohungen. Unter den Einzelaktien brachen Super Micro Computer um 33,3 Prozent ein. Zwei Angestellte des Unternehmens waren verhaftet worden wegen des Verdachts, illegal Server nach China verkauft zu haben. In diesen sollen Nvidia-Chips verbaut gewesen sein, die gemäss geltender US-Gesetze nicht nach China hätten exportiert werden dürften. Nvidia gaben um 3,1 Prozent nach. Wettbewerbertitel von Super Micro legten dagegen zu: Dell verteuerten sich um 0,9 Prozent. Derweil kletterten Fedex um 0,9 Prozent. Der Logistiker hatte nach einem guten dritten Geschäftsquartal seine Jahresziele erhöht. Planet Labs schnellten nach starken Geschäftszahlen des Erdbeobachtungsunternehmens um 25,6 Prozent nach oben.
Asien
Die asiatischen Aktienmärkte stehen zu Wochenbeginn unter deutlichem Abgabedruck. US-Präsident Donald Trump hat mit der Zerstörung von Irans Kraftwerken gedroht, sollte das Land seine Blockade der Strasse von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden beenden. Der Iran hat für solch einen Fall mit Vergeltungsschlägen gedroht. Dies schürt Sorgen vor einer weiteren Eskalation. Besonders deutlich geht es für den Kospi in Seoul nach unten, der 5,9 Prozent verliert. Der Handel war wegen der hohen Verluste im Verlauf kurzzeitig ausgesetzt.
Obligationen
Am US-Anleihemarkt zogen die Renditen zum Wochenschluss mit den Inflationssorgen deutlich an. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen stieg um deutliche 10 Basispunkte auf das Tageshoch von 4,39 Prozent.
Analyse
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