Morning News

Nestle-Wassersparte könnte mit 5 Milliarden bewertet werden

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Mon, 30.03.2026 - 00:00

Thema des Tages

Nestle macht Fortschritte bei dem geplanten Verkauf von Teilen seines Wasser-Geschäft, berichtet die Financial Times (FT) unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen. Zum Wassergeschäft gehören Marken wie Perrier und San Pellegrino. Die Investmentgruppen CD&R, KKR und PAI befinden sich laut FT in der nächsten Bieterrunde für einen Anteil von 50 Prozent an der Sparte. Dabei könnte das gesamte Geschäft mit rund 5 Milliarden Euro bewertet werden. Ein weiteres Unternehmen, Platinum Equity, hat ebenfalls Interesse an dem Deal gezeigt, schreibt die Zeitung weiter. Nestle, CD&R, KKR und PAI lehnten eine Stellungnahme gegenüber der FT ab. Platinum reagierte der Zeitung zufolge nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

Schweizer Aktien

Die verworrenen und offenbar stockenden diplomatischen Bemühungen um einen Waffenstillstand im Iran-Krieg haben am Freitag an der Schweizer Börse erneut für Kursverluste gesorgt. Der SMI verlor 0,6 Prozent auf 12.570 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 16 Kursverlierer und 4 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 18,92 (Donnerstag: 20,99) Millionen Aktien. Unter den wenigen Kursgewinnern fanden sich Aktien von Versicherern, die als vergleichsweise wenig zyklisch gelten. Dazu eröffnet das seit dem Kriegsausbruch erhöhte Zinsniveau den Assekuranzen rentablere Anlagen der Versichertengelder. Swiss Re legten um 0,7, Swiss Life um 0,1 Prozent zu. Zurich Insurance tendierten wenig verändert. Am Ende im SMI lagen Swisscom mit einem Minus von 3,9 Prozent. Die Aktie wurde allerdings ex Dividende gehandelt. Mit Nestle hielt sich ein weiteres Schwergewicht gut, der Kurs der als defensiv geltenden Aktie stieg um 0,2 Prozent.

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Börsen haben am Freitag angesichts weiter gestiegener Ölpreise erneut unter Abgabedruck gestanden. Vielem Anleger dürften vor dem Wochenende wegen des Schlagzeilenrisikos zum Iran-Krieg auf Nummer sicher gegangen sein und sich von Positionen getrennt haben. Der DAX verlor 1,4 Prozent auf 22.301 Punkte, der Euro-Stoxx-50 sank um 1,1 Prozent. Die europäische Rohölsorte Brent verteuerte sich um 3,2 Prozent auf über 111 Dollar das Fass und näherte sich damit dem Hoch seit Ausbruch des Irankriegs von rund 120 Dollar. Astrazeneca lagen mit einem Plus von 3,7 Prozent im Stoxx-50 vorn. Ein Medikamentenkandidat des Pharmakonzerns für Lungenerkrankungen erreichte in zwei fortgeschrittenen klinischen Studien das primäre Ziel. Im Handel war von ermutigenden Studienergebnissen die Rede. Im DAX lagen BASF mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent an der Spitze - begünstigt von europaweit gesuchten Roh- und Grundstoffwerten, der Sektor im Stoxx-50 gewann 1,4 Prozent. Die Titel waren zuletzt schon besser als der breite Markt gelaufen. BASF hat seine Finanzbeteiligung am britischen Öl- und Gaskonzern Harbour Energy (-2,8%) von mehr als 41 auf etwa 35 Prozent reduziert für einen Gesamtbetrag von 252 Millionen Euro. Die Agrarsparte des Chemiekonzerns hat indes einen Käufer für ihre Produktionsanlagen im Industriepark Frankfurt Höchst gefunden. Angaben zum Verkaufspreis wurden nicht gemacht.

USA
Die Sorge vor schwerwiegenden Folgen des Kriegs im Iran auf die weltweite Inflation und das Wachstum hat am Freitag and er Wall Street erneut für starke Verkäufe am Aktienmarkt gesorgt. Zugleich stiegen die Ölpreise auf dem bereits massiv erhöhten Niveau kräftig, die Renditen am Anleihemarkt erreichten das höchste Niveau seit rund acht Monaten. Der Dow-Jones-Index verlor 1,7 Prozent auf 45.167 Punkte. Der S&P-500 kam ebenfalls um 1,7 Prozent zurück, der Nasdaq-Composite um 2,1 Prozent nach. Alle Indizes gingen nahe ihrer Tagestiefs ins Wochenende. Nach ersten Angaben gab es an der Nyse 565 (Donnerstag: 777) Kursgewinner, 2.209 (1.998) -verlierer und 40 (40) unveränderte Aktien. Am Aktienmarkt wurden mit den hohen Öl- und Gaspreisen wie schon am Vortag Titel aus dem Energiesektor gekauft, ihr Subindex stieg um 2,0 Prozent. Gemieden wurden wegen der durch den Ölpreisschub eingetrübten Konjunkturaussichten Aktien zyklischer Branchen. Unity Software machten gegen den sehr schwachen Markt einen Satz um 13,5 Prozent. Der Videospielentwickler hatte starke Geschäftszahlen vorgelegt und angekündigt, das Portfolio neu auszurichten und sich aus bestimmten Geschäftsbereichen zurückzuziehen. Netflix kamen mit einem Miniplus davon, nachdem der Streaminganbieter Preiserhöhungen angekündigt hatte. Dazu kam ein höheres Kursziel durch Oppenheimer als Unterstützung. Tesla fielen um 2,8 Prozent und setzten damit ihre fünf Wochen andauernde Verlustserie fort. Seit das Unternehmen starke Ergebnisse für das vierte Quartal gemeldet hat, warten Investoren auf einen neuen Impuls - etwa durch die Expansion des Robo-Taxi-Geschäfts oder die Vorstellung der dritten Generation des humanoiden Roboters Optimus. Meta Platforms büssten weitere 4,0 Prozent ein dem verlorenen und potenziell wegweisenden Social-Media-Prozess. Alphabet verloren 2,4 Prozent. Beide Unternehmen wollen gegen das Urteil vorgehen, wonach ihre Plattformen süchtig machten und psychische Belastungen verursachten.

Asien
An den asiatischen Aktienmärkten setzt sich am Montag der Kursrutsch der Wall Street vom Wochenschluss nahezu ungebremst fort. Sorge vor schwerwiegenden Kriegsfolgen im Iran auf die globale Inflation und das Wachstum fördern den Ausstieg aus Aktien. Der Nikkei-225 verliert 3,4 Prozent auf 51.535 Punkte, lag aber schon deutlicher im Minus. In Japan werden auch einige Werte ex Dividende gehandelt. Chip- und Elektronikwerte führen die Verliererliste an.

Obligationen
Am Anleihemarkt stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf ihren höchsten Stand seit acht Monaten - getrieben von Inflations- und Zinserhöhungsängsten. Sie kletterte am Freitag um 2 Basispunkte auf 4,44 Prozent, im Tageshoch waren es sogar 4,48 Prozent.

Analyse
UBS senkt Ziel Air France-KLM auf 10 (13,95) EUR – Neutral
UBS senkt Easyjet-Ziel auf 700 (800) GBp – Buy
UBS senkt Lufthansa-Ziel auf 9,40 (9,50) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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