Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Tue, 31.03.2026 - 00:00
General Motors wird im Werk für schwere Pick-ups in Michigan ab Juni an sechs Tagen die Woche die Bänder laufen lassen. Das Unternehmen verweist auf die starke Nachfrage nach seinen leistungsstärksten Pick-ups - trotz steigender Benzin- und Dieselpreise. "General Motors nimmt strategische Anpassungen am Produktionsplan des Werks in Flint vor, um sich der starken Kundennachfrage anzupassen", sagte ein GM-Sprecher. In dem Montagewerk in Flint arbeiten derzeit rund um die Uhr drei Schichten an fünf Tagen in der Woche. Der zusätzliche Produktionstag werde es dem Werk ermöglichen, mehr Pick-ups der Modelle Chevrolet Silverado und GMC Sierra herzustellen. Das Werk produziert die schweren Versionen dieser Fahrzeuge. Laut einem Vertreter der Gewerkschaft United Auto Workers laufen täglich etwa 1.100 Fahrzeuge vom Band. Der Autohersteller baut den schweren Silverado auch in einem Werk in Ontario in Kanada.
Nach zwei Verlusttagen in Folge haben die schweizerischen Aktien am Montag eine Gegenbewegung verzeichnet. Der SMI gewann 0,8 Prozent auf 12.674 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 18 Kursgewinner und zwei -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 19,33 (zuvor: 18,94) Millionen Aktien. Gestützt wurde der SMI vom Schwergewicht Nestle, dessen Kurs um 2,2 Prozent stieg. Auch die ebenfalls schwergewichteten Pharmawerte Novartis (+0,6%) und Roche (+0,5%) waren gesucht. Kühne + Nagel legten um rund 3 Prozent zu. Der Logistikkonzern dürfte von höheren Frachtraten profitieren, da Störungen von Seetransporten durch die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet, teure Umwege erforderlich machen. Anleger griffen auch zu Versicherern. Swiss Life, Swiss Re und Zurich gewannen bis zu 2 Prozent. Auf der Verliererseite fanden sich die Konjunkturzykliker ABB, die um 1,5 Prozent nachgaben. Der Kurs des Luxusgüterkonzerns Richemont fiel um 0,6 Prozent.
Europa
Nach dem Abverkauf am Freitag haben die europäischen Aktienmärkte zum Wochenauftakt eine Gegenbewegung verzeichnet. Der DAX legte um 1,2 Prozent auf 22.563 Punkte zu, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,7 Prozent auf 5.542 Punkte nach oben. Etwas stützend wirkten leicht nachgebende Renditen an den Anleihemärkten, was als Entspannungssignal gewertet werden kann. Am Devisenmarkt sank der Euro auf rund 1,1450 Dollar. Der Goldpreis zog um 1,2 Prozent auf 4.544 Dollar die Feinunze an. Trotz besser als erwartet ausgefallener Zahlen für das abgelaufene Jahr brachen Suss Microtec um 6,3 Prozent ein. Es belastete der Ausblick auf das laufende Jahr. Für 2026 prognostiziere Suss eine EBIT-Marge von 8 bis 10 Prozent, diese liege wie erwartet deutlich unter der Konsenserwartung von über 11 Prozent. Die Analysten von MWB hatten mit 9,8 Prozent gerechnet. Es werde angenommen, dass die Prognose nach dem letztjährigen Ergebnisrückgang eine gewisse Vorsicht beinhalte. Norsk Hydro (+9,5%) ist gut positioniert, um von den erhöhten Aluminiumpreisen zu profitieren, schreibt RBC-Analystin Marina Calero. Da der Konflikt im Nahen Osten keine Anzeichen einer Deeskalation zeige, stiegen die Lieferrisiken. Auf die Region entfielen 9 Prozent der weltweiten Produktion, und eine Schliessung der Strasse von Hormus mache es schwierig, wenn nicht gar unmöglich, die Produktion zu exportieren und Rohstoffe zu importieren.
USA
Nach einer zweitägigen Talfahrt im Zuge des Iran-Krieges haben die US-Börsen am Montag erneut leicht nachgegeben. Eine anfängliche Gegenbewegung verlor rasch an Kraft. Die Erholungsansätze wurden als äusserst fragil und wenig nachhaltig charakterisiert. Der Dow-Jones-Index beendete den Handel 0,1 Prozent höher bei 45.216 Punkten. Der S&P-500 sank um 0,4 Prozent. Der Nasdaq-Composite verlor 0,7 Prozent. Dabei wurden an der Nyse 1.329 (Freitag: 613) Kursgewinner gesehen, denen 1.433 (2.157) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 59 (63) Titel. Unter den Einzelwerten gewannen Eli Lilly 1 Prozent. Der Pharmakonzern hat ein Abkommen zur Wirkstoffforschung mit InSilico unterzeichnet, einem KI-getriebenen US-Biotechnologieunternehmen. Das in Hongkong börsennotierte Unternehmen teilte mit, dass der Deal einen Wert von bis zu 2,75 Milliarden US-Dollar haben könnte. Alcoa stiegen um 8,2 Prozent, nachdem zwei Aluminiumhersteller im Nahen Osten von iranischen Treffern berichtet hatten. Dies schürte die Befürchtung, dass die Versorgung durch den andauernden Konflikt gestört werden könnte - die Preise stiegen. Sysco brachen um 15,3 Prozent ein. Der Grosshändler für Lebensmittel und Gastronomiebedarf übernimmt für 29 Milliarden Dollar den bislang in Familienbesitz befindlichen Wettbewerber Jetro Restaurant Depot.
Asien
Überwiegend mit Abgaben zeigen sich die asiatischen Börsen am Dienstag im späten Geschäft. In Japan sinkt der Nikkei-225 um 1,4 Prozent auf 51.186 Punkte angesichts der anhaltenden Sorgen über höhere Energiekosten und eine Knappheit an petrochemischen Produkten wegen des Nahost-Krieges.
Obligationen
Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben von ihren erhöhten Niveaus nach. Die Anleger richten ihren Fokus allmählich sowohl auf die Wachstumsrisiken durch den Krieg als auch auf Inflationssorgen. Stark gestiegene Energiepreise haben dazu geführt, dass die Märkte aufgrund von Inflationssorgen ihre Erwartungen an Zinssenkungen in den USA zurückgeschraubt haben. Die US-Notenbank wird jedoch sowohl die Wachstums- als auch die Inflationsrisiken abwägen müssen. Zunächst überwogen offenbar die Wachstumssorgen, denn die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihe fiel um 9 Basispunkte auf noch immer sehr hohe 4,35 Prozent.
Analyse
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