Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 01.04.2026 - 00:00
Das Comeback von Nike stösst auf einige Hindernisse: Der Sneaker-Hersteller prognostiziert für die Zukunft Umsatzrückgänge, einschliesslich eines starken Einbruchs in seinem wichtigen chinesischen Markt. Das Unternehmen teilte am Dienstagabend mit, es erwarte von jetzt an bis Ende 2026 einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für das laufende vierte Geschäftsquartal werde ein Rückgang von 2 bis 4 Prozent erwartet. Von Factset befragte Analysten hatten für dieses Quartal einen Anstieg von 1,9 Prozent prognostiziert. Die Prognose beinhaltet einen erwarteten Umsatzrückgang von 20 Prozent in China im laufenden Quartal. Dies folgt auf einen Rückgang von 7 Prozent in diesem Markt im zuletzt abgeschlossenen Quartal. Der Ausblick deutet darauf hin, dass der von CEO Elliott Hill vorangetriebene Sanierungsplan vor grossen Herausforderungen steht, die Marktführerschaft und die finanzielle Leistung von Nike weltweit wiederherzustellen.
Spekulationen auf ein baldiges Ende des Kriegs im Nahen Osten haben dem schweizerischen Aktienmarkt am Dienstag Auftrieb gegeben. Der SMI gewann 0,9 Prozent auf 12.777 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 28,11 (zuvor: 19,33) Millionen Aktien. Angeführt wurde der schweizerische Leitindex von den Aktien der UBS. Diese verbesserten sich um rund 4 Prozent, getragen von der Aussicht auf weniger strenge Kapitalanforderungen als ursprünglich geplant. Unterstützung erhielt der SMI auch von den Pharmaschwergewichten Novartis (+0,9%) und Roche (+0,2%). Die am Montag gefragte Nestle-Aktie (+0,4%) blieb hinter dem Markt zurück. Mit Givaudan (-0,7%) und Swisscom (-0,8%) waren zwei weitere defensive Titel nicht gefragt. In der zweiten Reihe sprangen Docmorris um 12,7 Prozent nach oben. Die Analysten des Bankhauses Metzler sehen Online-Apotheken als potenzielle Nutzniesser der geplanten Reform der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland.
Europa
Nach dem Plus zum Wochenstart ist es an den europäischen Aktienmärkten am Dienstag weiter nach oben gegangen. Nach einem nervösen Handel schloss der DAX 0,5 Prozent höher bei 22.680 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,5 Prozent auf 5.570 Punkte aufwärts. Das erste Quartal ist bereits zu Ende, nach einem teils guten Start in das Jahr ging es für Aktien nach unten. Der DAX notiert gegenüber dem Jahresstart gut 7 Prozent tiefer. Trotz des Sprungs der Energiepreise im März entsprechen die tatsächlichen Inflationsraten von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach Aussage von Commerzbank-Volkswirt Vincent Stamer am ehesten dem mildesten Szenario der Europäischen Zentralbank (EZB), in dem die Inflation im zweiten Quartal nur knapp über die Marke von 3 Prozent klettert. "Das spricht dagegen, dass die EZB ihre Leitzinsen wie vom Markt erwartet mehrmals anheben wird", schreibt er in einem Kommentar. Die Commerzbank-Volkswirte gingen davon aus, dass die EZB einmal im April die Leitzinsen erhöhen oder zumindest einen Zinsschritt im Juni andeuten werde. Für sich genommen hätte der deutlich höhere Ölpreis Stamer zufolge im März für einen noch höheren Sprung der Energiepreise gesprochen. Dass es nicht so weit gekommen sei, gehe auf Steuersenkungen in Spanien und Italien als Reaktion auf die hohen Energiepreise zurück. Der Augenoptik-Konzern Essilorluxottica (+0,4%) und der Technologiekonzern Meta erweitern ihr Sortiment an Brillen mit Künstlicher Intelligenz (KI) um zwei Produktlinien für Träger von Korrekturgläsern. Die Brillen werden über eine Taste verfügen, die die KI-Funktionen von Meta aktiviert und den Trägern Zugriff auf Kurzbefehle und Inhalte ermöglicht. Die neuen Produkte setzen die Partnerschaft zwischen Meta und dem französisch-italienischen Konzern Essilorluxottica fort, der sowohl den traditionellen Markt als auch den Markt für intelligente Brillen dominiert. Das Unternehmen setzt auf einen Nachfrageboom bei Wearables, um den Umsatz aus seinen Smartglasses-Kooperationen mit dem Facebook-Mutterkonzern Meta zu steigern.
USA
Nach der jüngsten Talfahrt hat an der Wall Street am Dienstag eine optimistische Stimmung durchgesetzt. Der Dow-Jones-Index gewann 2,5 Prozent auf 46.342 Punkte. Der S&P-500 legte um 2,9 Prozent zu und der Nasdaq-Composite um 3,8 Prozent. Gleichwohl verzeichnete der US-Aktienmarkt das schlechteste Quartal seit 2022. An der Nyse überwog die Zahl der Kursgewinner mit 2.146 (Montag: 1.366) am Monatsultimo jedoch klar die der -verlierer 632 (1.391). Unverändert schlossen 39 (80) Titel. Mal wieder hofften Anleger auf ein rasches Kriegsende im Iran. Denn US-Präsident Donald Trump und seine Berater seien in den vergangenen Tagen zu der Einschätzung gelangt, dass eine Mission zur Freigabe der Seestrasse von Hormus den Krieg über das vom Weissen Haus gesetzte Ziel von vier bis sechs Wochen hinaus verlängere, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf Regierungsbeamte. Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von McCormick um 6,1 Prozent. Der US-Gewürzhersteller fusioniert mit dem Lebensmittel-Geschäft von Unilever. Durch die Transaktion soll ein Unternehmen mit einem kombinierten Wert von 65,8 Milliarden US-Dollar, einschliesslich Schulden, entstehen. Microsoft legten um 3,1 Prozent zu, der Technologieriese will zwischen 2026 und 2028 mehr als 1 Milliarde Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur in Thailand investieren. Für die Nike-Aktie ging es um 3,1 Prozent aufwärts. Der Sportartikelhersteller wird nach der Schlussglocke die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal bekannt geben. Marvell sprangen um fast 13 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen eine Partnerschaft mit Nvidia bekanntgegeben hatte. Nvidia (+5,6%) investiert überdies in das Halbleiterunternehmen.
Asien
Deutlich gestiegene Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende im Iran befeuern am Mittwoch die asiatischen Aktienbörsen und entfachen ein Kursfeuerwerk. In Japan steigt der Nikkei-225 angeführt von Chip- und Bankenwerten um 4,5 Prozent auf 53.353 Punkte. Der japanische Aktienmarkt profitiert auch von einem positiven Tankan-Bericht der Bank of Japan.
Obligationen
Am Anleihemarkt sank die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen am Dienstag um 2 Basispunkte auf 4,32 Prozent. Die Sorgen an den Märkten schienen sich im Zuge des Irankrieges von einem Inflationsschock aufgrund stark gestiegener Energiepreise hin zu einem ausgeprägteren Wachstumsschock zu verlagern, urteilten Analysten. Anleihen und Gold dürften profitieren.
Analyse
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