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Samsung mit Gewinnsprung dank rasant steigender KI-Chip-Nachfrage

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Tue, 07.04.2026 - 00:00

Thema des Tages

Samsung Electronics, der weltgrösste Hersteller von Speicherchips, rechnet nach vorläufigen Ergebnissen mit einem mehr als achtfachen Anstieg des operativen Gewinns im ersten Quartal. Dies signalisiert anhaltende Rekordgewinne inmitten des KI-Booms, trotz der durch den Nahostkonflikt geschürten Unsicherheiten. Wie der südkoreanische Technologiekonzern mitteilte, hat nach vorläufigen Ergebnissen sein operativer Gewinn im Zeitraum von Januar bis März voraussichtlich 57,2 Billionen Won erreicht, umgerechnet rund 32 Milliarden Franken. Das wäre 755 Prozent höher als der Vorjahreswert und würde eine von Factset erstellte Konsenserwartung von 39,140 Billionen Won übertreffen. Es wäre auch fast das Dreifache des bisherigen Rekords des Unternehmens von rund 20 Billionen Won, der im vierten Quartal 2025 aufgestellt wurde. Der Quartalsumsatz ist nach dem vorläufigen Zahlen um 68 Prozent auf einen Rekordwert von 133,0 Billionen Won gestiegen, teilte Samsung mit. Samsung wird voraussichtlich in Laufe des Monats die vollständigen und nach Geschäftsbereichen aufgeschlüsselten Quartalsergebnisse veröffentlichen.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hatte sich kaum verändert in das lange Wochenende verabschiedet. Der SMI schloss am Donnerstag kaum verändert bei 12.992 Punkte. SMI-Schwergewicht Nestlé ging kaum verändert aus dem Handel. Novartis gewannen 0,2 Prozent, Roche verbuchten ein Minus von 0,1 Prozent. Swisscom (+0,8%) waren hingegen klar gefragt. Givaudan stiegen um 0,3 Prozent. In der Gunst der Anleger standen auch die Versicherer. Swiss Life, Swiss Re und Zurich stiegen um bis zu 0,5 Prozent. Kühne + Nagel rückten um 1,6 Prozent vor. Der Logistiker würde davon profitieren, wenn Schiffstransporte durch das Rote Meer aufgrund der Kriegshandlungen noch längere Zeit praktisch unmöglich wären. Denn das würde Umwege erforderlich machen, die wiederum höhere Frachtraten bedingen würden. In der Aktie der UBS kam es zu Gewinnmitnahmen. Sie verbilligte sich um 0,4 Prozent, hatte aber an den vorigen Tagen kräftig von der Hoffnung profitiert, dass die Kapitalanforderungen an die Bank weniger streng ausfallen könnten. Auf den Verkaufslisten oben standen Konjunkturzykliker wie ABB (-0,7%), Sika (-0,6%), Holcim (-0,9%) oder Amrize (-1,8%).

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Aktienmärkte hatten sich mit Verlusten in das lange Osterwochenende verabschiedet, aber deutlich erholt von ihren Tagestiefs. Der DAX fiel um 0,6 Prozent auf 23.168 Punkte, der Euro-Stoxx-50 schloss 0,7 Prozent im Minus bei 5.693 Punkten. Die Sorgen um eine weitere Eskalation des Iran-Krieges drückten die Aktien von Fluggesellschaften deutlich ins Minus, die damit ihre Vortagesgewinne anteilig wieder einbüssten. Auch belasteten die wieder kräftig steigenden Ölpreise das Sentiment. Die Aktien der Lufthansa verloren 3,4 Prozent, Air-France-KLM büssten 3,8 Prozent ein und Ryanair fielen um 2 Prozent. Der Reisesektor verlor 0,4 Prozent. Den stärksten Sektor stellten im Zuge des Ölpreisanstiegs die Öl- und Gaswerte mit plus 1,9 Prozent, gefolgt von Versorgern, die im Schnitt 1,6 Prozent gewannen. Die steigenden Marktzinsen drückten dagegen Technologiewerte um 1 Prozent. Auch Banken tendierten schwach, der Sektor fiel um 1,2 Prozent. Die Aktie von Mutares schloss 2,8 Prozent tiefer bei 27,40 Euro. "Eine Kapitalerhöhung um 20 Prozent muss in diesem Marktumfeld erst mal verdaut werden", kommentierte ein Aktienhändler. Die Beteiligungsgesellschaft hat ihre Vorabplatzierung bei institutionellen Anlegern erfolgreich abgeschlossen, knapp 1,08 Millionen neue Aktien zu einem Platzierungspreis von je 24,50 Euro ausgegeben. Die Vorabplatzierung fand im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens statt. Mutares hatte am Vortag mitgeteilt, mit einer Kapitalerhöhung brutto bis zu 105 Millionen Euro einsammeln zu wollen. Dazu sollten bis zu 4.269.651 neue Aktien begeben werden, entsprechend 20 Prozent des ausstehenden Grundkapitals.

USA
Zurückhaltung hat am Ostermontag den Handel an der Wall Street dominiert. Teheran hat laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA den US-Plan zum Ende des Krieges zurückgewiesen und eine eigene 10-Punkte-Antwort veröffentlicht. Der Dow-Jones-Index erhöhte sich nach dem langen Wochenende um 0,4 Prozent auf 46.670 Punkte. Am Karfreitag hatte der Aktienhandel geruht. Der S&P-500 stieg um 0,4 Prozent und der Nasdaq-Composite gewann 0,5 Prozent. Bei den Einzelwerten stiegen Soleno Therapeutics um 32,3 Prozent. Neurocrine Biosciences hat dem Kauf von Soleno für 2,9 Milliarden US-Dollar zugestimmt, einem Entwickler von Behandlungen für seltene Krankheiten. Die Aktien von Neurocrine erhöhten sich um 0,7 Prozent. Paramount Skydance hat verbindliche Eigenkapitalzusagen in Höhe von fast 24 Milliarden US-Dollar von drei Staatsfonds unter Führung Saudi-Arabiens erhalten, um die Übernahme von Warner Bros. Discovery zu stützen. Dies berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Parmount-Titel kletterten um 3,5 Prozent.
Die Papiere von JBS legten um 0,8 Prozent zu, nachdem die Arbeiter in Colorado zugestimmt haben, einen dreiwöchigen Streik bei dem Fleischverarbeiter zu beenden. Der Ölpreis legte leicht zu, gab zwischenzeitliche deutlichere Gewinne aber wieder ab. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 0,2 Prozent auf 109,21 Dollar. Der Goldpreis gab leicht nach. Die Feinunze reduzierte sich um 0,5 Prozent auf 4.655 Dollar.

Asien
Trotz einer leicht positiven Vorgabe aus dem Ostermontagshandel an der Wall Street dominiert am Dienstag im Handelsverlauf an den ostasiatischen Börsen Zurückhaltung. Dazu tragen weiter steigende Ölpreise bei vor dem Hintergrund der jüngsten Drohungen von US-Präsident Trump gegen den Iran. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um 1,8 Prozent auf 111,75 Dollar. In Tokio zeigt sich der breite Topix wenig verändert, er liegt bei 2.841 Punkten. In Seoul kommt der Kospi nach seinem kräftigen Plus am Vortag um 0,4 Prozent zurück, gestützt unter anderem vom Schwergewicht Samsung Electronics. Der Kurs des Halbleiterherstellers SK Hynix gewinnt 1,4 Prozent. LG Electronics büssen dagegen 2,1 Prozent ein, obwohl der Anbieter von Unterhaltungselektronik vorläufige Ergebnisse meldete, die die Markterwartungen übertrafen. Marktteilnehmer spekulieren über Gewinnmitnahmen, nachdem der Kurs seit Jahresbeginn bereits um rund 20 Prozent gestiegen ist. In Shanghai zeigt sich der Composite-Index kaum verändert. Die Börse in Hongkong ist am Dienstag noch geschlossen. An der australischen Börse, wo weder an Karfreitag noch an Ostermontag gehandelt wurde, geht es um 1,4 Prozent nach oben.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt sank die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 1 Basispunkt auf 4,34%, nachdem US-Präsident Trump das Ultimatum gegen den Iran nicht verlängern will. Teilnehmer sprachen von leichten Umschichtungen in den "sicheren Hafen" Anleihen.

Analyse
Update Kursziel Julius Bär: Morgan Stanley senkt auf 58 (59) CHF - Underweight
Kursziel Novartis: Kepler Cheuvreux erhöht auf 135 (106) CHF - Buy
Kursziel UBS: Goldman Sachs erhöht auf 39 (38) CHF - Neutral

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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