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Lindt & Sprüngli schliesst Aktienrückkauf vorzeitig ab - neuer Rückkauf geplant

Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Fri, 10.04.2026 - 00:00

Thema des Tages

Lindt & Sprüngli hat sein Aktienrückkaufprogramm, das im August 2024 begann, bereits am 9. April 2026 vorzeitig abgeschlossen. Insgesamt wurden 601 Namenaktien und 39'420 Partizipationsscheine im Gesamtwert von 499,3 Millionen Franken zurückgekauft. Ein neues Rückkaufprogramm über bis zu 1 Milliarde Franken startet im Mai 2026, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Seit über 180 Jahren verzaubert Lindt & Sprüngli die Welt mit Schokolade. Das Schweizer Traditionsunternehmen mit Wurzeln in Zürich ist weltweit führend im Bereich der Premium-Schokolade. Qualitätsschokoladen von Lindt & Sprüngli werden heute an 12 eigenen Produktionsstandorten in Europa und den USA hergestellt. Diese werden von 41 Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen sowie über ein Netzwerk von rund 100 Distributoren rund um den Globus vertrieben. Zudem betreibt Lindt & Sprüngli rund 620 eigene Shops. Mit rund 15'500 Mitarbeitenden erzielte die Lindt & Sprüngli Gruppe 2025 einen Umsatz von CHF 5,92 Mrd.

Schweizer Aktien

Der SMI gewann am Donnerstag 0,4 Prozent auf 13.160 Punkte. Gestützt wurde der Markt von den defensiven Schwergewichten: Nestlé und Roche kletterten um 0,2 bzw. 0,8 Prozent. Novartis schlossen mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent. Der Pharmakonzern kündigte die Ausweitung von Programmen zur Gesundheitsförderung an, um Lücken in der Versorgung bei Herzkrankheiten und Krebs zu schliessen und bis 2030 mehr als 30 Länder zu erreichen. Defensive Titel zählten auch abseits der Schwergewichte zu den Favoriten: Swisscom gewannen 1,1 Prozent, im Versicherungssektor legten Swiss Re und Swiss Life um 0,9 bzw. 1,5 Prozent zu - unter den Nebenwerten stiegen die Sektortitel von Helvetia Baloise um 3,3 Prozent. Logitech gaben die Vortagesgewinne mit einem Abschlag von 3,4 Prozent mehr als wieder ab. Die UBS-Analysten äusserten sich positiv zu AMS-Osram und bestätigten bei erhöhtem Kursziel ihre Kaufempfehlung. Der Kurs legte um 7,9 Prozent zu.

Internationale Märkte

Europa
Die offenbar recht brüchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat am Donnerstag für Abgaben an den europäischen Aktienmärkten gesorgt. Der deutsche Leitindex DAX gab um 1,1 Prozent auf 23.807 Punkte nach. Der Euro-Stoxx-50 reduzierte sich lediglich um 0,3 Prozent auf 5.896 Punkte, gestützt von Aufschlägen bei den Energie- und Rohstoffwerten. Lufthansa gaben um 3,2 Prozent nach, hatten allerdings am Mittwoch einen Kurssprung von über 10 Prozent verzeichnet. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat ihre Mitglieder für Freitag zu einem Streik aufgerufen. Der Airline-Sektor litt insgesamt unter der wieder gestiegenen Unsicherheit im Nahen Osten, wie es hiess. Nach den zweistelligen Vortagesprozentaufschlägen verloren Air France-KLM 0,6 Prozent und IAG fielen um 0,5 Prozent. Die Autowerte im DAX zeigten sich mit Abgaben und geben damit einen Teil der kräftigen Vortagesgewinne wieder ab. So ging es für VW um 1,5 Prozent nach unten und BMW verloren 0,1 Prozent. Etwas deutlicher fiel das Minus mit 2,1 Prozent bei Mercedes-Benz aus. Belastet von einer schwächeren Nachfrage, vornehmlich in China, hat der Konzern im ersten Quartal insgesamt 6 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Der österreichische Ölkonzern OMV teilte mit, dass die Ertragsentwicklung seiner Sparte Exploration & Production im ersten Quartal durch den Nahostkonflikt beeinträchtigt worden sei. Höhere Öl- und Gaspreise hätten dies jedoch überkompensiert. Die Aktie sank um 0,4 Prozent.

USA
Am Donnerstag gewann der Dow-Jones-Index 0,6 Prozent auf 48.186 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite zeigten sich 0,6 bzw. 0,8 Prozent im Plus. Die Begeisterung für Künstliche Intelligenz kochte wieder hoch und trieb Chipwerte auf Rekordhöhen, Software-Titel waren dagegen nicht gesucht. Der PHLX Semiconductor Index (SOX) stieg um 2,1 Prozent und erreichte damit einen erneuten Rekordschlussstand. Der Halbleiterindex kletterte sieben Tagen in Folge und hat in diesem Zeitraum 20 Prozent zugelegt. Unter den Einzelwerten gewann die Disney-Aktie 0,6 Prozent. Disney setzt unter dem neuen CEO Josh D'Amaro offenbar abermals den Rotstift an. Der Unterhaltungskonzern wolle in den kommenden Wochen rund 1.000 Stellen streichen, sagten informierte Personen. Applied Digital fielen um 7,9 Prozent. Die Ergebnisse des Rechenzentrumentwicklers für das dritte Geschäftsquartal übertrafen zwar weitgehend die Marktschätzungen, das Unternehmen kündigte jedoch keine neuen grösseren Deals an.
Meta Platforms (+2,6%) und Coreweave (+3,4%) weiteten ihre Vereinbarung für Cloud-Kapazitäten aus. Coreweave wird dem Facebook-Mutterkonzern bis 2032 KI-Cloud-Kapazität bereitstellen. Der Deal hat ein Volumen von 21 Milliarden US-Dollar und baut auf einer Vereinbarung aus dem Herbst auf, die eine Laufzeit bis 2031 und ein Volumen von bis zu 14,2 Milliarden Dollar vorsah. Blackberry zogen um 7,9 Prozent an, nachdem der Software-Anbieter besser als erwartet ausgefallene Quartalsergebnisse auf bereinigter Basis vorgelegt und eine optimistische Prognose abgegeben hatte. Der Spirituosenhersteller Sazerac hatte sich kürzlich wegen eines möglichen Deals an den Jack-Daniels-Hersteller Brown-Forman gewandt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. Brown-Forman zogen um 12,8 Prozent an. Staar Surgical schossen um 20,7 Prozent in die Höhe. Der Hersteller von implantierbaren Linsen erwartet einen mehr als doppelt so hohen Umsatz als im Vorjahr. Richardson Electronics haussierten um 22,5 Prozent. Der Hersteller von Industrieteilen verbuchte ein Auftragsbestand auf Dreijahreshoch.

Asien
Die ostasiatischen Börsen schliessen sich am Freitag mehrheitlich der positiven Vorgabe der Wall Street an. Die japanische Börse zeigt sich minimal im Plus, gemessen am Topix-500. In Shanghai und in Hongkong verbessern sich die Indizes um gut ein halbes Prozent. In Seoul geht es für den stark technologielastigen Kospi um 1,8 Prozent nach oben. Unter den Einzelwerten geht es in Tokio für die Aktie des Modeeinzelhändlers Fast Retailing um 11 Prozent nach oben. Der Uniqlo-Eigner hat starke Geschäftszahlen ausgewiesen und seine Gewinnprognose angehoben. In Hongkong fallen Nio um 5,8 Prozent.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt stagnierte die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen auf Tagessicht bei 4,29 Prozent, während die Renditen am kurzen Ende des Marktes sanken. Der Inflationsdruck im Februar hatte gemäss der von der US-Notenbank favorisierten Messgrösse, dem Kernpreisindex der persönlichen Konsumausgaben (Kern-PCE-Deflator) wie erwartet leicht abgenommen. Allerdings waren die Auswirkungen des Iran-Krieges noch nicht enthalten. Diese dürften in den am Freitag anstehenden neuen Preisdaten für März sichtbar werden.

Analyse
Rating Bucher: ODDO BHF SCA startet mit Neutral - Ziel 365 CHF
Kursziel Schindler N: Citigroup senkt auf 322 (326) CHF - Buy
Kursziel Barry Callebaut: Citigroup erhöht auf 1400 (1100) CHF - Neutral
Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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