Morning News

Amazon stärkt eigenes Satellitennetzwerk mit Globalstar-Übernahme

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 15.04.2026 - 00:00

Thema des Tages

Amazon stärkt sein Satellitennetzwerk "Amazon Leo" durch die Übernahme des US-Telekomkonzerns Globalstar in einem 11,57 Milliarden US-Dollar schweren Deal. "Amazon Leo" werde künftig in der Lage sein, direkte Verbindungen zu Endgeräten (Direct-to-Device) anzubieten. Das Satellitennetzwerk will mit Elon Musks Starlink konkurrieren. Die Globalstar-Aktionäre können wählen, ob sie entweder 90 Dollar pro Aktie in bar oder 0,3210 Amazon-Stammaktien pro Globalstar-Aktie erhalten möchten. Der Wert der Aktienofferte wirdebenfalls auf 90 Dollar pro Aktie begrenzt. Amazon wird den bestehenden Satellitenbetrieb, die Infrastruktur und die Vermögenswerte von Globalstar übernehmen, einschliesslich der Lizenzen für mobile Satellitendienste-Frequenzen mit weltweiten Genehmigungen. "Amazon Leo" wird ab 2028 ein eigenes "Direct-to-Device"-Satellitensystem einsetzen.

Schweizer Aktien

Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg haben den hiesigen Aktienmarkt gestern weiter gestützt. Zur positiven Stimmung trugen die sinkenden Ölpreise bei. Am Nachmittag überraschten die US-Erzeugerpreise positiv. Sie hatten im März trotz der kräftig gestiegenen Ölpreise weniger stark zugelegt als von Ökonomen erwartet. Der SMI gewann 0,9 Prozent auf 13.268 Punkte. Angeführt wurde der SMI von den Sika-Aktien. Sie sprangen um 7,9 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen mit dem Umsatz im ersten Quartal überzeugt hatte. Auch die Umsatzdaten von Givaudan kamen gut an. Die Aktie verbesserte sich um 2,7 Prozent. Nach einem positiven Analystenkommentar stieg die Nestlé-Aktie um 1,7 Prozent. Novartis verloren 0,3 Prozent, Roche verbuchten ein Plus von 0,3 Prozent. Am breiten Markt zogen die Aktien der Industriegruppe Cicor (+11,1%) nach Quartalszahlen stark an, wobei Analysten vor allem auf den starken Auftragseingang verwiesen. Klare Avancen gab es auch für die Aktien des Chipindustriezulieferers Comet (+7,2%) und des Sensorenherstellers Sensirion (+5,8%).

Internationale Märkte

Europa
Europas Börsen sind gestern fester aus dem Handel gegangen. Ein geringerer US-Inflationsdruck und Hoffen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg besserten die Laune. Die Ölpreise kamen zurück, ebenso die Renditen der wichtigen Staatsanleihen. Der DAX kletterte um 1,3 Prozent auf 24.044 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,3 Prozent auf 5.985 Punkte nach oben. Im DAX gewannen die Commerzbank 2,5 und die Deutsche Bank 3,8 Prozent. Wegen der Hoffnung auf einen Verhandlungsfrieden in Nahost legten auch die Reiseaktien deutlich zu, Tui kletterten knapp 2 Prozent nach oben. Selbst die Aktien derLufthansa stiegen am Streiktag um 3,1 Prozent. Verlierer waren alle defensiven Titel wie Deutsche Telekom mit einem Minus von 1,3 Prozent. Bei Autowerten wie Mercedes und VW ging es über 1 Prozent nach oben. Bei BMW wurden die Absatzzahlen etwas kritisiert, daher gaben die Titel 1,7 Prozent nach. LVMH verloren nach den Erstquartalszahlen zunächst deutlich, konnten sich aber auf fast unverändert erholen. Der Umsatz war mit 19,12 Milliarden Euro leicht unter der Schätzung geblieben. Insbesondere die wichtigste Sparte Fashion & Leather enttäuschte.

USA
Die US-Börsen haben gestern ihre Vortagsgewinne ausgebaut. Die Aussichten auf mögliche weitere Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran liessen die Anleger wieder Hoffnung schöpfen. Fallende Ölpreise und ermutigende Preisdaten linderten zudem die Inflationsängste und steigerten auf der anderen Seite die Risikofreude der Anleger, die nun wieder mutiger zu Aktien griffen. Der Fokus verschob sich auch zunehmend auf die US-Berichtssaison, die weiter Fahrt aufnahm. Analysten erwarten eine gute Berichtssaison mit steigenden Gewinnen, werden aber ein genaues Auge auf die Ausblicke der Firmen haben. Der Dow-Jones-Index gewann 0,7 Prozent auf 48.536 Punkte, der S&P-500 sah ein Plus von 1,2 Prozent und der Nasdaq-Composite stieg um 2 Prozent. Den 1.812 (Montag: 1.967) Kursgewinnern an der Nyse standen 950 (787) verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 48 (77) Titel. Daneben ging die US-Bilanzsaison in die nächste Runde und Ergebnisse zum ersten Quartal haben die drei Grossbanken JP Morgan (JPM), Wells Fargo und Citigroup veröffentlicht. Alle drei hatten mehr verdient als erwartet. Die Kursreaktionen fielen jedoch unterschiedlich aus. JPM gaben um 0,8 Prozent nach, nachdem CEO Jamie Dimon vor zahlreichen Unwägbarkeiten und Risiken für die Ertragsaussichten der Bank gewarnt hatte. Wells Fargo verloren 5,7 Prozent. Zwar fiel der Gewinn höher aus als angenommen, doch enttäuschten die Einnahmen. Die Aktien der Citigroup gewannen 2,7 Prozent. Der Vermögensverwalter Blackrock hat den Gewinn im Quartal um 46 Prozent gesteigert, was mit einem Kursanstieg um 3,1 Prozent honoriert wurde. Der Pharmahersteller Johnson & Johnson hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und die Umsatzprognose für das Jahr 2026 angehoben. Die Aktie stieg nach anfänglichen Verlusten und schloss mit 0,9 Prozent im Plus. Beobachter verwiesen darauf, dass noch immer zahlreiche Klagen gegen das Unternehmen anhängig sind wegen eines mutmasslich krebserregenden Babypuders.

Asien
Weiter gesunkene Ölpreise und die am Vortag erneut festere Wall Street halten heute die Akteure an den Aktienmärkten in Ostasien in Kauflaune. In Tokio und in Hongkong gewinnen die jeweiligen Technologiebranchenindizes 1,4 und 1,7 Prozent. Bei den Aktienindizes zeigt sich erneut der technologielastige Kospi in Seoul als Überflieger, er macht einen Satz um 2,9 Prozent nach oben. Er ist damit nur noch gut 3 Prozent von seinem Rekordhoch von Anfang des Jahres entfernt.

Obligationen
Am US-Anleihemarkt sank die Zehnjahresrendite um 5 Basispunkte auf 4,25 Prozent.

Analyse
Barclays senkt Forvia auf 14 (18) EUR – Overweight
Barclays erhöht Michelin auf Equalweight (Underweight) – 30 (25) EUR
UBS erhöht Eon auf 19,50 (17) EUR – Neutral

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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