Morning News

Amrize wächst im Startquartal um knapp 5 Prozent

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 30.04.2026 - 00:00

Thema des Tages

Der Baustoffhersteller Amrize hat im ersten Quartal 2026 mehr Umsatz erzielt. Die Profitabilität ging hingegen etwas zurück. Die Jahresprognose wird bestätigt, zudem zahlt das Unternehmen erstmals eine Quartalsdividende aus. Der Umsatz stieg von Januar bis März um 4,7 Prozent auf 2,18 Milliarden US-Dollar, wie die frühere Holcim-Tochter am Mittwochabend mitteilte. Dabei legte der grössere Bereich Building Materials um 12,9 Prozent zu, während der kleinere Bereich Building Envelope um 9,8 Prozent schrumpfte. Der um Sonderkosten bereinigte operative Gewinn (Adj. EBITDA) ging derweil um 10,3 Prozent auf 192 Millionen Dollar zurück. Die entsprechende Marge sank auf 8,8 Prozent von 10,3 Prozent im Vorjahresquartal. Mit diesen Zahlen lag Amrize deutlich unter den Schätzungen der Experten. Unter dem Strich stand ein Reinverlust von 118 Millionen Dollar. In der Vorjahresperiode hatte sich der Fehlbetrag auf 87 Millionen belaufen. Die Jahresprognose wird bestätigt: Demnach erwartet das Management für das Gesamtjahr 2026 weiterhin einen Umsatz von 12,29 bis 12,52 Milliarden Dollar und ein adjustiertes EBITDA von 3,25 bis 3,34 Milliarden Dollar. Schliesslich kündigt Amrize erstmals die Auszahlung einer Quartalsdividende an. Der Verwaltungsrat habe die Auszahlung von 0,11 Dollar je Aktie per 20. Mai beschlossen. Die Dividende wird aus den Kapitalreserven ausgeschüttet. Ausserdem hat der Verwaltungsrat ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 1,0 Milliarden Dollar mit einer Laufzeit von 12 Monaten genehmigt.

Schweizer Aktien

Mit einem kräftigen Minus hat der schweizerische Aktienmarkt zur Wochenmitte den Handel beendet. Der SMI reduzierte sich um 0,9 Prozent auf 13.032 Punkte. Bei den Einzelwerten war die Aktie der UBS mit einem Plus von 3,2 Prozent der Tagesgewinner im SMI. Die Bank profitierte im ersten Quartal von einer regen Handelstätigkeit vor dem Hintergrund der gestiegenen Marktvolatilität und davon, dass mehr vermögende Kunden ihr Geld bei der Bank anlegten. Dies beruhigte die Anleger hinsichtlich der Leistung der Bank, die sich dem Ende der Integration der Credit Suisse nähert und versucht, die Auswirkungen der Pläne der Schweiz zur Neugestaltung ihrer Bankenvorschriften abzufedern, wie es hiess. Dagegen zeigte sich der Grossteil der SMI-Werte mit teils deutlicheren Abgaben. So fielen Kühne + Nagel um 3,9 Prozent, Lonza büssten 1,8 Prozent ein und die Aktien der Index-Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis reduzierten sich um bis zu 1,4 Prozent. Die Aktien der Aufzug-Herstellers Schindler schlossen 1,0 Prozent niedriger. Der finnische Konzern Kone übernimmt den deutschen Konkurrenten TK Elevator für fast 24 Milliarden US-Dollar. Durch die Transaktion würde der umsatzstärkste Aufzughersteller der Welt entstehen.

Internationale Märkte

Europa
Der europäische Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 23.955 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,3 Prozent nach unten. Im DAX ging es für Adidas um 8,4 Prozent nach oben. Der Sportartikelanbieter hat im ersten Quartal trotz eines herausfordernden Konsumumfelds zweistellige Prozentwachstumsraten bei Umsatz und Gewinn erreicht und dabei die viel beachtete Marge für den operativen Gewinn verbessert. Airbus hat im ersten Quartal 2026 weniger verdient und umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern konnte wegen fehlender Triebwerke ausserdem weniger Flugzeuge ausliefern, was aus Marktsicht allerdings keine grosse Überraschung darstellte. Dagegen lief es in der Rüstungssparte gut und Airbus bestätigte ausserdem die Jahresprognose. Der Markt quittierte das mit einem Plus von 5,1 Prozent. Als durchwachsen wurden die Geschäftszahlen von Mercedes-Benz gesehen. Der Kurs gab um 0,6 Prozent nach. Symrise zogen um 3,1 Prozent an. Der Aromenhersteller hat zum Auftakt des laufenden Geschäftsjahres nach teils hohen Vorjahreswerten wie erwartet Umsatz verloren, allerdings weniger deutlich als prognostiziert. Deutsche Bank verloren 1,8 Prozent, und das trotz eines Gewinnanstiegs im Auftaktquartal. Die Bank übertraf trotz einer deutlich erhöhten Risikovorsorge die Erwartungen der Analysten. Die Analysten der UBS sprachen aber von einem schwachen Ergebnismix und bemängelten die Kernkapitalquote als schwach. Nach Zahlen der Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank, DWS, ging es für das Papier um 2,1 Prozent nach oben. Pernod Ricard verloren in Paris 3,1 Prozent. In London fielen Astrazeneca um 1,5 Prozent.

USA
Die US-Notenbank hat ihre Zinspause am Mittwoch wie mehrheitlich erwartet verlängert. Der Leitzins liegt weiter in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Der Dow-Jones-Index verlor 0,6 Prozent auf 48.862 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite schlossen jeweils wenig verändert. Unter den Einzelaktien stürzten GE HealthCare nach Vorlage von Erstquartalszahlen um 13,2 Prozent ab. Das Medizintechnikunternehmen senkte den Ausblick und plant die Zusammenlegung der beiden grössten Segmente. AbbVie (+3,3%) hat dagegen die Prognose für den bereinigten Jahresgewinn angehoben. Seagate Technology stiegen um 11,1 Prozent, der Festplattenhersteller überbot die Gewinn- und Umsatzerwartungen des Marktes für das dritte Geschäftsquartal - zudem sprachen Händler von einem überzeugenden Ausblick. Auch andere Aktien aus dem Speicher- und Speicherchipbereich legten zu: Micron Technology stiegen um 2,8 Prozent. Das Kreditkartenunternehmen Visa hat die Gewinnerwartungen für das zweite Geschäftsquartal übertroffen, der Kurs zog um 8,3 Prozent an. Starbucks stiegen um 8,5 Prozent, die Kaffeehauskette hat erstmals seit 2023 wieder ein Gewinnwachstum verbucht. Für Brown-Forman ging es 10,3 Prozent talwärts, nachdem der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard die Gespräche mit dem Jack-Daniel's-Hersteller über eine mögliche Fusion beendet hat.

Asien
Negative Vorzeichen dominieren am Donnerstag an den Börsen in Ostasien. Am späten Mittwoch veröffentlichte Geschäftszahlen grosser US-Technologieunternehmen, namentlich Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft, überzeugten nicht in allen Punkten. In Tokio fällt der Topix um 1,8 Prozent. In Seoul gibt der Kospi um 0,9 Prozent nach. An der Börse in Hongkong liegt der Hang-Seng-Index 1,2 Prozent im Minus. Besser hält sich die Börse in Shanghai, wo der Composite-Index gut behauptet tendiert, nachdem der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im April besser als erwartet ausgefallen ist. Am Ölmarkt zieht der Preis für ein Barrel Brent um 6,6 Prozent auf 125,85 Dollar an. Unter den Einzelwerten brechen in Tokio Fujitsu um fast 14 Prozent ein. Das Software- und IT-Unternehmen hatte mit seiner Umsatz- und Gewinnprognose die Erwartungen des Markts verfehlt.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 6 Basispunkte auf 4,41%. Die US-Notenbank hat ihre Zinspause verlängert, wobei der Leitzins weiter in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent liegt. Powell erklärte, er werde nach Ablauf seiner Amtszeit als Fed-Chef am 15. Mai seinen Sitz im Board der Zentralbank behalten - ein ungewöhnlicher Schritt, der Präsident Donald Trump die Möglichkeit nimmt, einen freien Platz im siebenköpfigen Board der Zentralbank zu besetzen.

Analyse
Kursziel VAT: UBS erhöht auf 650 (560) CHF - Buy
Kursziel Zehnder: UBS senkt auf 90 (97) CHF - Buy
Kursziel Bucher: UBS senkt auf 338 (385) CHF - Neutral

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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