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Airbnb hebt Ausblick wegen robuster Reisenachfrage an

Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Fri, 08.05.2026 - 00:00

Thema des Tages

Airbnb hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Als Grund nannte das Unternehmen die starke weltweite Reisenachfrage, die einen Anstieg der Stornierungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran ausglich. Der Kurzzeitvermieter rechnet nun mit einem Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren Zehnerprozentbereich für das Gesamtjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Zuvor hatte es ein Wachstum von mindestens im niedrigen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Der höhere Ausblick spiegele die Dynamik der Reisenachfrage wider, so Airbnb. Die Reisenachfrage auf dem amerikanischen Kontinent sei im Quartal besonders stark gewesen, trotz eines gewissen Gegenwinds im Nahen Osten. Airbnb wies am Donnerstag für das am 31. März beendete Quartal einen Gewinn von 160 Millionen US-Dollar oder 26 Cent je Aktie aus, verglichen mit 154 Millionen Dollar oder 24 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten laut Factset mit 30 Cent je Aktie gerechnet.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Donnerstag leichter geschlossen. Der SMI verlor 1,1 Prozent auf 13.135 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursverlierer und fünf -gewinner gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 25,43 (zuvor: 33,7) Millionen Aktien. Gebremst wurde der eidgenössische Leitindex unter anderem von Swiss Re, die 3,2 Prozent verloren. Die RBC bemängelte trotz einiger Lichtblicke die Qualität der Geschäftszahlen im ersten Quartal. Gegenwind machten die Analysten auch bei den Umsatzzahlen, dem Neugeschäftsvolumen sowie der Preisgestaltung aus. Auch die Geschäftszahlen der Swisscom (-0,3%) überzeugten Anleger nicht, Händler charakterisierten den Geschäftsbericht als durchwachsen. Vontobel erwartete gleichwohl kaum wesentliche Änderungen der Konsensschätzungen. Roche übernimmt PathAI für bis zu 1,05 Milliarden US-Dollar, um die auf Künstlicher Intelligenz basierten Angebote der Diagnostiksparte zu stärken. Die Titel des Pharmakonzerns gaben 1,1 Prozent nach. Die anderen beiden Schwergewichte Novartis und Nestle gaben mit 2 bzw. 1,4 Prozent noch deutlicher nach. UBS verloren 0,9 Prozent - trotz eines positiven Kommentars der RBC. Unter den Nebenwerten schossen AMS-Osram um 29,1 Prozent in die Höhe.

Internationale Märkte

Europa
Leichter sind Europas Börsen am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Nach der Vortagesrally konsolidierten die Märkte, am Nachmittag kam es dann zu kräftigen Gewinnmitnahmen. Dazu belasteten kräftige Kursverluste der europäischen Rüstungswerte. Der DAX gab 1 Prozent ab auf 24.664 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 0,9 Prozent auf 5.973 Zähler. Anleger setzten aber weiter auf einen Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran. Laut Medienberichten standen beide Länder vor der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zur Beendigung des Kriegs. Entsprechen fielen vor allem die breit aufgestellten Rüstungswerte deutlich, so BAE Systems in London um 4,2 Prozent und Rheinmetall um 6,9 Prozent. Auch bei Hensoldt, Saab, CSG, Renk und anderen ging deutlicher abwärts. Der Brent-Ölpreis als das wichtigste Krisenbarometer in dem Konflikt gab knapp 3 Prozent nach auf etwas über 98 Dollar. Daneben galt es erneut eine Flut von Unternehmensnachrichten zu verarbeiten, diesmal mit sehr gemischten Vorzeichen: Henkel (+4,3%) legte nach Einschätzung von RBC solide Erstquartalszahlen vor. Das organische Umsatzwachstum lag mit 1,7 Prozent klar über der Marktprognose. Sowohl Consumer Brands als auch der Bereich Adhesives Technologies entwickelten sich besser als erwartet. Vonovia verloren 1,4 Prozent, obgleich Berenberg von soliden Geschäftszahlen sprach. Der Spezialchemiekonzern Lanxess (-5,6%) litt auch im ersten Quartal 2026 spürbar unter dem schwachen konjunkturellen Umfeld. In den Monaten Januar bis März sackte das EBITDA vor Sondereinflüssen um fast 30 Prozent ab. Siemens Healthineers verloren nach Zahlenausweis und gesenktem Ausblick 4,7 Prozent. Der Umsatz im abgelaufenen Quartal verfehlte die Prognose deutlich, auch die EBIT-Marge lag darunter. Belastend wirkten Umsatzeinbussen in China, Handelszölle sowie negative Wechselkurseffekte.

USA
Nach den Allzeithochs der vergangenen Tage haben Anleger an der Wall Street am Donnerstag Gewinne mitgenommen. Julius Bär warnte, dass die globale Erholungsrally am Vortag einen verfrühten Optimismus im Hinblick auf den Iran-Krieg widerspiegele und nicht mit einer Lösung verwechselt werden dürfe. Die Märkte preisten Wahrscheinlichkeiten und nicht Ergebnisse ein. In diesem Umfeld verlor der Dow-Jones-Index 0,6 Prozent auf 49.597 Punkte - nach einem Tageshoch über der Marke von 50.000 Zählern. S&P-500 und Nasdaq-Composite gaben 0,4 bzw. 0,1 Prozent ab. Nach ersten Angaben gab es an der Nyse 1.012 (Mittwoch: 1.913) Kursgewinner und 1.733 (857) -verlierer. Unverändert schlossen 70 (49) Titel. Im Technologiesektor wartete Arm einerseits mit guten Quartalszahlen auf, andererseits aber auch mit der Nachricht, dass die Nachfrage derart steige, dass man Schwierigkeiten habe, ihr nachzukommen. Zudem warnte der Konzern vor einer Flaute in der Mobiltelefonbranche - eine wichtige Erlösquelle des Halbleiteranbieters. Für die Aktien ging es darauf um 10,1 Prozent nach unten. Die am Vortag sehr festen AMD und Intel gaben um rund 3 Prozent nach. Apple stiegen auf Allzeithoch, schlossen dann aber knapp im Minus. McDonald's drehten mit dem Gesamtmarkt 0,2 Prozent ins Minus - trotz übertroffenen Umsatz- und Gewinnerwartungen im ersten Quartal. Whirlpool knickten um 11,9 Prozent ein. Der Hersteller von Kühlschränken und Waschmaschinen hatte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr etwa halbiert und angekündigt, die Dividende auszusetzen, um sich auf den Schuldenabbau zu konzentrieren.

Asien
Neue Spannungen im Nahost-Konflikt und Gewinnmitnahmen sorgen am Freitag an den Aktienmärkten in Ostasien für Verunsicherung und fallende Indizes. Der Topix in Tokio kommt um 0,3 Prozent zurück, der Kospi in Seoul um 0,6 Prozent. Etwas grösser fallen die Abgaben in Hongkong mit 1,1 Prozent aus. Shanghai büsst 0,4 Prozent ein, in Sydney verliert das Marktbarometer 0,3 Prozent.

Obligationen
Die US-Renditen drehten ins Plus. Die Zehnjahresrendite stieg am Donnerstag um 3 Basispunkte auf 4,39 Prozent.

Analyse
UBS erhöht Redcare auf 55 (53) EUR – Neutral
UBS senkt Electrolux auf 58 (70) SEK – Neutral
UBS erhöht HSBC auf 1.425 (1.419) GBp – Neutral

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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