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ABB reagiert auf steigenden Strombedarf durch Rechenzentren

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Mon, 11.05.2026 - 00:00

Thema des Tages

ABB wird rund 200 Millionen Dollar in den Ausbau der Produktion von Mittelspannungs-Netzausrüstung in Europa investieren. Wie der Schweizer Industriekonzern am Montag mitteilte, reagiert das Unternehmen damit auf den steigenden Strombedarf durch Rechenzentren, Elektroautos und die Industrie. Die Investition wird die Produktionskapazitäten für Verteilungsausrüstung erhöhen, die von Stromnetzen zur Versorgung von Fabriken, Krankenhäusern und grossen Gebäuden eingesetzt wird, so ABB. Das auf drei Jahre angelegte Programm umfasst 100 Millionen Dollar für ein neues Werk in Dalmine in Norditalien sowie weitere 100 Millionen Dollar für den Ausbau von Standorten in Bulgarien, Finnland, Deutschland, Norwegen und Polen.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hat sich mit leichten Abgaben ins Wochenende verabschiedet. Der SMI verlor 0,3 Prozent auf 13.101 Punkte. Swiss Life verloren mit minus 2,7 Prozent recht deutlich. Die UBS hatte das Papier auf "Verkaufen" abgestuft. Swiss Re sanken nach einem negativen Kommentar der RBC um 0,7 Prozent. Die Geschäftszahlen von Lonza zum ersten Quartal und der bestätigte Ausblick hätten bei Anlegern angesichts der jüngsten Sorgen über wirtschaftliche Unsicherheit und Zölle gut ankommen sollen, urteilte Analyst Charles Weston von RBC. Der Kurs verlor jedoch 0,7 Prozent. Der Auftragshersteller erklärte, dass grosse Pharmaunternehmen angesichts geplanter umfangreicher Investitionen in den USA möglicherweise länger für Outsourcing-Entscheidungen benötigten. Bei Kühne+Nagel "belastete" rein optisch die Dividendenausschüttung. Unter den Nebenwerten verbilligten sich Clariant um 2,9 Prozent nach Vorlage von Geschäftszahlen. Das Chemieunternehmen habe wie erwartet aufgrund des schwierigen Marktumfelds schwache Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt, urteilte Vontobel. Bei Landis+Gyr wurden Ausblick und Dividende bemängelt, der Kurs sackte nach Geschäftsausweis um 15,6 Prozent ab. Jungfraubahnen sanken nach Zahlenvorlage um 3,1 Prozent.

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Börsen haben am Freitag unter Abgabedruck gestanden. Der DAX fiel um 1,3 Prozent auf 24.339 Punkte, der Euro-Stoxx-50 reduzierte sich um 1 Prozent auf 5.912 Punkte. Rheinmetall gaben mit 9,2 Prozent deutlich zurück und belasteten als Schwergewicht auch den DAX. Leonardo gaben 3,2 Prozent nach oder BAE Systems um 2,9 Prozent. Commerzbank verloren nach Zahlenvorlage 3,9 Prozent, allerdings fiel auch der europäische Finanzsektor im Stoxx-50 um 1,3 Prozent zurück. Die Aktien von British-Airways-Mutter IAG fielen um 2,8 Prozent. Hier zeigten sich die Blessuren der Explosion bei den Treibstoffpreisen. Lufthansa gaben um 2,8 Prozent nach, Air France-KLM 3,9 Prozent. Dazu bewegen Umstufungen: Dazu bewegten Umstufungen: So entzog die UBS Hellofresh die Kaufempfehlung, die Aktien schlossen 4,7 Prozent tiefer. Bei Infineon ging es gegen den Markt um 3,6 Prozent nach oben, da Goldman Sachs das Kursziel deutlich erhöht hatte.

USA
Die Wall Street hat ihren Rekordlauf am Freitag wieder aufgenommen - S&P-500 und Nasdaq erreichten Allzeithochs auf Schlusskursbasis. Während der Dow-Jones-Index bei 49.609 Punkten stagnierte, zogen S&P-500 und Nasdaq-Composite um 0,8 bzw. 1,7 Prozent an. Unter den Einzelaktien stiegen Apple um 2 Prozent, Intel schnellten um 13,9 Prozent nach oben. Beide Technologiekonzern haben offenbar eine vorläufige Vereinbarung getroffen, nach der Intel einen Teil der Chips für Apple-Geräte herstellen soll, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen erklärten. Coreweave hatte den Verlust im ersten Quartal ausgeweitet und mitgeteilt, dass höhere Komponentenpreise die Investitionsausgaben in diesem Jahr erhöhen könnten. Die Aktie stürzte um 11,4 Prozent ab. Cloudflare brachen um 23,6 Prozent ein. Das Cloud-Konnektivitätsunternehmen plant im Rahmen eines von künstlicher Intelligenz getriebenen Restrukturierungsplans rund 1.100 Arbeitsplätze abzubauen und sprach von einer Reaktion darauf, dass KI einen "Paradigmenwechsel" in der Softwarebranche auslöse. Auch Upwork baut im Rahmen eines Restrukturierungsplans Arbeitsplätze ab, konkret fast ein Viertel. Auch die Marktplattform für freie Mitarbeiter verwies auf eine sich verändernde "Natur der Arbeit" durch den Fortschritt der KI-Technologie. Das Unternehmen senkte zudem seine Umsatzprognose. Die Aktie sackte um 16,9 Prozent ab. Akamai Technologies gab bekannt, im Rahmen einer siebenjährigen Vereinbarung im Wert von 1,8 Milliarden Dollar Cloud-Infrastruktur-Dienste für ein führendes KI-Labor bereitzustellen. Die Reaktion war ein Kursfeuerwerk um 26,6 Prozent.

Asien
Die Mehrheit der asiatischen Börsen präsentiert sich am Montag im späten Geschäft mit Aufschlägen. Angeführt wird die Liste der Gewinner von Südkorea, wo der technologielastige Kospi um 4,8 Prozent auf Allzeithoch nach oben schnellt. Im Technologiesektor haussieren SK Hynix um 13 Prozent und markieren ein Allzeithoch, Samsung Electronics rücken um 6,2 Prozent vor. In Japan steigt der Nikkei-225 um 0,2 Prozent auf 62.585 Punkte - der breiter aufgestellte Topix einen Tick deutlicher. Die Papiere des Videospieleherstellers Nintendo stürzen um knapp 9 Prozent ab, das Unternehmen hat vor höheren Chippreisen gewarnt. In China verliert der HSI in Hongkong 0,3 Prozent, der Shanghai-Composite steigt dagegen um 0,9 Prozent.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt sank die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 3 Basispunkte auf 4,36%. US-Indikatoren zeigen eine wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, trotz einiger Anzeichen einer potenziellen Abschwächung am Arbeitsmarkt.

Analyse
UBS senkt Alcon auf 86 (95) CHF - Buy
UBS senkt Swiss Life auf Sell (Neutral) - Ziel weiter 850 CHF
Berenberg erhöht Logitech auf 115 (110) CHF - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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