Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 13.05.2026 - 00:00
Die Zurich ist mit Wachstum ins Jahr 2026 gestartet. Vor allem in der Schaden- und Unfallversicherung legte die Gruppe zu. Der Konzern profitierte von weiteren Tariferhöhungen, während die Wachstumsinitiativen in den Spezialversicherungen und mit mittelgrossen Firmenkunden (Middle Market) Früchte trugen. In der Schaden- und Unfallsparte stieg der Versicherungsumsatz der Zurich in den Monaten Januar bis März um 11 Prozent auf 12,0 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Mittwoch bekanntgab. Das Bruttoprämienvolumen rückte derweil um 17 Prozent auf 15,6 Milliarden vor. Auf vergleichbarer Basis verblieb ein Plus von 8 Prozent. In der Lebensversicherung legten die Bruttoprämien um 5 Prozent auf 9,85 Milliarden Dollar zu. Auf vergleichbarer Basis resultierte allerdings ein Minus von 5 Prozent. Der Barwert der Prämien aus dem Neugeschäft fiel nach dem starken Wachstum aus dem Vorjahr um 7 Prozent auf 4,71 Milliarden. Angaben zu den Gewinnzahlen macht die Zurich-Gruppe zum ersten Quartal keine. Was die Profitabilität angeht, sieht sich der Konzern mit Blick auf die bis 2027 gesetzten Zielen weiterhin gut aufgestellt, um diese erreichen oder gar übertreffen. Im laufenden Programm, das 2025 startete und 2027 zum Abschluss kommt, will die Zurich im Kern eine Eigenkapitalrendite zum Bruttogewinn von über 23 Prozent sowie ein jährliches Plus beim Gewinn je Aktie von mindestens 9 Prozent erreichen.
Knapp behauptet hat sich der schweizerische Aktienmarkt am Dienstag aus dem Handel verabschiedet. Der SMI verlor 0,1 Prozent auf 13.093 Punkte. Die höchsten Kursverluste im SMI verzeichneten Logitech (-5,3%) und Swiss Re (-3,5%). Im Fall von Logitech sprachen Marktteilnehmer von Gewinnmitnahmen. Swiss Re wiederum seien im Fahrwasser von Munich Re unter Druck geraten, hiess es. Gestützt wurde der SMI von dem am Montag geschmähten Indexschwergewicht Nestlé, dessen Kurs um 1,6 Prozent stieg. Besser als der Markt zeigten sich auch Novartis und Roche, die 1,9 bzw 0,7 Prozent hinzugewannen. Auf einer Investoren-Veranstaltung in London hatte Roche-CEO Thomas Schinecker für das Pharmaportfolio des Konzerns weiteres Umsatzwachstum bis zum Ende des Jahrzehnts in Aussicht gestellt. Zu verdanken sei dies den schon auf dem Markt befindlichen Medikamenten, aber auch bevorstehenden Neueinführungen. Im September hatte Roche noch ein Pharmawachstum bis 2028 und für die Jahre danach eine Stagnation erwartet. Am Tag ihrer jeweiligen Hauptversammlungen ging es in der zweiten Reihe mit Docmorris (-1,6%) ab- und mit Swatch (+2,7%) aufwärts. Gut kamen ferner die Geschäftszahlen von Softwareone an, deren Aktien um 9,3 Prozent zulegten.
Europa
An den europäischen Aktienmärkten ging es am Dienstag deutlich nach unten. Der DAX gab um 1,6 Prozent nach auf 24.955 Punkte, der Euro-Stoxx-50 büsste 1,5 Prozent ein auf 5.808 Punkte. Tagesgewinner im DAX waren Bayer mit Plus 3,7 Prozent. Das Unternehmen hat im Auftaktquartal anders als vom Markt erwartet deutlich mehr verdient. Angetrieben wurde das Ergebnis vom starken Agrargeschäft. Tagesverlierer im DAX waren - ebenfalls nach Vorlage von Quartalszahlen - Munich Re mit einem Minus von 6,1 Prozent. Der Rückversicherer profitierte zwar von einem geringeren Grossschadensaufkommen und einem guten Ergebnis in der Kapitalanlage; der Gewinn legte aber dennoch nicht ganz so stark zu, wie Analysten geschätzt hatten. Siemens Energy, und damit ein weiteres DAX-Schwergewicht, gaben um 5,1 Prozent nach. Hier belastete, dass der Windturbinenhersteller Siemens Gamesa die für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 angekündigte Gewinnschwelle wohl nicht schon im nächsten Quartal erreicht. In London verloren Vodafone 7 Prozent. Trotz einer Rückkehr in die Gewinnzone läuft es bei dem Telekom-Unternehmen in Deutschland nicht rund. Bei Imperial Brands (+3,8%) ging der Vorsteuergewinn nach unten, vor allem wegen hoher Rechts- und Verwaltungskosten. Viel besser als erwartet entwickelte sich aber der Umsatz mit E-Zigaretten. Nicht gut kamen die Geschäftszahlen von Prosus an, der Kurs sackte um 6,3 Prozent ab. Für die Verluste sorgt laut einem Marktteilnehmer die Ankündigung, die Investments in die Online-Essens-Plattform iFood deutlich hochzufahren.
USA
Die jüngste Rekordserie der US-Börsen hat am Dienstag ein vorläufiges Ende gefunden. Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent höher bei 49.761 Punkten. Der S&P-500 büsste jedoch 0,2 Prozent ein und für den Nasdaq-Composite ging es um 0,7 Prozent nach unten. Micron, Seagate und Western Digital verbilligten sich um bis zu 5,3 Prozent. Intel und AMD verloren 0,4 und 2,3 Prozent. Nvidia (+0,6%) hielten sich besser als der restliche Sektor und markierten im Verlauf sogar ein neues Rekordhoch. Ebay will sich nicht von Gamestop übernehmen lassen. Wie der Betreiber des gleichnamigen Online-Marktplatzes mitteilte, hat das Board die Offerte im Volumen von 56 Milliarden US-Dollar abgelehnt. Die Ebay-Aktie schloss 2,1 Prozent höher, Gamestop fielen um 3,3 Prozent. Mit Enttäuschung wurden Zahlen und Ausblick von Under Armour aufgenommen. Die Aktie des Sportartikelherstellers sackte um fast 17 Prozent ab. Die Papiere von Hims & Hers knickten um gut 14 Prozent ein. Die Telemedizin-Plattform hat mit dem Quartalsergebnis die Erwartungen klar verfehlt. Zudem wurde mitgeteilt, dass die Umstrukturierung der Angebote zur Gewichtsreduktion die Kosten in die Höhe getrieben hat. Bristol Myers stiegen um 1,4 Prozent. Der US-Pharmakonzern hat eine strategische Partnerschaft und ein Lizenzabkommen mit dem chinesischen Arzneimittelhersteller Hengrui Pharmaceuticals geschlossen. Das Geschäft könnte mehr als 15 Milliarden Dollar wert sein. Die Unternehmen kündigten eine Zusammenarbeit an, um 13 in einem frühen Stadium befindliche Medikamentenprogramme voranzutreiben.
Asien
Die meisten asiatischen Aktienmärkte verbuchen am Mittwoch im späten Geschäft Aufschläge. Der Kospi in Seoul liegt 2,1 Prozent im Plus. Zu den Treibern gehören Halbleiterwerte. Samsung Electronics steigen um 1,6 Prozent, SK Hynix ziehen um 7,4 Prozent an. In Japan zieht der Nikkei-225 um 0,8 Prozent auf 63.262 Punkte an. Der HSI in Hongkong legt um 0,3 Prozent zu, der Shanghai-Composite um 0,1 Prozent. Der australische S&P/ASX-200 gibt 0,5 Prozent ab, belastet von schwachen Finanzwerten. Commonwealth Bank of Australia brechen nach dem Zahlenausweis um 10,3 Prozent ein.
Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 5 Basispunkte auf 4,46%. Der Inflationsdruck in den USA hat sich im April verstärkt, primär getrieben durch die kriegsbedingt gestiegenen Energiekosten infolge des Konflikts mit dem Iran. So stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und lagen um 3,8 (Vormonat: 3,3) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Da die US-Notenbank ein Niveau von 2 Prozent anstrebt, dürfte die hohe Inflationsrate wieder Zinserhöhungssorgen anheizen, hiess es.
Analyse
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