Morning News

LVMH verkauft Modemarke Marc Jacobs für 850 Millionen Dollar

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Mon, 18.05.2026 - 00:00

Thema des Tages

LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton trennt sich von der Marke Marc Jacobs. Der Luxusgüterkonzern verkauft die Modemarke an WHP Global und die G-III Apparel Group für 850 Millionen US-Dollar. Die beiden Käufer zahlen jeweils 425 Millionen Dollar und werden die Marke paritätisch halten, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. G-III, zu der Karl Lagerfeld und Dutzende Lizenzen für mehrere andere Modemarken gehören, soll das operative Geschäft von Marc Jacobs führen, einschliesslich des Direktvertriebs an Verbraucher und des Grosshandels. G-III erhält zudem eine exklusive Lizenz zur Nutzung der Marke und des geistigen Eigentums von Marc Jacobs. WHP, das Lizenzen für Vera Wang und rag & bone verwaltet, wird die Lizenzvergabe überwachen. Die Transaktion soll im dritten Geschäftsquartal von G-III abgeschlossen werden, das im Oktober endet. LVMH hat 1997 die Mehrheit an Marc Jacobs übernommen, als Jacobs selbst als Kreativdirektor von Louis Vuitton geholt wurde. Jacobs hatte die Marke, die für ihre erschwinglichen Luxushandtaschen bekannt geworden ist, 1984 gegründet.

Schweizer Aktien

Kaum verändert hat sich der schweizerische Aktienmarkt aus einem ruhigen Brückentagshandel ins Wochenende verabschiedet. Der SMI schloss kaum verändert bei 13.211 Punkten. Bei den 20 SMI-Werten standen sich zehn Kursverlierer und zehn -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 29,23 (zuvor: 22,4) Millionen Aktien. Die Kurse der Indexschwergewichte Nestle und Roche gewannen 1,6, und 0,9 Prozent. Novartis (-0,1%) drehten kurz vor Schluss noch knapp ins Minus. Mit Alcon (+1,6%) war eine weitere Pharma-Aktie gesucht. Die Ratungagentur Moody's hat die Bonitätsnote "Baa1" des Unternehmens bestätigt. Der Ausblick ist stabil. Überdies startete am Freitag das Aktienrückkaufprogramm des Augenheilkundespezialisten, wie es hiess. Gefragt waren ferner die Versicherer. Swiss Life, Swiss Re und Zurich Insurance verbuchten Kursgewinne zwischen 0,5 und 1,7 Prozent. Konjunkturzykliker wurden wegen einer befürchteten Wirtschaftsschwäche hingegen gemieden. Amrize, Holcim und Sika verbilligten sich um bis zu 5,1 Prozent.

Internationale Märkte

Europa
Mit deutlichen Verlusten haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag den Handel beendet. Der DAX beschloss die Handelswoche mit einem kräftigen Minus von 2,1 Prozent auf 23.951 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fiel um 1,8 Prozent auf 5.828 Punkte. Im DAX wurden auch rohstoffnahe Titel wie Heidelberg Materials mit 7,2 Prozent Minus vom Branchenabsturz belastet. Zudem verschärfte sich die Krise im deutschen Wohnungsbau im April massiv. Wie das Ifo-Institut mitteilte, brach das Geschäftsklima im Sektor so stark ein wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die Angst vor einem Konjunktureinbruch drückte auch die Vorzeigeaktien aus dem Sektor: Siemens fielen um 5,2 Prozent, Schneider Electric in Paris um 2,7 Prozent. Aktien von Chipherstellern litten wie schon in Asien unter Zweifeln, ob die USA weitere Chipverkäufe nach China zulassen würden und ob China überhaupt vermehrt Chips importieren wollte. Dazu drückte der Zinsanstieg die sehr hohen Bewertungen der Technologieaktien und schob alle Branchenwerte ins Minus. Infineon schlossen 4,2 Prozent im Minus, Aixtron verloren 6,0 Prozent, STMicro und ASML fielen um 4,2 bzw. 4,4 Prozent. Fraport büssten 4,7 Prozent ein. Die Streiks bei der Lufthansa hatten wie erwartet das Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen im April erheblich geschmälert. Von den insgesamt sechs Streiktagen durch die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo im April waren rund 500.000 Fluggäste betroffen. Stellantis verloren in Mailand 3,5 Prozent, nachdem der französisch-italienische Autobauer einen rund 1 Milliarde Euro schweren Vertrag mit dem chinesischen Partner Dongfeng unterzeichnete, um Fahrzeuge der Marken Peugeot und Jeep in China zu produzieren.

USA
Schwächer hat sich die Wall Street zum Wochenausklang gezeigt und ihre jüngste Rekordserie erst einmal beendet. Für den Dow-Jones-Index ging es um 1,1 Prozent auf 49.526 Punkte nach unten. Der S&P-500 verlor 1,2 Prozent. Bei den Technologie-Werten fiel das Minus besonders kräftig aus. Die Nasdaq-Indizes büssten bis zu 1,5 Prozent ein. An der Nyse waren Kursgewinner mit 641 (Donnerstag: 1.647) Titeln klar in der Minderheit. Ihnen standen 2.127 (1.098) Verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 38 (93) Titel. Bei den Einzeltiteln zeigten sich vor allem die Werte aus dem Technologie-Sektor mit kräftigen Abgaben. Die hohen Erwartungen an das Trump/Xi-Treffen seien nicht erfüllt worden, hiess es. China hat nach Aussage von US-Präsident Trump trotz der Freigabe durch die USA keine H200-Chips von Nvidia gekauft. "Sie wollen versuchen, ihre eigenen zu entwickeln", so Trump. Die Erwartungen an einen Durchbruch waren gestiegen, nachdem sich Nvidia-Chef Jensen Huang einer Delegation hochkarätiger CEOs nach Peking angeschlossen hatte. Mit den Aktien von Nvidia ging es um 4,4 Prozent abwärts. Intel büssten 6,2 Prozent ein. Die Aktie des Börsenneulings und KI-Chipentwicklers Cerebras, die am Donnerstag bei ihrem Debüt um fast 70 Prozent nach oben geschossen war, fiel um gut 10 Prozent. Applied Materials konnten sich der schlechten Stimmung nicht entziehen, obwohl das Unternehmen überraschend gute Zahlen für sein zweites Geschäftsquartal vorgelegt und einen optimistischen Ausblick gegeben hatte. Die Aktie sank um 0,9 Prozent. Der US-Investor Bill Ackman hat über seinen Hedgefonds Pershing Square eine Beteiligung an Microsoft aufgebaut. Damit wettet Ackman darauf, dass die massiven Investitionen des Softwaregiganten in Künstliche Intelligenz im derzeit schwächelnden Aktienkurs noch nicht angemessen berücksichtigt sind. Die Microsoft-Aktie stieg um gut 3 Prozent.

Asien
Zum Start in die neue Woche dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien negative Vorzeichen. Auf der Stimmung lastet der andauernde Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit neuen Militärschlägen gedroht, falls es nicht zu einer Einigung kommt. Die Strasse von Hormus ist derweil noch immer geschlossen, was die Ölpreise am Montag weiter in die Höhe treibt. Das Barrel Brentöl verteuert sich um 1,8 Prozent auf 111,20 Dollar. Unter Druck stehen in der Region vor allem die Technologiewerte. Anleger warten gespannt auf die Geschäftszahlen von Nvidia im späteren Wochenverlauf.

Obligationen
Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen erhöhte sich um 14 Basispunkte auf 4,60 Prozent.

Analyse
Berenberg erhöht Ziel Swiss Life auf 979 (939) CHF – Buy
UBS erhöht Burberry-Ziel auf 1.420 (1.410) p – Buy
UBS senkt BPER auf Neutral (Buy) – Ziel 12,50 (13,50) EUR

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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