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Home Depot mit Gewinnrückgang - Hausbesitzer halten sich mit Projekten zurück

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 20.05.2026 - 00:00

Thema des Tages

Home Depot hat im ersten Geschäftsquartal einen geringeren Gewinn gemeldet. Finanzvorstand Richard McPhail sagte in einem Interview, dass sich Hausbesitzer aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit weiterhin bei grossen Heimwerkerprojekten zurückhielten. "Wenn wir mit unseren Kunden sprechen, sagen sie uns, dass sie sich Sorgen über die Unsicherheit und die Erschwinglichkeit von Wohnraum machen. Sie weisen darauf hin, dass die Kraftstoffkosten steigen, die Hypothekenzinsen nach einem Rückgang im Jahr 2025 wieder gestiegen sind und die Zahl der Entlassungen zunimmt", sagte McPhail. "Und infolgedessen sagen sie uns, dass sie sich bei grösseren Projekten weiterhin zurückhalten." Laut McPhail zeigen Hausbesitzer weiterhin Interesse an der Verbesserung ihres Heims, was sich in starken Verkäufen in den Kategorien Aussenbereich und Farben zeige. Die Zurückhaltung bei der Durchführung grösserer Projekte führe jedoch zu einer Schwäche bei Holz, Bodenbelägen, Beleuchtung und Tischlerarbeiten.

Schweizer Aktien

Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs hat dem schweizerischen Aktienmarkt am Dienstag Auftrieb gegeben. Der SMI gewann 1,2 Prozent auf 13.393 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich zehn Kursverlierer und zehn -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 21,7 (zuvor: 20,58) Millionen Aktien. Unterstützung erhielt der SMI von den Schwergewichten Nestle, Novartis und Roche, die zwischen 1,6 und 2,4 Prozent gewannen. Im Pharmasektor waren überdies Alcon (+2,7%) und Lonza (+4,2%) gesucht. Konjunkturzykliker wurden tendenziell verkauft. ABB verbilligten sich um 1,7 Prozent und Amrize um 0,8 Prozent. In der zweiten Reihe zeigten sich Adecco (+0,5%) wenig beeindruckt von einem negativen Analystenkommentar. Die UBS hatte die Aktie auf Verkaufen abgestuft und das Kursziel auf 13 Franken gesenkt. Eine Erholung der Ertragslage sei mittelfristig unwahrscheinlich, so die Analysten.

Internationale Märkte

Europa
Weiter steigende Marktzinsen und eine negative Eröffnung der US-Börsen haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag gebremst. Der deutsche Leitindex DAX gewann 0,4 Prozent auf 24.603 Punkte und profitierte dabei von einem Plus in Höhe von 6 Prozent im DAX-Schwergewicht SAP. Der Euro-Stoxx-50 schloss behauptet bei 5.851 Zählern. Unternehmensnachrichten waren rar, grössere Akzente könnten die mit grosser Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia setzen, die am Mittwoch nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden. Sie gelten als Benchmark für den gesamten KI-Sektor. Anleger in den vergangenen Wochen Aktien von Hardware- und Chipherstellern gegenüber den Softwareunternehmen im Technologiesektor bevorzugten, findet momentan ein Umdenken statt. Bisher galten Unternehmen aus dem Hardware-Bereich wie ASML, ASMI, Nokia oder Infineon als die grossen Profiteure des KI-Hypes. Bei den Softwareanbietern würde die Arbeit des Geschäftsmodells "Software as a Service" zukünftig zunehmend von der KI erledigt, so die Befürchtungen der Anleger. Doch aktuell werden diese Umschichtungen zurückgedreht, ASML verloren 1,2 Prozent und Infineon 2,6 Prozent, dagegen legten SAP um 6 Prozent zu und Capgemini um 4,3 Prozent. Nemetschek stiegen um 10 und Atoss Software gewannen gleich 13,5 Prozent. Für Nuways-Analyst Vincent Bischoff ist die Aktie von Atoss Software auf dem nun erreichten Bewertungsniveau ein Kauf. Atoss profitiere von KI nicht nur auf technologischer Ebene, sondern vor allem strukturell und wirtschaftlich. Das Unternehmen kombiniere proprietäre Daten, tiefe Kundenintegration, eine starke Cloud-Dynamik und ein hochprofitables SaaS-Modell. Damit verfüge es über das ideale Fundament, um als einer der grossen europäischen Gewinner des nächsten KI-Transformationszyklus hervorzugehen.

USA
Leichter haben die US-Börsen den Handel am Dienstag beendet. US-Präsident Donald Trump verzichtet vorerst nach eigener Aussage auf einen eigentlich für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran. Anleger werteten dies als Hinweis, dass die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA weiterlaufen. Trump warnte jedoch, das US-Militär sei bereit, jederzeit einen vollständigen, gross angelegten Angriff auf den Iran durchzuführen, falls kein akzeptables Abkommen erreicht werde. Doch stützten die Aussagen nur bedingt. Denn die Rally der Halbleiteraktien verlor weiter an Schwung, und Anleger neigten zu Gewinnmitnahmen. Dow-Jones-Index fiel um 0,7 Prozent auf 49.364 Punkte. Der S&P-500 verlor 0,7 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,8 Prozent. Den 803 (1.614) Kursgewinnern an der Nyse stand eine Überzahl von 1.962 (1.159) -verlierern gegenüber. Unverändert schlossen 51 (863) Titel. Für Zurückhaltung im Sektor sorgten die am Mittwoch nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen des KI-Dickschiffs Nvidia. Diese könnten den Hype um KI-Chips erneut entfachen, bergen aber auch Enttäuschungspotenzial für den Sektor - gerade weil die Hoffnungen des Marktes so hoch sind. Der Kurs sank um 0,8 Prozent. Zudem warten Anleger gespannt auf den Börsenprospekt von SpaceX, der voraussichtlich in den kommenden Tagen eingereicht werden wird. Am Aktienmarkt stiegen Home Depot um 0,9 Prozent nach Vorlage von Erstquartalszahlen. Der Baumarktbetreiber verbuchte Gewinne über Marktschätzungen. ServiceNow verloren im Zuge von Gewinnmitnahmen 1,6 Prozent, nachdem sie zuvor davon profitiert hatten, dass die Bank of America die Beobachtung des Softwareunternehmens mit einer Kaufempfehlung wieder aufgenommen hatte. Agilysys sprangen um 12,4 Prozent nach oben, nachdem der Anbieter von Software für das Gastgewerbe im vierten Geschäftsquartal die Gewinn- und Umsatzerwartungen übertroffen hat. Es war das 17. Quartal in Folge mit Rekordumsätzen. Nach Auflage einer Wandelanleihe büssten Akamai Technologies 6,2 Prozent ein.

Asien
An den Börsen in Ostasien und Australien dominieren am Mittwoch die negativen Vorzeichen. Am Tokioter Aktienmarkt fällt der Topix um 1,7 Prozent. Japanische Anleger trennen sich aus Sorge um die hohen Energie- und Materialkosten von Metall-, Elektronik- und Technologiewerten.

Obligationen
Die Renditen der US-Staatsanleihen setzten ihren Höhenflug fort. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg um 4 Basispunkte auf 4,66 Prozent

Analyse
UBS senkt Adecco auf Sell (Neutral) – Ziel 13 (21) CHF
Bank of America senkt Ryanair-Ziel auf 26,50 (27) EUR – Buy
Citi erhöht Knorr-Bremse auf Buy (Neutral) – Ziel 123 (116) EUR

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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