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Universal Music erteilt Investor Bill Ackman eine Absage

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Mon, 01.06.2026 - 00:00

Thema des Tages

Die Universal Music Group (UMG) lehnt die 65-Milliarden-Dollar-Übernahme durch den Investor Bill Ackman ab. Zuvor hatte der grösste Aktionär von Universal Widerstand geäussert. Der Board prüfte das unaufgeforderte Angebot von Pershing Square und kam zu dem Schluss, dass es "UMG grundlegend und erheblich unterbewertet und keine überlegene Wertschöpfung bringen wird". "UMG hat sich durch eine klare Vision und Umsetzung eine konkurrenzlose Position in der Musikindustrie aufgebaut", sagte Sherry Lansing, Chairman of the Board bei UMG. Cyrille Bollore, Chef des grössten UMG-Aktionärs Bollore Group, hatte das Unternehmen gedrängt, das Angebot zurückzuweisen, mit der Begründung, Ackmans Vorschlag unterbewerte die Firma. Die Familie des französischen Milliardärs Vincent Bollore hält einen Anteil von rund 18,5 Prozent an Universal und fast 40 Prozent der Stimmrechte. Pershing Square Capital hatte im April 30,40 Euro je Aktie in einer Bar- und Aktientransaktion angeboten. Die Aktien von Universal – das mit Künstlern wie Taylor Swift, Kendrick Lamar und Billie Eilish zusammenarbeitet – sind in den vergangenen 12 Monaten um rund 30 Prozent gefallen.

Schweizer Aktien

Mit einem leichten Plus hat sich der schweizerische Aktienmarkt aus der Handelswoche verabschiedet. Die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran stützte das Sentiment. Der SMI verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 13.543 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 49,69 (zuvor: 17,92) Millionen Aktien. Unter den Einzelwerten zogen die Aktien von Logitech um 8,2 Prozent an und waren damit grösster Gewinner im SMI. Der Technologie-Sektor gehörte zu den stärksten in Europa. Hier trieben die euphorisch gefeierten Geschäftszahlen von Dell die Kurse an. Der Computerhardware-Hersteller sprach von einem rasanten Wachstum bei Servern für künstliche Intelligenz für Rechenzentren. Zudem stützten Details zu einem neuen Vertrag mit dem US-Militär im Wert von 9,7 Milliarden US-Dollar. Die defensiven Index-Schwergewichte zeigten sich überwiegend mit leichten Abgaben. So fielen die Papiere von Novartis und Nestle um 0,4 bzw. 0,5 Prozent. Dagegen stiegen Roche um 0,1 Prozent.

Internationale Märkte

Europa
Wenig verändert sind die europäischen Börsen am Freitag aus dem Handel gegangen. Der DAX zeigte sich davon unberührt und schloss knapp im Plus bei 25.105 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 ging 0,1 Prozent tiefer bei 6.051 Zählern aus dem Handel. Auch Aufschläge im Banksektor von 0,5 Prozent halfen dem Index kaum auf die Sprünge. Leichten Druck gab es angesichts gesunkener Ölpreise auf Energiewerte, die rund 1,0 Prozent nachgaben. Der Technologiesektor stieg 0,4 Prozent. Hier stützten Geschäftszahlen von Dell. Der Computerhardware-Hersteller sprach von einem rasanten Wachstum bei KI-Servern für Rechenzentren. Die Aktien haussierten in den USA. In Deutschland zogen Branchenwerte wie Siltronic um 9,2 Prozent an, Infineon um 1,3 Prozent. Am deutschen Markt haussierten CTS Eventim nach Erstquartalszahlen um 10,7 Prozent. Diese waren nach Einschätzung von Baader herausragend ausgefallen. Vivendi sprangen in Paris um 3,3 Prozent. Positive Gerichtssignale stützten - nach der grossen Zerlegung des alten Konzerns muss den aktuellen Minderheitsaktionären wohl doch noch ein Pflichtangebot unterbreitet werden. Der ehemalige Medienkonzern war Ende 2024 zerschlagen worden in den TV-Sender Canal+, die Werbeagentur Havas, den Verlag Louis Hachette und den Restbestand Vivendi. Siemens Energy setzen die seit Tagen andauernde Korrektur fort. Im Händler verwiesen auf die hohe Aktienbewertung, die den Energieausrüster in die Nähe von Chip-Werten gebracht habe. Die Aktien verloren 2,1 Prozent. Mit optischen Minuszeichen zeigten sich viele Aktien wegen ihrer Dividendenausschüttung: So unter anderem Deutsche Bank, IVU Traffic, Kion und Springer Nature.

USA
Zum Wochenausklang hatte sich die Rekordjagd an der Wall Street fortgesetzt. Der Dow-Jones-Index stieg erstmals über die Marke von 51.000 Punkten und markierte bei 51.094 Punkten ein neues Allzeithoch. Der marktbreite S&P-500 beendete die neunte Gewinnwoche in Folge. Der Markt befindet sich seit Ende März im Aufwärtstrend. Die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran stützte erneut. Laut US-Finanzminister Scott Bessent stehen die USA und der Iran kurz vor einer Einigung. Gleichwohl warteten die Anleger hier auf konkrete Entscheidungen. Der Dow-Jones-Index erhöhte sich um ss.7 Prozent auf 51.032 Punkte. Der breitere S&P-500 und der technologielastige Nasdaq-Composite legten um jeweils 0,2 Prozent zu. Nach ersten Zählungen gab es an der Nyse 1.160 (Donnerstag: 1.610) Kursgewinner und 1.614 (1.164) Kursverlierer. Unverändert schlossen 58 (80) Titel. Gestützt wurde die Stimmung auch von einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanager-Index Chicago. Dieser stieg im Mai auf 62,7 Punkte, nach 49,2 Punkten im April. Es ist damit der höchste Stand seit Januar 2022. Die Neuaufträge sprangen ebenfalls auf das höchste Niveau seit Januar 2022. Am Aktienmarkt brachen American Eagle Outfitters um 11,8 Prozent ein. Die Kernmarke des Modekonzerns schnitt nicht so positiv ab, wie von der Geschäftsführung gewünscht. Die Umsätze dieses Segments im ersten Quartal sind rückläufig. Die Wettbewerberpapiere von Gap stürzten um 15,4 Prozent ab, nachdem der Bekleidungshändler seine Umsatzprognose gesenkt und einen Umsatzrückgang bei seiner Old Navy-Kette gemeldet hat. Autodesk übernimmt MaintainX für 3,6 Milliarden US-Dollar, die Titel gaben 4,0 Prozent ab. Die angehobene Prognose stützte nicht. Okta meldete im ersten Quartal einen höheren Gewinn und hob die Prognose für das Gesamtjahr an - der Kurs sprang um 30,1 Prozent nach oben.

Asien
Zum Start in die neue Woche lässt sich an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz ausmachen. Auf der Stimmung lastet vielerorts der ungelöste Nahostkonflikt. Die Ölpreise ziehen wieder an in Reaktion auf den jüngsten Vorstoss israelischer Streitkräfte im Libanon. Der Preis für ein Barrel Brentöl steigt um etwa 2,5 Prozent auf gut 93 Dollar, notiert damit aber noch immer weit unter den Höchstständen, die der Ölpreis im Zuge des Konflikts gesehen hat.

Obligationen
Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben zum Wochenschluss leicht nach - bei zehnjährigen Titeln um 2,0 Basispunkte auf 4,44 Prozent.

Analyse
Jefferies erhöht STMicro auf 74 (52) EUR – Buy
Berenberg erhöht BT Group auf 3,00 (2,50) GBp – Buy
Bank of America erhöht Ziel Banca Monte dei Paschi auf 11,70 (11,50) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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