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Broadcom-Aktie fällt wegen enttäuschendem KI-Ausblick

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 04.06.2026 - 00:00

Thema des Tages

Broadcom hat im abgelaufenen Quartal dank einer beschleunigten Nachfrage nach seinen Chips für künstliche Intelligenz (KI) höhere Einnahmen verzeichnet. Die Aktien des Halbleiter- und Softwareherstellers fielen im nachbörslichen US-Handel jedoch um 12 Prozent, da der Bericht und die Prognose die hohen Erwartungen einiger Anleger nicht erfüllten. Bis zum Börsenschluss war die Aktie seit Jahresbeginn um 38 Prozent gestiegen. Der Konzern, der Hyperscaler wie Google, OpenAI und Meta bei der Entwicklung kundenspezifischer KI-Beschleunigerchips unterstützt, meldete für das zweite Quartal einen Umsatzanstieg von 48 Prozent. Chief Executive Hock Tan sagte, das Wachstum sei auf die Halbleiterumsätze aus dem KI-Bereich zurückzuführen. Diese hätten sich aufgrund der steigenden Nachfrage nach kundenspezifischen KI-Beschleunigern und KI-Netzwerklösungen auf 10,8 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Tan sagte, die Dynamik habe sich im laufenden Quartal fortgesetzt. Er prognostizierte, dass sich der Umsatz mit KI-Halbleitern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 16 Milliarden Dollar mehr als verdreifachen werde. Dennoch beliess das Unternehmen seinen bisherigen Ausblick für 2027 unverändert und prognostiziert einen KI-Halbleiterumsatz von mehr als 100 Milliarden Dollar.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Mittwoch die Talfahrt vom Wochenbeginn wieder aufgenommen. Der SMI verlor 0,7 Prozent auf 13.218 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursverlierer und sechs -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 21,22 (zuvor: 22,49) Millionen Aktien. Nestle übernimmt den deutschen Anbieter von Trinkmahlzeiten yfood Labs vollständig. Vor gut drei Jahren hatte der Nahrungsmittelkonzern knapp die Hälfte an dem Unternehmen erworben hat. Laut gut informierten Kreisen wurde yfood in der Transaktion mit 450 Millionen Euro bewertet. Der Nestle-Kurs gab 0,5 Prozent ab. Die beiden Uhrentitel Richemont (-1,5%) und Swatch (-2,8%) gaben einen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder ab. Die Uhrenexporte wurden zur Wochenmitte nicht mehr ganz so positiv interpretiert. Gesucht waren Docmorris mit einem Aufschlag von 5,3 Prozent. Kurstreiber für die Titel der Online-Apotheke war nach Händlerangaben das neue Fixum für verschreibungspflichtige Medikamente in Deutschland. Es soll ab Juli auf 9 Euro und ab Januar auf 9,50 Euro steigen.

Internationale Märkte

Europa
Der europäische Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Der DAX gab 1,3 Prozent auf 24.796 Punkte nach. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,9 Prozent zurück, hier stützten Aufschläge von Energietiteln angesichts wieder steigender Ölpreise. Brent legte um 2 Prozent auf knapp 98 Dollar das Fass zu und nähert sich damit wieder der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. An den Anleihenmärkten stiegen die Renditen kräftig. Für die Vonovia-Aktie im DAX ging es um 2,8 Prozent nach unten. Die Aktie von Akzo Nobel brach um 17,2 Prozent auf 55 Euro ein. Sherwin-Williams und Nippon Paint Holdings haben ihre Bemühungen um eine gemeinsame Übernahme des Lackherstellers eingestellt. Akzonobel hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass die jüngste Offerte der beiden Konzerne das Unternehmen mit 73 Euro pro Aktie bewerte, was einem Gebot von 12,49 Milliarden Euro entsprach. Das Bieterduo erklärte zu diesem Zeitpunkt, man werde angesichts der Ablehnung prüfen, ob weitere Schritte ergriffen würden. In Reaktion auf die Entscheidung teilte Akzonobel mit, dass Vorstand und Aufsichtsrat weiterhin einstimmig eine Fusion unter Gleichen mit US-Konkurrent Axalta Coating Systems empfehlen. Softwareaktien, die zuletzt ein Lebenszeichen von sich gegeben hatten, wurden verkauft. Die Erholung trägt damit zunehmend die Züge einer Bullenfalle. SAP verloren 4,3 Prozent, Nemetschek 5,2 Prozent und Atoss Software 4,7 Prozent. Die zuletzt gemiedenen Versorgeraktien wurden dagegen wieder gekauft: RWE stiegen um 3,7 Prozent und Eon um 1,7 Prozent.

USA
Die Rekordserie an der Wall Street lief am Mittwoch aus. Ein Ende des Iran-Kriegs schien wieder in weite Ferne gerückt zu sein, nachdem sich die Streitkräfte von USA und Iran neue heftige Gefechte geliefert hatten. Am Aktienmarkt standen Fondsbetreiber unter Druck. Blackstone verlieren 5,3 Prozent, KKR 4,6 Prozent, Ares 4,8 Prozent und Blue Owl 3,6 Prozent. Marvell Technology verteuerten sich um weitere 5 Prozent, nachdem sie am Dienstag einen Sprung von über 30 Prozent gemacht hatten. Die Titel profitieren weiter von Aussagen des Nvidia-CEO Jensen Huang. Er traut dem Unternehmen einen Börsenwert von 1 Billion Dollar zu. Nach Vorlage überzeugender Geschäftszahlen gewannen Gamestop 6,2 Prozent. Für Palo Alto Networks ging es hingegen um 4,4 Prozent abwärts, obwohl das Cyber-Security-Unternehmen überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Allerdings hat sich der Kurs der Aktie seit Mitte April in etwa verdoppelt.

Asien
Die asiatischen Aktienmärkte geben am Donnerstag auf breiter Front nach und folgen damit der negativen Vorlage der US-Börsen. In Japan gibt der Nikkei-225 um 1,5 Prozent auf 67.386 Punkte nach, der breitere Topix büsst nach der Rally am Vortag 1,0 Prozent ein. Bei der japanischen Notenbank denkt man weiter über Zinserhöhungen nach.

Obligationen
Die US-Zehnjahresrendite klettert zur Wochenmitte um 5 Basispunkte auf 4,50 Prozent.

Analyse
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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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