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Schwache Snack-Nachfrage belastet Campbell's

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Tue, 09.06.2026 - 00:00

Thema des Tages

Die schwache Nachfrage nach Snacks habe den Umsatz im letzten Quartal weiter belastet, teilte Campbell's mit. Das Unternehmen sehe jedoch einige Anzeichen für Fortschritte bei seinen Bemühungen, die Verbraucher zu erreichen. CEO Mick Beekhuizen sagte, der Konsum von Snacks sei im Quartal aufgrund der Bemühungen zur Stabilisierung des Geschäfts mit frischen Backwaren schwach gewesen. Dazu gehörten auch Arbeiten zur Verbesserung der Verfügbarkeit und der Lieferquoten für die Kunden. Beekhuizen nannte auch die schwache Nachfrage nach salzigen Snacks wie Chips und Brezeln. "Ich erkenne an, dass unsere Leistung deutlich unter den Erwartungen bleibt", sagte Beekhuizen während einer Telefonkonferenz mit Analysten. Der Suppen- und Snackhersteller mache jedoch erste Fortschritte bei einer Reihe von Initiativen, die darauf abzielten, die Leistung seines Snackgeschäfts zu stützen, sagte er.

Schweizer Aktien

Die jüngste Eskalation des Iran-Kriegs hat den schweizerischen Aktienmarkt am Montag belastet. Der SMI verlor 0,4 Prozent auf 13.331 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und sieben -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 17,89 (zuvor: 19,96) Millionen Aktien. Belastet wurde der SMI hauptsächlich von den drei Schwergewichten Nestle (-0,5%), Novartis (-0,5%) und Roche (-1,4%). Ansonsten trennten sich die Anleger von Konjunkturzyklikern wie ABB (0,5%), Amrize (-4,2%), Holcim (-0,8%) oder Sika (-0,9%). Gesucht waren die als defensiv geltenden Givaudan, die um 2,1 Prozent zulegten. Goldman Sachs hatte die Titel auf "Buy" von "Sell" hochgestuft. Partners Group stiegen um 0,3 Prozent. Die Titel zeigten sich unbeeindruckt davon, dass sie von Oddo BHF auf "Neutral" abgestuft worden waren.

Internationale Märkte

Europa
Der europäische Aktienmarkt ist mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Belastend wirkte die wieder eskalierende Lage im Nahen Osten. Der DAX büsste 0,6 Prozent auf 24.616 Punkte ein, im Tagestief stand der Index bei 24.427. Der Euro-Stoxx-50 schloss dagegen kaum verändert, hier machte sich die Erholung im Techsektor bemerkbar. Nach dem Ausverkauf am Freitag konnten sich Chip-Aktien erholen. An den Devisenmärkten zog der Euro leicht an auf 1,1545 Dollar. Mit Abgaben von 4,2 Prozent führten BASF die Verliererliste im DAX an. BASF-Vorstandschef Markus Kamieth hat Analysten in ihrer Erwartung an das zweite Geschäftsquartal nach den ersten beiden Monaten des Quartals bestätigt. Allerdings stehe der Juni noch aus. Auch stellte Kamieth klar, dass sich der kurzfristige starke Nachfrageanstieg als Folge des Irankrieges im März normalisiert habe. Auch andere Chemietitel wurden verkauft: Evonik verloren 1 Prozent, DSM 2,2 Prozent und Brenntag 3,5 Prozent. Die drei grossen französischen Telekommunikationsbetreiber Orange, Bouygues Telecom und der Free-iliad Group haben sich auf die Übernahme des Grossteils des französischen Geschäfts von Altice, SFR, für 20,35 Milliarden Euro geeinigt. "Die Anzahl der Konkurrenten reduziert sich von vier auf drei - damit dürften die Preisschlachten im Mobilfunkbereich ein Ende finden", sagte ein Händler. Entsprechend stiegen Orange um 2,1 Prozent.

USA
Die US-Börsen machen zum Start in die neue Woche einen Teil ihrer jüngsten Verluste wett. Zum Börsenschluss notierte der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 1,58 Prozent höher bei 29.414,26 Punkten. Er hatte am Freitag mit einem Minus von fast 5 Prozent besonders deutlich unter Gewinnmitnahmen gelitten - befeuert zusätzlich durch einen soliden Arbeitsmarktbericht, der die Spekulationen bestärkte, dass die US-Notenbank demnächst ihren Leitzins erhöhen wird. Für den marktbreiten S&P 500 , der am Freitag ebenfalls unter Druck geraten war, ging es am ersten Handelstag der neuen Woche um 0,30 Prozent auf 7.405,73 Punkte hoch. Dagegen stand beim zunächst stabilisierten Dow Jones Industrial ein Minus von 0,16 Prozent auf 50.786,01 Punkte zu Buche. Unternehmensnachrichten waren rar. Höhepunkt der Woche könnte der Spacex-Börsengang sein, der voraussichtlich am Freitag erfolgen wird. Es könnte das erste IPO mit einem Billionen-Dollar-Volumen sein. Marvell Technology springen um 13,4 Prozent nach oben. Die Titel werden in den S&P-500 aufgenommen. Allerdings war der Kurs am Freitag im Zuge des sektorweiten Ausverkaufs um fast 17 Prozent abgesackt. Auch andere Titel des Chipsektors erholen sich: AMD gewinnen 4,8, Broadcom 2,7, Micron 10,6 und Seagate 4 Prozent. Intel steigen um 12,4 Prozent, zusätzlich gestützt durch einen Medienbericht, dem zufolge KI-Design-Konzerne, darunter die Alphabet-Tochter Google und Nvidia, sich vertraulich an Intel gewandt haben als Backup-Hersteller von Chips, um die hohe Nachfrage bedienen zu können. Apple macht einen neuen Anlauf, Künstliche Intelligenz in großem Stil in den Alltag der Nutzer seiner Geräte zu bringen. Ein Herzstück ist eine mit KI verbesserte Version der Assistenzsoftware Siri, die ChatGPT und Co direkte Konkurrenz machen soll. Der iPhone-Konzern hatte bereits vor zwei Jahren KI-Funktionen für Siri angekündigt, die immer noch nicht eingeführt wurden, weil sie laut Apple nicht verlässlich genug funktionierten. Für die Anleger verlief die Präsentation durchwachsen - auf ein Rekordhoch der Aktie folgte ein Rücksetzer, der Kurs schloss am Montag mit Verlusten.

Asien
Nach dem heftigsten Ausverkauf des Vortages seit März gehen die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag auf Erholungskurs. Weiterhin extrem volatil zeigt sich der südkoreanische Kospi, der nach dem Vortageseinbruch von über 8 Prozent nun 5 Prozent wieder gutmacht - begleitet von erneuten der Volatilität geschuldeten Handelsunterbrechungen. Händler sprechen von Schnäppchenkäufen. Gestützt wird die Börse in Seoul auch durch eine Aufwärtskorrektur der BIP-Daten für das erste Quartal. Das BIP-Wachstum wurde vor allem durch starke Halbleiterexporte getragen.

Obligationen
Am US-Anleihemarkt ziehen die Renditen etwas an. Die Zehnjahresrendite steigt zum Wochenstart um 2 Basispunkte auf 4,56 Prozent.

Analyse
UBS erhöht Accelleron-Ziel auf 92,50 (92) CHF – Buy
UBS erhöht Inditex-Ziel auf 62 (60) EUR – Buy
Bank of America erhöht Nokia-Ziel auf 14,40 (11) EUR – Buy

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