Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Tue, 23.06.2026 - 00:00
Lonza hat seine Halbjahreszahlen 2025 neu aufgestellt und dabei das Geschäft mit Kapseln und Nahrungsergänzungsmitteln (Division CHI) als aufgegebenen Geschäftsbereich ausgewiesen. Die Anpassung umfasst die konsolidierte Erfolgsrechnung sowie ausgewählte Leistungskennzahlen, hat jedoch keinen Einfluss auf die bereits veröffentlichten Jahreszahlen 2025, wie der Pharmazulieferer am Dienstag mitteilte. Im Dezember 2024 hatte Lonza die Absicht bekanntgegeben, das CHI-Geschäft zu veräussern. Am 6. März 2026 unterzeichnete der Wirkstoffhersteller eine definitive Vereinbarung zum Verkauf an Lone Star Funds, wobei der Abschluss für das dritte Quartal 2026 erwartet wird. Im Gesamtjahr 2025 erzielte Lonza einen Umsatz von 6,5 Milliarden Franken sowie ein Core-EBITDA von 2,1 Milliarden Franken. Die Halbjahreszahlen 2026 will das Unternehmen am 22. Juli vorlegen.
Etwas fester hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Montag beendet. Der SMI gewann 0,5 Prozent auf 13.849 Punkte. Den Platz des Tagessiegers im SMI teilten sich das Pharmaschwergewicht Novartis und ABB mit einem Plus von je 1,7 Prozent. ABB ist Nutzniesser der hohen Nachfrage nach KI-Datenzentren, für die der Konzern wichtige Infrastruktur liefert. Zu Novartis gab es keine spezifischen Nachrichten. Die beiden übrigen Schwergewichte Nestlé (+0,3%) und Roche (-0,4%) zeigten keine einheitliche Tendenz. Gesucht waren ferner Finanzwerte. Sie dürften von den gestiegenen Marktzinsen profitiert haben. Der Kurs der UBS legte 0,9 Prozent zu. Die Versicherer Swiss Life, Swiss Re und Zurich verbuchten Kursgewinne von bis zu 1,4 Prozent. Im Bausektor wurden Holcim (-0,6%) und Geberit (-0,4%) verkauft. Der Sektor gehörte europaweit zu den schwächsten. Sika schlossen kaum verändert, Amrize legten um 0,7 Prozent zu.
Europa
Mit leichten Gewinnen haben die europäischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn den Handel beendet. Der DAX verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 25.140 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,3 Prozent auf 6.311 Punkte nach oben. Keine negativen Auswirkungen hatte der erwartete Rücktritt des britischen Premierministers Keir Starmer. Die Renditen zehnjähriger Gilts fielen um 3 Basispunkte auf 4,811 Prozent. Der FTSE-100 schloss 0,7 Prozent im Plus. Zu den Tagesfavoriten gehörten wieder einmal Halbleiteraktien. Sie wurden angeführt von Infineon mit einem Plus von 4,8 Prozent auf 85,94 Euro. Die Analysten bei Bernstein haben das Kursziel auf 102 von 74 Euro erhöht. Infineon sei ein Hauptprofiteur von Leistungshalbleitern, hiess es von den Analysten zur Begründung. BE Semiconductor und STMicro stiegen um bis zu 3,4 Prozent. Nordex hat eine erste Tranche grösserer US-Aufträge erhalten. Die Aktie verteuerte sich um 2,4 Prozent. In Paris legten Danone um 2,4 Prozent zu. Das Unternehmen verstärkt sich mit der Übernahme des in Australien ansässigen Herstellers von gesunden Lebensmitteln Made Group. Erstmals wurden Hochtief als DAX-Aktie gehandelt, wofür im Gegenzug Porsche Automobil Holding im MDAX wiederzufinden sind. Hochtief stiegen um 3,1 Prozent, Porsche Holding gaben dagegen um 1,1 Prozent nach.
USA
An den US-Börsen hat sich am Montag nach dem langen Feiertagswochenende keine einheitliche Tendenz durchgesetzt. Der Dow-Jones-Index gewann 0,3 Prozent auf 51.713 Punkte, gestützt vor allem von der Caterpillar-Aktie (+3,7%). Der S&P-500 sank um 0,4 Prozent. Der Nasdaq-Composite büsste 1,3 Prozent ein. Hier belastete vor allem das Minus der schwergewichteten Alphabet-Aktie. Der Kurs der Google-Mutter sackte um 5 Prozent ab. Beobachter erklärten das Minus mit dem Weggang von John Jumper. Der Forscher und Nobelpreisgewinner hatte am Freitag mitgeteilt, dass er die KI-Forschungstochter Google Deepmind verlassen und zum KI-Startup Anthropic wechseln werde. Auch andere Aktien der sogenannten "Glorreichen Sieben" verzeichneten grössere Kursverluste. So verbilligten sich Amazon um 4,8, Meta Platforms um 2,3 und Microsoft um 3,2 Prozent. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent rutschte deutlicher unter die Marke von 80 Dollar und verlor 2,8 Prozent auf 78,32 Dollar je Fass. Die Aktien von Apogee Therapeutics schossen um 46,7 Prozent auf 132,54 Dollar nach oben. Der US-Pharmakonzern Abbvie übernimmt das Unternehmen für 10,9 Milliarden US-Dollar. Abbvie erklärte am Montag, dass man 135,11 US-Dollar je Aktie in bar zahlen wolle. Dies entspricht einem Aufschlag von 49 Prozent gegenüber dem Apogee-Schlusskurs vom Donnerstag bei 90,38 Dollar. Für die Aktien von Abbvie ging es um 6,3 Prozent nach oben.
Asien
An den asiatischen Börsen geht es am Dienstag zum Teil kräftig nach unten. Der südkoreanische Kospi baut seine Abgaben im Verlauf kontinuierlich auf aktuell 6 Prozent aus. Die Schwergewichte der Halbleiterbranche SK Hynix und Samsung Electronics büssen 6 bzw. 5,2 Prozent ein. Auch in Japan baut der Nikkei-225 seine Abgaben im Sitzungsverlauf deutlich aus und sinkt aktuell um 1,6 Prozent auf 71.166 Punkte. Die chinesischen Aktienmärkte neigen ebenfalls zur Schwäche: Der Shanghai-Composite fällt um 0,4 Prozent, der HSI in Hongkong um 1,1 Prozent - belastet von Technologie- und E-Auto-Werten.
Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 6 Basispunkte auf 4,51 Prozent. Die Märkte setzten weiter auf eine straffere Geldpolitik der Federal Reserve, hiess es.
Analyse
Kursziel Zehnder: Vontobel senkt auf 89 (91) CHF - Buy
Kursziel Georg Fischer: Oddo BHF senkt auf 60 (68) CHF - Outperform
Kursziel Idorsia: Deutsche Bank erhöht auf 4,50 (4) CHF - Hold
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