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KI-Boom beschert Micron starke Zahlen – Aktie haussiert

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 25.06.2026 - 00:00

Thema des Tages

Der Wert von Micron Technology hat sich in diesem Jahr verdreifacht. Das Unternehmen teilte mit, dass sich der Umsatz im zweiten Quartal vervierfacht habe. Zudem prognostizierte es, dass das schnelle Wachstum aufgrund der nahezu unstillbaren Nachfrage nach seinen Speicherchips anhalten werde. Die Aktien stiegen im nachbörslichen US-Handel um bis zu 15 Prozent, nachdem das Unternehmen die Erwartungen der Wall Street in praktisch jeder von den Anlegern genau beobachteten Finanzkennzahl, einschliesslich Umsatz, Gewinn pro Aktie und bereinigter Bruttomarge, übertroffen hatte. Das Unternehmen hob zudem seine Prognose an. Micron meldete am Mittwoch für das dritte Quartal einen Gewinn von 28,24 Milliarden US-Dollar oder 24,67 Dollar pro Aktie, verglichen mit einem Gewinn von 1,89 Milliarden Dollar oder 1,68 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Bereinigt um bestimmte einmalige Posten meldete Micron einen bereinigten Gewinn von 25,11 Dollar pro Aktie. Von Factset befragte Analysten hatten 20,86 Dollar pro Aktie erwartet. Der Umsatz stieg sprunghaft auf 41,46 Milliarden Dollar, nach 9,3 Milliarden Dollar im Vorjahr, und übertraf damit die Analystenerwartungen von 35,91 Milliarden Dollar.

Schweizer Aktien

Deutlich im Plus hat der Aktienmarkt in der Schweiz den Handel am Mittwoch beendet. Der SMI gewann 1,5 Prozent auf 14.118 Punkte. Bei 14.142 Punkten erreichte der Leitindex im Verlauf seinen bisher höchsten Stand. Erneut waren es die defensiven Schwergewichte, die dem Markt Auftrieb gaben. Die beiden Pharmawerte Novartis und Roche rückten um 0,8 und 2,1 Prozent vor. Die Nestlé-Aktie gewann 3,3 Prozent. Die ebenfalls als defensiv geltende Aktie des Duft- und Aromenherstellers Givaudan verteuerte sich um 4,4 Prozent. Der Kurs des Logistikkonzerns Kühne + Nagel stieg um 3,5 Prozent. Sowohl die UBS als auch Goldman Sachs hatten ihre Kursziele für Kühne + Nagel erhöht, Goldman bekräftigte die Einstufung "Buy", die UBS blieb bei "Neutral". Nach einer Kurszielerhöhung durch Jefferies verteuerten sich Richemont um 4 Prozent. Konjunkturzykliker zeigten sich uneinheitlich. Während Amrize, Geberit und Sika um bis zu 3,2 Prozent zulegten, blieben ABB (+0,6%) und Holcim (-1,6%) hinter dem Markt zurück. Die Analysten von Jefferies hatten zwar ihr Kursziel für Holcim geringfügig erhöht, trauen der Aktie aktuell aber nicht viel Potenzial zu und blieben daher bei der Empfehlung "Hold".

Internationale Märkte

Europa
Mit Abgaben haben die europäischen Aktienmärkte zur Wochenmitte den Handel beendet. Im DAX fiel das Minus etwas deutlicher aus, ausgelöst durch den Kursrutsch der Rheinmetall-Aktie. Der deutsche Leitindex reduzierte sich um 0,6 Prozent auf 24.740 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 ging es dagegen nur um 0,3 Prozent auf 6.215 Punkte nach unten. Die Rheinmetall-Aktie rutschte um 18,7 Prozent auf 949 Euro ab und damit wieder unter die 1.000er Marke. Sie hat seit dem Hoch über 50 Prozent an Wert verloren. Deutschland hat das milliardenschwere F126-Fregatten-Projekt gestoppt. Das Verteidigungsministerium beschloss nach eigenen Angaben, einen Auftrag über sechs massgeschneiderte F126-Fregatten nicht weiterzuverfolgen. Stattdessen sollen acht Meko A-200-Fregatten vom deutschen Schiffbauer TKMS gekauft werden. TKMS stiegen daraufhin um 16,1 Prozent. In der Breite gaben Rüstungsaktien europaweit nach. Händler erklärten das mit dem ins Rollen kommenden Börsengang des Panzerherstellers KNDS. Mit Blick darauf würden Umschichtungen aus anderen Rüstungswerten erwartet, um Liquidität zu schaffen. In London stiegen Segro um 17,4 Prozent. Das US-Immobilienunternehmen Prologis ist mit einem milliardenschweren Übernahmeangebot für den kleineren Konkurrenten zunächst gescheitert. Segro hat die Offerte über 12,6 Milliarden Pfund abgelehnt. Das schürte Spekulationen über ein höheres Gebot.

USA
Überwiegend mit kleinen Verlusten haben die US-Börsen den Handel am Mittwoch beendet. Der Dow-Jones-Index schloss zwar 0,4 Prozent höher bei 51.849 Punkten, nachdem er im Verlauf die Marke von 52.000 Punkten überwunden hatte. Der S&P-500 sank um 0,1 Prozent. Die Nasdaq-Indizes fielen um 0,4 Prozent, nachdem sie am Dienstag um bis zu 3,3 Prozent eingeknickt waren. Die Papiere von Intel und Nvidia sanken um 0,3 und 0,6 Prozent. Die Fedex-Aktie tendierte knapp behauptet. Für die Alphabet-Aktie ging es um 0,2 Prozent nach unten. Die Google-Muttergesellschaft wird ab Montag in den Dow Jones Industrial Average aufgenommen. Platz machen muss dafür Verizon Communications, die gut 2 Prozent verloren. Qualcomm übernimmt das KI-Softwareunternehmen Modular in einem rund 3,9 Milliarden Dollar schweren Aktiendeal. Qualcomm verbilligten sich um 3,3 Prozent. Broadcom schlossen etwas fester. Das Unternehmen liefert Silizium für einen KI-Prozessor von OpenAI, der am Mittwoch vorgestellt wurde. Cerebras Systems fielen um rund 20 Prozent, obwohl der KI-Chiphersteller bessere Ergebnisse als erwartet für das dritte Quartal gemeldet hat. Die Erwartungen waren vor der Veröffentlichung sehr hoch, da es sich um den ersten Bericht des Unternehmens seit dem Börsengang im Mai handelte. SK Hynix will mit der geplanten Zweitnotiz an der Wall Street mehr als 29 Milliarden US-Dollar einnehmen. Ausländische Investoren sollen die Expansionspläne des südkoreanischen Chipkonzerns finanzieren, der von der hohen Nachfrage nach technisch führenden Halbleitern im Zuge des weltweiten KI-Booms profitiert. Das Unternehmen plant mit einem Handelsstart am 10. Juli.

Asien
An den asiatischen Aktienmärkten zeigt sich am Donnerstag ein uneinheitliches Bild. Eine Rally bei Technologie- und Halbleiterwerten hievt den Nikkei-225 in Japan um 4,2 Prozent auf 72.073 Punkte nach oben. In Südkorea gewinnt der technologielastige Kospi 5,8 Prozent und erholt sich damit weiter vom Absturz am Dienstag. In China gibt der HSI in Hongkong dagegen um 1,4 Prozent nach, Technologiewerte folgen ihren Pendants an anderen Börsen nicht. Der Shanghai-Composite gewinnt 0,4 Prozent.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt fiel die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 9 Basispunkte auf 4,40 Prozent.

Analyse
Kursziel Lonza: Goldman Sachs senkt auf 665 (670) CHF - Buy
Kursziel Holcim: Jefferies erhöht auf 78,40 (77) CHF - Hold
Kursziel Kühne+Nagel: Goldman Sachs erhöht auf 230 (220) CHF - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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