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Samsung kann Markt mit Rekordergebnis nicht überzeugen

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 08.07.2026 - 00:00

Thema des Tages

Erneut fährt Südkoreas grösster Konzern Rekordgewinne ein: Der Elektronikriese Samsung Eelctronics verdiente im zweiten Quartal operativ etwas mehr als 89 Billionen Won (rund 50 Mrd Franken) - so viel wie noch nie. Dies teilte der Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen am Dienstag in Seoul mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das operative Ergebnis um das 19-Fache gestiegen. Es fiel zudem etwas höher als von Experten erwartet aus. Die in diesem Jahr bereits hervorragend gelaufene Aktie gab kräftig nach. Samsung verbuchte drei Quartale in Folge den jeweils höchsten Wert in seiner Unternehmensgeschichte. Zum Vergleich: Der operative Gewinn für 2025 betrug nur knapp 44 Billionen Won, also weniger als die Hälfte des Ergebnisses im zweiten Quartal. Der Umsatz habe sich auf 171 Billionen Won mehr als verdoppelt. Den Nettogewinn sowie die Details, wie das Ergebnis zustande gekommen ist, veröffentlicht Samsung Ende Juli. Der Grund für die rasant steigenden Profite ist der anhaltende Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI). Da die Nachfrage die Produktionskapazitäten deutlich übersteigt, konnte Samsung zudem von den rasant gestiegenen Halbleiterpreisen zusätzlich profitieren.

Schweizer Aktien

Gestützt von den Kursgewinnen bei den defensiven Index-Schwergewichten hat der schweizerische Aktienmarkt am Dienstag mit einem Plus geschlossen. Damit konnte sich der SMI dem negativen Trend an den anderen europäischen Börsen entziehen, wo vor allem schwache Technologiewerte für teils kräftige Abgaben sorgten. Der SMI gewann 0,4 Prozent auf 14.360 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 10 Kursverlierer und 10 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 20,94 (zuvor: 22,51) Millionen Aktien. Gestützt wurde das Sentiment von den Kursgewinnen bei Novartis (+1,4%), Nestle (+1,7%) und Roche (+2,3%). Logitech konnten sich der negativen Tendenz im Technologie-Sektor weitgehend entziehen und verloren lediglich 0,3 Prozent. Dagegen waren Unternehmensnachrichten dünn gesät. Die Titel von Cembra Money Bank verloren 1,4 Prozent. Das Unternehmen vereinfacht ab dem 1. August seine Führungsstruktur. Sika verloren 0,8 Prozent.

Internationale Märkte

Europa
Ein Abverkauf im Technologiesektor hat am Dienstag die europäischen Aktienmärkte belastet. Der DAX verlor 1,4 Prozent auf 25.465 Punkte, der Euro-Stoxx-50 büsste 1,1 Prozent auf 6.xx Punkte ein. Infineon fielen um 8,3 Prozent, Suss Microtec um 12,4 Prozent, STMicroelectronics um 8 Prozent oder ASML 7,3 Prozent. Für Ausrüster von KI-Datenzentren wie Siemens Energy ging es um 8,9 Prozent nach unten. Marktstratege Jochen Stanzl von der Consorsbank sprach von einer gewissen "KI-Müdigkeit" am Markt und sieht das als Warnzeichen: "Wenn gute Nachrichten verkauft werden, haben Anleger sie schon vorweggenommen. Das ist ein typisches 'Sell On Good News' - der Markt zeigt Anzeichen einer zunehmenden KI-Müdigkeit". Dies sei kein gutes Omen für die Berichtssaison. Die kräftigen Gewinnmitnahmen im KI- und Technologiebereich sorgten für eine Rückbesinnung auf die klassischen Branchen. "Hier zeigt sich die erhoffte Sektor-Rotation, bei der eben nur rotiert wird und das Kursniveau insgesamt verteidigt wird", sagte ein Händler. Im Nahrungsmittelbereich ging es bei Pernod Ricard 5,5 Prozent höher, bei Carrefour um 3,7 Prozent, im Bereich Mode legten Burberry um 1,1 Prozent zu. Gestützt wurde dies durch positive Analystenstimmen, unter anderem von RBC zum Nahrungsmittel-Einzelhandel und besonders Carrefour.

USA
Die US-Aktien gaben nach, da die Anleger nach dem Ergebnisbericht von Samsung Electronics und erneuten Störungen in der Strasse von Hormus aus den zunehmend volatilen Investitionen in künstliche Intelligenz flüchteten. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 130,76 Punkte oder 0,25 Prozent auf 52925,15. Der S&P 500 gab um 33,58 Punkte oder 0,45 Prozent auf 7503,85 nach. Der technologielastige Nasdaq Composite sank um 302,47 oder 1,16 Prozent auf 25818,69 und liegt nun 4,7 Prozent unter seinem Allzeithoch von 27093,90 vom 2. Juni. Die Anleger sind besorgt über die Nachhaltigkeit des Booms bei den Chip-Verkäufen an KI-Rechenzentren. Skeptiker sehen Parallelen zum Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000, als die Volatilität bei Halbleiteraktien ebenfalls erhöht war. Die Aktie von Corning, dem Hersteller von Glasfaserausrüstung für Rechenzentren, sank um 9,42 Dollar oder 4,8 Prozent auf 185,38 Dollar. Caterpillar, dessen Generatorverkäufe aufgrund der KI-Nachfrage stark gestiegen sind, verlor 29,80 Dollar oder 3,07 Prozent auf 940,12 Dollar. Die Aktie von SpaceX fiel um 10,95 Dollar oder 6,82 Prozent auf 149,47 Dollar, obwohl die Aktie des Raketen- und KI-Unternehmens in den Nasdaq 100 aufgenommen wurde, einen viel beachteten Index grosser Technologieunternehmen. Die Aktie von Walmart stieg um 89 Cent oder 0,8 Prozent auf 111,54 Dollar, nachdem der Einzelhandelskonzern angekündigt hatte, die Preise für eine Reihe von Produkten, darunter Hackfleisch und Coca-Cola-Packungen, zu senken.

Asien
Die asiatischen Aktienmärkte notieren am Mittwoch überwiegend im Minus, nachdem die Wall Street über Nacht überwiegend negative Signale gesendet hatte. Grund dafür sind die Sorgen über eine erneute Eskalation im Nahen Osten und den damit verbundenen Anstieg der Rohölpreise, der zu einer höheren Inflation führen und die Zinsen auf einem hohen Niveau halten könnte. Die asiatischen Märkte hatten schon am Dienstag überwiegend mit Verlusten geschlossen.

Obligationen
Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe stieg um 0,037 Prozentpunkte auf 4,161 Prozent, der grösste Anstieg seit dem 22. Juni. Die Rendite der 10-jährigen Anleihe stieg um 0,050 Prozentpunkte auf 4,529 Prozent und verzeichnete damit den sechsten Anstieg in Folge. Das war die längste Gewinnserie für die 10-jährige Rendite seit Oktober 2024.

Analyse
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UBS erhöht Medartis auf Buy (Neutral) — Ziel 97 (87) CHF
Barclays erhöht Legrand auf Overweight

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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