Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Tue, 14.07.2026 - 00:00
Roche bringt einen neuen diagnostischen Test für das Hepatitis-D-Virus auf den Markt. Der Test namens Cobas HDV ist nach Unternehmensangaben der erste vollautomatische Hochdurchsatz-Test für diese Erkrankung. Er soll es ermöglichen, das Virus zuverlässig nachzuweisen und den Behandlungserfolg zu überwachen, wie der Diagnostik- und Medikamentenkonzern am Dienstag mitteilte. Bisher seien häufig manuelle oder laborentwickelte Verfahren zum Einsatz gekommen. Der neue Test ist in Ländern verfügbar, die die europäische CE-Kennzeichnung anerkennen, und läuft auf den bereits weltweit in Labors eingesetzten Cobas-5800-, -6800- und -8800-Systemen. Hepatitis D gilt als die schwerste Form der Virushepatitis und betrifft weltweit schätzungsweise 12 Millionen Menschen. Das Virus tritt nur bei Personen mit einer Hepatitis-B-Infektion auf und kann schneller zu Leberzirrhose, Leberversagen oder Leberkrebs führen.
Gut behauptet hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Montag beendet. Der SMI gewann 0,2 Prozent auf 14.266 Punkte. Schwächer als der Markt tendierten Aktien des Bausektors. Sika verloren rund 2 Prozent und Amrize 1,7 Prozent. Geberit verbilligten sich um 0,4 Prozent. Grund war die Befürchtung vor Versorgungsengpässen, nachdem die USA Ziele im Iran angegriffen hatten und der Iran Handelsschiffe in der Strasse von Hormus beschossen und diesen wichtigen Seetransportweg überdies für geschlossen erklärt hatte. Als möglicher Nutzniesser verbesserten sich Kühne + Nagel um 2,2 Prozent. Der Logistikkonzern profitiert unter anderem von höheren Margen auf Alternativrouten. Sehr fest zeigten sich auch die Aktien der Partners Group, die um 1,9 Prozent zulegten. Die als defensiv geltenden Swisscom-Aktien stiegen um 2,1 Prozent. Unter den Indexschwergewichten gewannen Nestlé 1,2 Prozent, während die Pharmawerte Novartis (+0,2%) und Roche (-1,8%) in unterschiedliche Richtungen liefen. In der zweiten Reihe profitierten Docmorris von einer Hochstufung auf "Buy" durch die Deutsche Bank. Die Titel sprangen gleich um 17,3 Prozent nach oben. Technologiewerte wurden verkauft, was Marktteilnehmer mit Befürchtungen erklärten, dass der KI-Boom an Schwung verlieren könnte. Comet verloren 1,5, Inficon 2 und VAT Group 0,6 Prozent.
Europa
Der europäische Aktienmarkt hat am Montag kaum verändert geschlossen. Der DAX gewann 0,2 Prozent auf 25.114 Punkte, der Euro-Stoxx-50 schloss mit 6.271 praktisch unverändert. Für Energietiel in Europa ging es im Schnitt 2,1 Prozent nach oben. BP gewannen 4,6 Prozent oder Totalenergies 3 Prozent. Chipaktien wurden dagegen verkauft. Infineon verloren 2,9 Prozent, Suss 1,1 Prozent, ASML 1,8 Prozent oder STMicrolelectronics 0,7 Prozent. Die Aktien der Fluglinien litten unter dem Anstieg des Ölpreises. IAG und Air France-KLM fielen bis zu 3,3 Prozent, Lufthansa reduzierten sich um 4,1 Prozent, für die Aktien des Reiseveranstalters Tui ging es um 1,1 Prozent nach unten. Hapag-Lloyd schlossen 2,7 Prozent fester. Eine neuerliche Schliessung der Strasse von Hormus würde die Transport-Frachtraten wieder nach oben treiben. Moeller-Maersk kamen sogar auf ein Plus von 6 Prozent. Für Kühne + Nagel ging es um 2,2 Prozent nach oben. Nur 0,1 Prozent höher schlossen die Aktien von Akzo Nobel, obwohl Nippon Paint ein Angebot von 7,5 Milliarden Euro für das Geschäft mit Dekorativfarben der Niederländer abgeben hatte.
USA
Die US-Aktienmärkte sind am Montag gefallen. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 138,37 Punkte oder 0,26 Prozent auf 52.498,64 Zähler. Der S&P 500 fiel um 60,05 Punkte oder 0,79 Prozent auf 7.515,34 Zähler. Der Nasdaq Composite gab um 408,43 Punkte oder 1,55 Prozent auf 25.873,18 Zähler nach. Chip-Aktien führten die Verluste an, wobei der PHLX Semiconductor Index um 4,8 Prozent fiel. Die Aktie von Micron sank 4,4 Prozent, Intel gab um 6,1 Prozent nach und Sandisk stürzte um 13 Prozent ab. Auch Marvell und AMD verzeichneten Verluste. Die Aktie von SpaceX fiel um etwa 4,2 Prozent auf 139,14 US-Dollar und näherte sich damit ihrem Ausgabepreis von 135 Dollar. Die Aktie von Meta Platforms fiel um 1,9 Prozent, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass sich die prognostizierten Kosten für sein riesiges KI-Rechenzentrum in Louisiana auf mehr als 50 Milliarden Dollar fast verdoppelt hätten, wodurch das Projekt auf eine Rechenkapazität von 5 Gigawatt erweitert wird. Der Juni-Umsatz von Taiwan Semiconductor stieg im Vergleich zum Vorjahr um 68 Prozent und erreichte damit einen Rekordwert, was auf einen Umsatz im zweiten Quartal von 39,55 Milliarden Dollar hindeutet, der leicht über den Analystenschätzungen liegt. Die ADRs des Unternehmens fielen um 2,9 Prozent. TSMC wird am Donnerstag seine Ergebnisse veröffentlichen. Die Berichtssaison der Banken beginnt am Dienstag, wobei die Ergebnisse von JP Morgan Chase, Goldman Sachs, Bank of America, Wells Fargo und Citigroup alle vor Börseneröffnung erwartet werden.
Asien
An den ostasiatischen Börsen geht es im Handelsverlauf am Dienstag abwärts. Ausreisser nach unten ist erneut Seoul, der bisherige Börsenfavorit des Jahres. Der Kospi fällt nach dem gestrigen Einbruch um 9 Prozent um weitere gut 3 Prozent. An den anderen Plätzen fallen die Einbussen deutlich geringer aus. In Hongkong geht es um 0,6 Prozent nach unten in Shanghai um 0,7 Prozent und in Sydney um 0,4 Prozent. In Tokio kann sich der breite Topix sogar gut behaupten. Brent-Öl kostet aktuell 84,60 Dollar. Das ist das höchste Niveau seit rund einem Monat. Unter den Einzelwerten in Seoul können sich Samsung Electronics um 1,3 Prozent von den jüngsten Verlusten etwas erholen. Für SK Hynix geht es dagegen um 5,3 Prozent abwärts.
Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen zu Wochenbeginn um 0,042 Prozentpunkte auf 4,610 Prozent. Die Märkte preisen eine weniger als 50-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf der Juli-Sitzung der Fed ein.
Analyse
Deutsche Bank senkt Partners Group auf 840 (930) CHF - Buy
Deutsche Bank erhöht Docmorris auf Buy (Hold) - Ziel 11,50 (5,50) CHF
UBS senkt SAP auf 164 (205) EUR - Buy
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