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Samsung Biologics will Schweizer PolyPeptide für rund 1,8 Mrd USD kaufen

Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Mon, 20.07.2026 - 00:00

Thema des Tages

Samsung Biologics hat ein Übernahmeangebot für den schweizerischen Pharmadienstleister PolyPeptide Group für rund 1,8 Milliarden US-Dollar unterbreitet. Das südkoreanische Biotechnologieunternehmen teilte heute mit, es habe ein öffentliches Barangebot unterbreitet. PolyPeptide wird darin mit 1,46 Milliarden Schweizer Franken bewertet, was 1,81 Milliarden Dollar entsprecht. Gemäss den Angebotsbedingungen sollen die Aktionäre von PolyPeptide 44,31 Schweizer Franken je Aktie erhalten. Das Board von PolyPeptide hat den Aktionären einstimmig die Annahme des Angebots empfohlen. Samsung Biologics erwartet, dass die Transaktion, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, bis Ende 2026 abgeschlossen sein wird. PolyPeptide ist ein Auftragsentwickler und -hersteller, der sogenannte Peptid-Wirkstoffe für Pharma- und Biotechnologieunternehmen entwickelt und herstellt. Für das erste Halbjahr 2026 veröffentlichte PolyPeptide vorläufig einen Umsatzanstieg um knapp 42 Prozent auf 236,6 Millionen Euro und eine EBITDA-Marge von 20,7 Prozent nach 2,7 Prozent im Vorjahr. Der Periodengewinn verbesserte sich auf rund 9 Millionen Euro nach einem Verlust von 26,5 Millionen. Der Kurs von Samsung Biologics ist heute an der Börse in Seoul um 3,4 Prozent gefallen.

Schweizer Aktien

Entgegen der schwachen Tendenz an den europäischen Börsen hat der hiesige Aktienmarkt am Freitag den Handel mit Aufschlägen beendet. Der SMI gewann 0,5 Prozent auf 14.344 Punkte. Vor allem die Kursgewinne bei den defensiven Index-Schwergewichten Novartis, Roche und Nestlé, die bis zu 1,4 Prozent gewannen, stützten das Sentiment. Bei den Einzelwerten ging es für die Aktien von Georg Fischer um 14 Prozent nach oben. Das Industrieunternehmen hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr erhöht. Als Gründe nannte es Preiserhöhungen und einen starken Auftragseingang, der teilweise von Rechenzentren und Chipherstellern getragen wurde. Für die Aktien von Richemont ging es dagegen um 1,6 Prozent nach unten, obwohl JP Morgan die Einstufung auf "Overweight" von zuvor "Neutral" angehoben hat. Das Luxusgüter-Unternehmen hatte im Wochenverlauf starke Zahlen vorgelegt, so das Gewinnmitnahmen für das Minus verantwortlich gewesen sein könnten.

Internationale Märkte

Europa
Der DAX verlor am Freitag 0,3 Prozent auf 24.831 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,8 Prozent auf 6.231 Punkte. Bei den Einzelwerten verloren Infineon 1,6 Prozent. Daneben fielen ASML 3,8 Prozent zurück, die Papiere von BE Semiconductor gaben um 4,5 Prozent und STMicro um 3,9 Prozent nach. Auch Ausrüster von Daten-Zentren wie Siemens Energy und Schneider Electric büssten jeweils 0,7 Prozent ein. Der europäische Technologie-Sektor war mit einem Minus von 2,5 Prozent das Schlusslicht. Beim Rüstungshersteller Saab aus Schweden ging es um 9,7 Prozent nach oben. Die Zahlen wurden als gut bezeichnet, übergeordnet belastete aber der Rückzug aus dem Rüstungssektor. Die Rheinmetall-Aktie stieg um 2,1 Prozent, Hensoldt legten um 4,2 Prozent zu. Burberry fielen um 6,4 Prozent. Die Ergebnisse zum zweiten Quartal untermauerten den laufenden Turnaround des Mode-Unternehmens, lagen jedoch teilweise leicht unter den Erwartung. Kräftig abwärts ging es mit 5,6 Prozent beim schwedischen Kugellagerhersteller SKF nach Zahlen zum zweiten Quartal. Die Nachfrage in Europa aus der Autoindustrie sei schwach gewesen. Dies belastete auch die Aktien von Schaeffler, die 4,4 Prozent verloren.

USA
Der Dow Jones Industrial Average sank am Freitag um 16,26 Punkte oder 0,03 Prozent auf 52.536,71. Der S&P 500 verlor 76,10 Punkte oder 1,01 Prozent auf 7.457,70, während der Nasdaq Composite um 361,70 Punkte oder 1,40 Prozent auf 25.520,24 nachgab. Die Netflix-Aktie fiel um 7,3 Prozent auf 68,95 US-Dollar. Dies war der grösste Tagesverlust seit zwei Monaten, nachdem das Streaming-Unternehmen für das dritte Quartal ein Umsatzwachstum prognostizierte, das den geringsten Anstieg im Jahresvergleich seit Ende 2023 darstellen würde. Die SpaceX-Aktie gab um 5,4 Prozent nach und setzte damit eine Talfahrt fort, die inzwischen mehr als 1 Billion Dollar an Marktkapitalisierung von der Spitzenbewertung des Raketenherstellers von fast 2,7 Billionen Dollar am 16. Juni ausgelöscht hat. Travelers meldete für das zweite Quartal einen Gewinnanstieg von 46 Prozent, wobei der Nettogewinn auf 2,2 Milliarden Dollar stieg, da Zinserhöhungen und geringe Katastrophenschäden die Ergebnisse des Schaden- und Unfallversicherers beflügelten. Die Berichtssaison nimmt in dieser Woche Fahrt auf. General Motors wird am Dienstag berichten, Alphabet, IBM und Tesla am Mittwoch und Intel sowie Verizon im weiteren Verlauf der Woche.

Asien
Zum Start in die neue Woche präsentieren sich die Börsen in Ostasien uneinheitlich. Die japanischen Handelsplätze sind wegen eines Feiertags geschlossen. In Shanghai legt der Composite-Index um 1,2 Prozent zu. Der Hang-Seng-Indexin Hongkong gewinnt 2,1 Prozent. An der Börse in Seoul sackt der technologielastige Kospi erneut ab, diesmal um 3,4 Prozent ab. Die jüngste Eskalation im Iran-Krieg treibt unterdessen den Ölpreis weiter nach oben und mit ihm die Aktienkurse der Branchenunternehmen in der Region. Der Preis für ein Barrel Brentöl steigt um 2,6 Prozent auf 90, 37 Dollar. CNOOC rücken in Hongkong um 5,6 Prozent vor und Petrochina um 3,9 Prozent. Die Aktien der südkoreanischen S-Oil verbessern sich in Seoul um 1,1 Prozent.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt sank die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen letzte Woche um 0,026 Prozentpunkte auf 4,542 Prozent.

Analyse
Jefferies erhöht Flughafen Zürich auf 252 (246) CHF - Hold
Citi senkt Partners Group auf 680 (700) CHF - Neutral
Kursziel ABB: ODDO BHF SCA erhöht auf 86 (85) CHF - Neutral
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