Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Tue, 21.07.2026 - 00:00
Novartis ist trotz Nachahmer-Präparaten im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der Umsatz im zweiten Quartal beläuft sich laut eigener Angaben auf 14,4 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich eine Zunahme von 1 Prozent. Im ersten Quartal hatte Novartis wegen der Markteinführung von Generika für wichtige Blockbuster noch ein Minus ausgewiesen. Novartis hatte zuletzt immer wieder hervorgehoben, dass die Erosion durch Nachahmer-Mittel ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte. Beim operativen Gewinn verbuchten die Basler einen Rückgang um 2 Prozent auf knapp 4,8 Milliarden. Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn von 3,3 Milliarden nach 4,0 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang sei vor allem durch höhere Ertragssteuern und einen höheren Zinsaufwand ausgelöst worden, erklärte Novartis. Für Analysten ist aber vor allem der um verschiedene Einflüsse bereinigte Kern-Betriebsgewinn entscheidend. Mit 5,9 Milliarden blieb dieser stabil und übertraf den Analysten-Konsens von 5,3 Milliarden deutlich. Für das Gesamtjahr bestätigt der Konzern seine bisherige Zielsetzung. Zu konstanten Wechselkursen peilt das Management ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich an. Für den operativen Kerngewinn wird ein Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Für das Gesamtjahr bestätigt der Konzern seine bisherige Zielsetzung. Zu konstanten Wechselkursen peilt das Management ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich an. Für den operativen Kerngewinn wird ein Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet.
Mit einem Minus hat der schweizerische Aktienmarkt den ersten Handelstag der Woche beendet. Der SMI verlor 0,6 Prozent auf 14.254 Punkte. Bei den Einzelwerten verloren Sika 1,9 Prozent. Zehn Bauchemiekonzerne und drei Branchenverbände haben nach vorläufiger Einschätzung der Europäischen Kommission ein Kartell betrieben. Ziel sei es gewesen, die Preise nach der Covid-19-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in die Ukraine zu erhöhen. Die Vorwürfe seien das Ergebnis einer dreijährigen Untersuchung mutmasslicher Preisabsprachen zwischen 2021 und 2022, teilte die Kommission weiter mit. Zu den untersuchten Unternehmen gehört unter anderem Sika. Sollte die Kommission zu dem Schluss kommen, dass die Unternehmen und Verbände schuldig sind, könnten sie mit einer Geldstrafe von bis zu 10 Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes belegt werden. Nestlé schlossen 0,2 Prozent höher. Der Konzern baut seine Produktionskapazität für Tierfutter aus. Wie die Nestlé-Sparte Purina mitteilte, investiert sie 520 Millionen Franken in ein italienisches Werk zur Herstellung von Nassfutter für Katzen und Hunde. Dagegen ging es für die Aktien der beiden anderen Index-Schwergewichte Roche (-0,8%) und Novartis (-1,5%) nach unten. Die Aktien von Polypeptide erhöhten sich um 4,8 Prozent auf 43,75 Franken. Samsung Biologics hat ein Übernahmeangebot für den schweizerischen Pharmadienstleister im Volumen von 1,46 Milliarden Franken unterbreitet. Die Aktionäre sollen 44,31 Franken je Aktie erhalten.
Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben sich zu Wochenbeginn kaum von der Stelle bewegt. Der DAX erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 24.847 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 ging es dagegen um 0,1 Prozent auf 6.227 Punkte nach unten. Im DAX stieg die Aktie von Siemens Energy um 3,4 Prozent auf 152,64 Euro. Sie profitierte von einer Kurszielerhöhung durch die UBS auf 210 Euro. Bis Ende 2026 könnte der Konzern nach Einschätzung der Analysten über Auftragszusagen von rund 100 Gigawatt verfügen und damit die Produktionskapazitäten bis ins Jahr 2030 weitgehend auslasten. Aufgrund des knappen Angebots dürfte auch das Preisniveau bis mindestens 2030 hoch bleiben. Für die Aktie von Adidas ging es um 0,2 Prozent nach oben. Der Sportartikel-Hersteller gilt als Gewinner der Fussball-Weltmeisterschaft im Hinblick auf die hohe Anzahl an verkauften Trikots. Beim Billigflieger Ryanair ist der Gewinn im ersten Quartal aufgrund niedrigerer Flugpreise und des Gegenwinds durch die Treibstoffkosten gesunken. Laut den Analysten von Morgan Stanley hat Ryanair damit die Erwartungen verfehlt, beim Nettogewinn um 16 Prozent. Die Aktie verlor in London 4,6 Prozent.
USA
Die US-Aktienmärkte haben am Montag bei vorsichtigem Handel leicht nachgegeben, während sich die Chip-Aktien von dem heftigen Ausverkauf der Vorwoche erholten und die Anleger ein neues chinesisches KI-Modell ignorierten. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 307,16 Punkte oder 0,59 Prozent auf 51.839,26. Der S&P 500 verlor 14,41 Punkte oder 0,19 Prozent auf 7.443,28, während der Nasdaq Composite um 12,17 Punkte oder 0,05 Prozent auf 25.508,07 nachgab. Chip-Aktien führten die Gewinner an, wobei Micron, Sandisk und Seagate zu den besten Werten gehörten - eine deutliche Umkehr zum Freitag, als dieselben Titel zweistellige Verluste verzeichneten. Die Erholung erfolgte trotz der Vorstellung eines neuen grossen Sprachmodells, Qwen3.8 Max, durch Alibaba, das nach eigenen Angaben mit 2,4 Billionen Parametern nur von Anthropics Fable 5 übertroffen werde. Ein Richter blockierte vorübergehend die 81 Milliarden Dollar schwere Fusion zwischen Warner Bros. Discovery und Paramount Skydance, was die Aktien beider Unternehmen nach unten schickte. Die Aktie von AMC Entertainment stieg um rund 27 Prozent, nachdem die Kinokette einen Umsatzanstieg von 14 Prozent meldete, der auf ein stärkeres heimisches Einspielergebnis zurückzuführen war. Jersey Mike's beantragte einen Börsengang mit einer Bewertung von bis zu 8 Milliarden Dollar und einer Preisspanne für die Aktien zwischen 21 und 25 Dollar.
Asien
Am Dienstag dominieren an den Börsen in Ostasien positive Vorzeichen. Angeführt werden die Börsen der Region vom Aktienmarkt in Seoul, wo der Kospi um 4,2 Prozent steigt - dies allerdings nach ähnlich hohen Verlusten am Vortag. Gestützt wird der Index von den Chip-Schwergewichten Samsung Electronics (+7,6%) und SK Hynix (+6,5%). In Tokio geht es nach der Feiertagspause vom Wochenbeginn mit dem Nikkei-225-Index um 2,8 Prozent nach oben. Der breiter gefasste Topix gewinnt 2,1 Prozent. An der Börse in Shanghai gewinnt der Composite-Index 0,6 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong zeigt sich wenig verändert, hatte allerdings am Montag deutlich zugelegt.
Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 0,055 Prozentpunkte auf 4,597 Prozent.
Analyse
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