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Lonza erzielte im ersten Halbjahr starke Ergebnisse und erhöht den Margenausblick

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 22.07.2026 - 00:00

Thema des Tages

Lonza hat nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr die Jahresprognose für die Marge angehoben. Der Pharma-Auftragsfertiger erzielte einen Umsatz von 3,4 Milliarden Franken, was einem Wachstum von 16 Prozent in Lokalwährung entspricht - begünstigt durch eine günstige Phasenverteilung und eine tiefe Vorjahresbasis. Das Core-Ebitda stieg nach eigenen Angaben um 27 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken, die entsprechende Marge verbesserte sich um 4,4 Prozentpunkte auf 34,8 Prozent. Damit übertrafen sowohl das Core-Ebitda als auch die Core-Ebitda-Marge die Analystenerwartungen, während der Umsatz in etwa im Rahmen der Schätzungen lag. Für das Gesamtjahr hebt Lonza die Prognose für die Core-Ebitda-Marge auf 33 bis 34 Prozent an, nach bisher über 32 Prozent, und bestätigt ein Umsatzwachstum von 11 bis 12 Prozent in Lokalwährung. Zudem kündigte der Wirkstoffhersteller die Erweiterung seiner aseptischen Abfüllkapazitäten für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate am Standort Stein an und plant nach dem erwarteten Abschluss des Verkaufs der Kapseln-und-Gesundheitszutaten-Sparte vor Ende 2026 ein Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Franken.

Schweizer Aktien

Deutliche Aufschläge bei Schwergewicht Novartis haben den schweizerischen Aktienmarkt gestern ins Plus gehievt. Der SMI gewann 0,3 Prozent auf 14.298 Punkte. Novartis kletterten um 2,1 Prozent nach oben. Der Pharmariese ist im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das operative Kernergebnis stagnierte zwar, übertraf damit aber dennoch die Konsensschätzung. Die beiden übrigen defensiven Schwergewichte Roche und Nestlé gaben jedoch 0,7 bzw. 0,9 Prozent ab. Die schweizerischen Exporte sind im Juni um 6 Prozent eingebrochen, wobei die Uhrenexporte hingegen deutlich um 11,2 Prozent im Jahresvergleich angezogen haben. Swatch sanken um 8,2 Prozent, der Uhrenkonzern profitierte zwar in den vergangenen Monaten von einer starken Umsatzbeschleunigung, laut Vontobel schlug sich dies aber noch nicht in der Ertragskraft nieder. Richemont verbilligten sich um 0,3 Prozent. Europaweit waren Technologiewerte gefragt, in der Schweiz zogen Logitech um 1,9 Prozent an - VAT um 5,1 Prozent. Julius Bär (-4%) hat im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis eingefahren, Händler bemängelten jedoch die Nettoneugelder. Lindt & Sprüngli (-2,1%) hat im ersten Halbjahr nur dank Preiserhöhungen einen höheren Nettogewinn erzielt. Bei Schindler störte sich Bernstein am organischen Umsatzwachstum im zweiten Quartal, das die Erwartungen verfehlt habe. Der Konzern benötige eine starke Beschleunigung in der zweiten Jahreshälfte, um die Jahresprognose zu erreichen. Die Aktie notierte 5,4 Prozent niedriger.

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag mit Aufschlägen geschlossen. Der DAX legte um 0,7 Prozent auf 25.011 Punkte zu und nahm damit wieder die runde Marke. Der Euro-Stoxx-50 schloss 0,9 Prozent höher, er wurde gestützt von einer Erholung bei Technologieaktien. Deren Subindex stieg im Sog günstiger Branchenvorgaben aus den USA und Asien um 2,3 Prozent. Laut einem Bericht plant Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), die Preise bei sowohl fortschrittlichen als auch älteren Chips ab 2027 um bis zu zehn Prozent zu erhöhen. Favorisiert werden in Europa Aktien aus dem Halbleitersektor wie BE Semiconductor, ASML, STMicro, Infineon, Suss und Aixtron mit Aufschlägen von bis zu 9,3 Prozent. Im Stoxx-600 zeigte sich die Aktie von Mitie mit über 39 Prozent im Plus weit vorn. Der Outsourcing-Dienstleister hat einer Übernahme über 3,1 Milliarden Pfund durch den im Besitz von Beteiligungsgesellschaften befindlichen Konkurrenten OCS zugestimmt. Damit endete seine fast vier Jahrzehnte währende Börsenpräsenz in London - das Unternehmen reihte sich in die Liste der jüngsten Übernahmen börsennotierter britischer Firmen in diesem Jahr ein.

USA
Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag auf breiter Front zugelegt. Der Dow Jones Industrial Average gewann 385,38 Punkte oder 0,74 Prozent auf 52.224,64 Zähler. Der S&P 500 stieg um 65,92 Punkte oder 0,89 Prozent auf 7.509,20, während der Nasdaq Composite um 329,13 Punkte oder 1,29 Prozent auf 25.837,21 zulegte.Die Aktie von 3M stieg um etwa 7,3 Prozent, nachdem der Werkstoffhersteller seine Prognose angehoben und einen Gewinnanstieg von 11 Prozent im zweiten Quartal bekannt gegeben hatte. Die Aktie von General Motors legte um etwa 4,9 Prozent zu, nachdem der Automobilhersteller trotz eines Rückgangs der in den USA verkauften Pkw seine Gewinnprognose anhob, da er von der Nachfrage nach grösseren, teureren Lkw und SUV profitierte. Die Aktie von Hasbro sprang um etwa 8,8 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen Ergebnisse für sein Kartenspiel "Magic: The Gathering" veröffentlichte, dessen Umsatz im ersten Halbjahr um 34 Prozent stieg. Die Aktie von Utz Brands schoss um fast 89 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen der Übernahme durch die deutsche Intersnack-Gruppe zugestimmt hatte. Der Gewinn von Charles Schwab stieg im zweiten Quartal um 32 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar, da ein Handelsboom die Ergebnisse des Brokerhauses beflügelte. Im weiteren Verlauf der Woche werden am Mittwoch Alphabet, Tesla und IBM ihre Quartalszahlen vorlegen.

Asien
Am Mittwoch geht es an den Börsen in Ostasien meist nach oben. In Seoul legt der Kospi um 4,3 Prozent zu. Nach oben getragen wird der Index erneut von den Chip-Schwergewichten Samsung Electronics (+5,1%) und SK Hynix (+6,2%). Am japanischen Aktienmarkt gewinnt der Nikkei-225-Index 0,9 Prozent; der breiter gefasste Topix rückt um 1,1 Prozent vor. Auch hier gehören Chipaktien zu den führenden Kursgewinnern. Tokyo Electron, Kioxia und Softbank Group verbessern sich um 2,4, rund 10 und 1,8 Prozent. Die Börse in Shanghai liegt 0,5 Prozent im Plus. Gegen die positive Tendenz in der Region gibt der Hang-Seng in Hongkong um 0,8 Prozent nach.

Obligationen
Die Kurse von US-Staatsanleihen sind gestern mit wenigen US-Wirtschaftsdaten und vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche gefallen, was die Renditen nach oben getrieben hat. Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 0,030 Prozentpunkte auf 4,628 Prozent.

Analyse
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