Von Paul SJOBERG
Veröffentlicht am Tue, 04.08.2026 - 00:00
Die Aktie von Palantir ist im nachbörslichen US-Handel um bis zu 13 Prozent gestiegen. Zuvor hatte das Unternehmen seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben und ein beschleunigtes Wachstum bei den kommerziellen Umsätzen in den USA gemeldet. Der Umsatz habe sich im zweiten Quartal fast verdoppelt, teilte das Technologieunternehmen den Anlegern am Montagabend mit. Die Unternehmensführung erwarte nun für das Gesamtjahr einen Umsatz zwischen 8,15 Milliarden und 8,16 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten sei ein Wachstum der kommerziellen Umsätze in den USA um mindestens 134 Prozent auf 3,42 Milliarden Dollar. Die neue Prognose stellt eine deutliche Anhebung dar. Zuvor hatte Palantir einen Jahresumsatz von unter 7,7 Milliarden Dollar prognostiziert. "Die Nachfrage nach KI-Souveränität ist jetzt entfesselt worden", sagte Alex Karp, Vorstandsvorsitzender von Palantir. "Unsere Kunden vertrauen darauf, dass wir ihnen die maximale Kontrolle über ihre Betriebsabläufe, Daten und Entscheidungen geben. Ihr Wettbewerbsvorteil sollte niemals zu den Trainingsdaten für zukünftige Modelle werden."
Mit einem kleinen Plus hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Montag beendet. Der SMI gewann 0,1 Prozent auf 14.365 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich elf Kursgewinner und acht -verlierer gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 19,78 (zuvor: 24,22) Millionen Aktien. Gebremst wurde der SMI vor allem von den Schwergewichten Nestle und Novartis, die um 0,3 und 1,7 Prozent nachgaben. Roche legten um 0,7 Prozent zu, schlossen aber unter ihrem Tageshoch. Stärkster Wert im SMI waren Logitech, die im Zuge der Erholung bei Technologiewerten um rund 4 Prozent stiegen. Partners Group gewannen 3,3 Prozent. Allerdings hatten die Titel im bisherigen Jahresverlauf zu den schwächsten gehört, so dass hier Nachholbedarf eine Rolle gespielt haben dürfte. Gesucht waren ferner Sika (+3%), Geberit (+2,7%) und Alcon (+2,2%). Holcim fielen um 2,1 Prozent. Der Verkauf des philippinischen Geschäfts stützte die Aktie nicht nachhaltig, auch wenn die Analysten der Bank Vontobel von einem klugen Schachzug sprachen.
Europa
Der europäische Aktienmarkt ist sehr fest in die neue Woche gestartet. Der DAX gewann 1,5 Prozent auf 26.001 Punkte, bei knapp 26.097 wurde ein neues Allzeithoch markiert. Mit Aufschlägen von 1,1 Prozent konnte der Euro-Stoxx-50 nicht ganz mithalten, mit einer Performance von 11 Prozent seit Jahresbeginn steht er aber deutlich besser da als der DAX, der gerade mal auf 6,3 Prozent kommt. Für die Aktie der Deutsche Telekom ging es 4,9 Prozent höher. Presseberichten zufolge könnte ein mögliches Zusammengehen des Telekomkonzerns mit der Tochter T-Mobile US scheitern. Am Freitag hatte das Online-Nachrichtenportal Semafor berichtet, dass Grossanleger und sogar das US-Management dagegen seien. Analysten können einer möglichen Kombination zwar mehr abgewinnen, die Transaktion wird allerdings als sehr komplex eingestuft. SAP rückten um weitere 4,4 Prozent vor. Die Geschäftszahlen von Amazon und davor Microsoft hatten gezeigt, dass es im Cloud-Geschäft rund läuft. Gesucht waren europaweit Rüstungswerte. Am deutschen Markt ging es für Hensoldt um 8,3 Prozent nach oben. Rheinmetall verteuerten sich um 3,1 Prozent. In Resteuropa gewannen Thales 3,2 Prozent oder Saab 2,9 Prozent. Astrazeneca brachen dagegen um 9 Prozent ein nach Berichten der Financial Times über Mega-Fusionsgespräche mit Bristol Myers Squibb, deren Aktie im Verlauf an der Wall Street anfängliche Gewinne abgab und knapp behauptet tendierte.
USA
Die US-Aktienmärkte legten am Montag kräftig zu und die Ölpreise fielen stark, nachdem Präsident Trump eine Rückkehr zur Diplomatie mit dem Iran signalisiert hatte. Dies verschaffte den Anlegern Erleichterung nach einem turbulenten Vormonat, der von stark steigenden Energiepreisen und einem sich verschärfenden Ausverkauf bei Technologieaktien geprägt war. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 693,38 Punkte oder 1,32 Prozent auf 53.178,41. Der S&P 500 gewann 110,78 Punkte oder 1,48 Prozent auf 7.600,50, während der Nasdaq Composite um 540,04 Punkte oder 2,13 Prozent auf 25.913,90 zulegte. Nach vorläufigen Daten gab es an der NYSE 1.904 Kursgewinner und 844 Kursverlierer. Die Rally war breit angelegt, aber unter der Oberfläche uneinheitlich. Aktien von Fluggesellschaften, Softwareunternehmen und Wohnungsbaugesellschaften legten zu, während Konsumgüter- und Energieunternehmen nachgaben. Die Amazon-Aktie gewann am Montag 4,6 Prozent. Einen Tag nach dem besten Handelstag seit Jahren erreichte das Unternehmen damit erstmals eine Marktbewertung von 3 Billionen Dollar. Amazon ist das fünfte Unternehmen, das diesen Meilenstein erreicht, und schliesst sich damit Apple, Microsoft, Nvidia und Alphabet an. Die Aktie von Apple setzte unterdessen ihre Verlustserie den vierten Tag in Folge fort. Die Boeing-Aktie legte um 8 Prozent zu, nachdem die 737 MAX 7, das kleinste Flugzeug der Schmalrumpfflugzeug-Familie, die Zulassung der US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration erhalten hatte. Dies ist ein Meilenstein, den das Flugzeug ursprünglich bereits 2019 erreichen sollte, bevor zwei tödliche Abstürze und eine Reihe von Sicherheitsproblemen dazwischenkamen. Die Marriott-Aktie fiel um 7 Prozent, nachdem das Hotelunternehmen mitgeteilt hatte, der Iran-Konflikt habe den Umsatz im zweiten Quartal belastet.
Asien
An den asiatischen Aktienmärkten zeigt sich am Dienstag kein einheitliches Bild. Während es in Tokio, Seoul und Hongkong leicht nach unten geht, legen die Indizes in Schanghai und Sydney moderat zu. Teilnehmer sprechen von einer vorsichtigen Rückkehr zu Technologieaktien.
Obligationen
Die Renditen von US-Staatsanleihen fielen zu Wochenbeginn. Die Rendite der 10-jährigen Anleihe verlor 0,059 Prozentpunkte auf 4,684 Prozent.
Analyse
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