Von Stefano Gianti
Veröffentlicht am Thu, 06.08.2026 - 00:00
Ebay hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Zuvor hatte das Unternehmen die Übernahme von Depop abgeschlossen und ein Umsatzwachstum im zweiten Quartal gemeldet. Der Online-Marktplatz teilte mit, er erwarte nun, dass das Bruttowarenvolumen (GMV), das alle bezahlten Transaktionen zwischen Ebay-Nutzern misst, im Jahr 2026 zwischen 11,5 Prozent und 12,5 Prozent wachsen werde. Zuvor war ein Wachstum von 7 Prozent bis 7,5 Prozent prognostiziert worden. Der Umsatz werde voraussichtlich um etwa einen halben Prozentpunkt weniger wachsen als das GMV. Von Factset befragte Analysten erwarten derzeit für das Gesamtjahr ein GMV von 87,06 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von rund 9,4 Prozent. Der Umsatz soll um 9,7 Prozent auf 12,18 Milliarden Dollar steigen. Ebay prognostizierte zudem ein Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie für das Gesamtjahr zwischen 10 und 12 Prozent im Jahresvergleich. Analysten erwarten für dieses Jahr einen bereinigten Gewinn von 6,10 Dollar je Aktie, was einem Wachstum von fast 11 Prozent entspricht.
Freundlich hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Mittwoch beendet. Der SMI gewann 0,6 Prozent auf 14.552 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich elf Kursgewinner und neun -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 21,08 (zuvor: 21,98) Millionen Aktien. Unterstützung erhielt der SMI von den Schwergewichten Nestle (+0,9%) und Roche (+2%). Kräftig im Plus zeigten sich ferner Sika (+2,6%), Givaudan (+2,1%) und Amrize (+2,1%). Im Einklang mit dem europaweit schwächelnden Bankensektor verloren UBS 0,2 Prozent. Hier dürften die geopolitische Unsicherheit im Zuge des Nahostkonflikts und die jüngst gefallenen Marktzinsen belastet haben, hiess es. In der zweiten Reihe gewannen Sandoz 6 Prozent. Die Zahlen des Generika-Herstellers wurden als solide bezeichnet. Zur Beruhigung der Anleger dürfte auch der bestätigte Ausblick beigetragen haben. Ams-Osram legten um 7,7 Prozent zu. Hier wurde auf wieder erwachte KI-Euphorie verwiesen, die auch in den USA den Aktien mit KI-Bezug zu Gewinnen verholfen hatte.
Europa
Die europäischen Börsen haben am Mittwoch kleine Verluste verzeichnet. Der DAX fiel um 0,3 Prozent auf 26.126 Punkte, im Tageshoch stand der Index bei 26.404 Punkten und markierte zugleich ein neues Rekordhoch. Der Euro-Stoxx-50 schloss 0,2 Prozent niedriger. An den Anleihemärkten verharrten die Renditen auf dem zuletzt gesunkenen Niveau, was grundsätzlich positiv für die Aktienmärkte ist. Der an den Vortagen kräftig gefallene Ölpreis gab erneut etwas nach mit der Erwartung eines höheren Angebots im Fall einer Öffnung der Strasse von Hormus. Mit Blick auf den Geschäftsbericht von Siemens Energy war im Handel von starken Geschäftszahlen die Rede. Sowohl auf der Umsatz- wie auch der Ergebnisseite seien die Erwartungen geschlagen worden. Als besonders stark hob ein Teilnehmer den Auftragseingang hervor. Dieser stieg um 8,5 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro - das sind rund eine Milliarde mehr als vom Markt erwartet. Wermutstropfen sei der nur bestätigte Ausblick, an diesem könnten sich einige Anleger gestört haben. Die Aktie schloss unverändert. Die Fresenius-Aktie kam nach Zweitquartalszahlen auf ein Plus von 5,2 Prozent. Das organische Wachstum liege 100 Basispunkte über der Prognose, das EBIT 4 Prozent sowie der Gewinn 5 Prozent, kommentierte JP Morgan.
USA
Die US-Aktienmärkte haben uneinheitlich geschlossen. Optimismus über die Wiedereröffnung der Strasse von Hormus wurde durch eine erhöhte Volatilität bei Spekulationen auf künstliche Intelligenz (KI) ausgeglichen. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 263,24 Punkte oder 0,49 Prozent auf ein Rekordhoch von 54.349,12. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 12,97 Punkte oder 0,17 Prozent auf 7.723,55 nach, und der technologielastige Nasdaq Composite fiel um 221,55 Punkte oder 0,83 Prozent auf 26.363,44. Chip-Aktien blieben der Dreh- und Angelpunkt des Aktienmarktes. Der PHLX Semiconductor Sector Index fiel um 1,4 Prozent. Die Aktie von Advanced Micro Devices rutschte um 7 Prozent auf 482,05 Dollar ab, trotz der Meldung eines starken Wachstums bei den Chip-Verkäufen an Rechenzentren. Die Aktie des Konkurrenten Nvidia legte zu, nachdem SpaceX-Chef Elon Musk sagte, der KI-Chiphersteller sei der bevorzugte Lieferant seines Unternehmens, und lobte das Design. Die Aktie von Musks KI- und Raketenfirma SpaceX stürzte um 14 Prozent auf 108,29 Dollar ab, da ein aggressives Investitionsbudget das besser als erwartete vierteljährliche Umsatzwachstum überschattete. Die Aktie von Alphabet fiel um 4,1 Prozent auf 360,13 Dollar, nachdem die Google-Muttergesellschaft mitgeteilt hatte, dass der langjährige Chefwissenschaftler Jeff Dean, eine treibende Kraft hinter ihrer KI-Strategie, das Unternehmen verlässt, um ein Startup zu gründen. Die Aktie von Uber Technologies fiel um 5,3 Prozent auf 68,18 Dollar, nachdem das Fahrdienstunternehmen einen schwächer als erwarteten Ausblick für das laufende Quartal abgegeben hatte. Die Aktie hat in diesem Jahr nun etwa 18 Prozent verloren.
Asien
Mehrheitlich mit Abgaben zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag. Schwache Ergebnisse von Sandisk und Western Digital drücken die Werte aus dem Chip-Sektor deutlicher ins Minus, womit sich die Volatilität bei den Aktien aus dem Bereich fortsetzt. Der Datenspeicher-Anbieter Sandisk meldete für das vierte Quartal einen stark gestiegenen Umsatz, da der Ausbau der KI die Nachfrage weiter anheizt. Die deutlichste Reaktion zeigt wieder einmal der Kospi in Seoul, der sich um 4,2 Prozent reduziert. Die kräftigen Abgaben der beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics (-5,9%) und SK Hynix (-9,6%) ziehen den Index nach unten. Der Nikkei-225 in Tokio verliert 1,0 Prozent.
Obligationen
Die Renditen von US-Staatsanleihen sanken zur Wochenmitte angesichts von Inflationsängsten nach verhaltenen Arbeitsmarktdaten. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe fiel um 0,009 Prozentpunkte auf 4,616 Prozent. Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen Staatsanleihe sank um 0,015 Prozentpunkte auf 4,178 Prozent.
Analyse
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