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Airbnb hebt Jahresprognose wegen starker Nachfrage und erfolgreicher KI-Strategie an

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Fri, 07.08.2026 - 00:00

Thema des Tages

Airbnb hat seine Jahresprognose angehoben und begründet dies mit einer wachsenden weltweiten Nachfrage, während das Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) zur Verbesserung seiner Plattform einsetzt. Das Unternehmen für Kurzzeitvermietungen teilte mit, es erwarte nun für dieses Jahr einen Umsatzanstieg um mindestens eine mittlere Zehnerprozentrate. Zuvor war es von einem Wachstum im niedrigen bis mittleren Zehnerprozentbereich ausgegangen. Die aktualisierte Prognose berücksichtige die starke Nachfrage auf der Airbnb-Plattform in allen Regionen, teilte das Unternehmen mit. Im letzten Quartal habe sich das Wachstum der gebuchten Nächte im Jahresvergleich in den neuen Märkten von Airbnb sowie in den grössten Kernmärkten beschleunigt, einschliesslich eines Anstiegs von Reisenden aus den USA, Frankreich, Grossbritannien und Australien. Diese Trends zeigten, dass die Bemühungen zur Verbesserung des Produkts - mit Hilfe von KI - erfolgreich seien, so Airbnb.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hat sich am Donnerstag knapp behauptet aus dem Handel verabschiedet. Übergeordnet stützte weiter die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs, wie es hiess. Bei Einzelwerten bestimmten Zahlenausweise die Richtung. Der SMI verlor 0,1 Prozent auf 14.535 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und sechs -gewinner gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 18,9 (zuvor: 21,08) Millionen Aktien. Angeführt wurde der SMI von Swisscom, die nach Vorlage überzeugender Geschäftszahlen um 4,4 Prozent zulegten. Berenberg bezeichnete die Zahlen als insgesamt solide. Die Kennziffer EBITDAaL habe um 4 Prozent über der Konsensschätzung gelegen. Auf der anderen Seite verloren Zurich Insurance 3 Prozent. Bis auf die Combined Ratio hätten die Zahlen von Zurich die Erwartungen übertroffen, kommentierte die LBBW. Allerdings gab es auch kritische Stimmen zum US-Geschäft. Bei Swiss Re (+0,7%) bemängelten Analysten die Preisentwicklung in der Schaden- & Unfall-Rückversicherung, ansonsten hätten die Zahlen überzeugt.

Internationale Märkte

Europa
Der europäische Aktienmarkt hat am Donnerstag mit leichten Aufschlägen geschlossen. Der DAX gewann 0,1 Prozent auf 26.140 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,4 Prozent nach oben. Nach der Rally der vergangenen Tage fehlte den Indizes die Kraft für mehr. Mit Aufschlägen von 6,3 Prozent führten Deutsche Telekom die Gewinnerliste im DAX mit grossem Abstand an. Hintergrund waren weniger die guten Geschäftszahlen, sondern das um bis zu 3 Milliarden Euro aufgestockte Aktienrückkaufprogramm. Aus Sicht von Berenberg ist dies ein klares Signal für die Kapitalallokation. "Aus unserer Sicht könnte dies ein Anzeichen dafür sein, dass ein Schritt hin zu einer Übernahme der Minderheitsanteile an T-Mobile US weniger wahrscheinlich wird, obwohl es dazu keine direkte Stellungnahme gibt", hiess es. Bei Siemens liefen das Industrie- und das Infrastrukturgeschäft besser als gedacht. Allerdings fiel der Kurs um 4,5 Prozent. Der Enthusiasmus der Anleger für Siemens dürfte kurzfristig aufgrund des langsamen Zeitplans für die Abspaltung von Healthineers, der Unsicherheit bezüglich der makroökonomischen Nachfrage und der Risiken im Zusammenhang mit Software für künstliche Intelligenz weiterhin begrenzt sein, erläuterten die Analysten von RBC. Zudem scheine die Prognoseanhebung des deutschen Industriekonzerns weniger ausgeprägt zu sein als die der Wettbewerber. Auch von Merck KGaA (+0,1%) und Qiagen (-0,6%) kamen gute Geschäftszahlen. Rheinmetall verloren 3,5 Prozent trotz besserer Zahlen. Der deutlich negative und schwächer als erwartet ausgefallene Free Cashflow ist laut der DZ Bank nicht überzubewerten, er beruhe auf weiterhin hohen Investitionen für Kapazitätserweiterungen, dem notwendigen Vorratsaufbau für die Folgequartale und temporären Verschiebungen von Anzahlungen.

USA
Die US-Aktien sind in einem nervösen Handel gefallen, da Zweifel an der Wiedereröffnung der Strasse von Hormus aufkamen. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 464,02 Punkte oder 0,85 Prozent auf 53885,10. Der breit gefasste S&P 500 verlor 13,59 Punkte oder 0,18 Prozent auf 7709,96 und der technologielastige Nasdaq Composite gab um 15,09 Punkte oder 0,06 Prozent auf 26348,35 nach. Die Aktien von Hausbauunternehmen fielen, nachdem der Online-Immobilienmakler Redfin schätzte, dass die schwebenden Hausverkäufe in den USA in der jüngsten wöchentlichen Zählung der Kaufverträge auf ein Fünfmonatstief gefallen sind. Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Festhypotheken in den USA lag am Donnerstag bei 6,69 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit mehr als einem Jahr, wie das Hypothekenfinanzierungsinstitut Freddie Mac mitteilte. Die Sorgen über die aggressiven Investitionen grosser Technologieunternehmen in Rechenzentren hielten an. Die Aktie der Google-Muttergesellschaft Alphabet fiel um 1 Prozent auf 356,62 Dollar, nachdem laut Bloomberg News Pläne bekannt wurden, bis zu 25 Milliarden Dollar durch eine neue Anleiheemission aufzunehmen. Die Wall-Street-Investmentfirma Apollo Global Management hat sich auf die Übernahme der britischen Billigfluglinie Easyjet für umgerechnet rund 7,7 Milliarden Dollar geeinigt und sich damit in einem wochenlangen Bieterwettstreit durchgesetzt.

Asien
Keine einheitliche Tendenz gibt es zum Wochenausklang an den asiatischen Aktienmärkten. Mit Abgaben zeigen sich die Börsen in Tokio und Seoul, wo erneute Verluste bei den Technologiewerten das Sentiment belasten. Dagegen geht es an den chinesischen Börsen nach guten Konjunkturdaten leicht nach oben.

Obligationen
Die Renditen von US-Staatsanleihen und der US-Dollar stiegen vor den Arbeitsmarktdaten für Juli. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe stieg um 0,054 Prozentpunkte auf 4,670 Prozent. Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen Staatsanleihe erhöhte sich um 0,064 Prozentpunkte auf 4,242 Prozent.

Analyse
Bank of America senkt Glencore-Ziel auf 630 (640) GBp – Buy
Bank of America erhöht Heineken-Ziel auf 95 (90) EUR – Buy
Bank of America senkt Hermes-Ziel auf 2.000 (2.250) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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