Von Paul SJOBERG
Veröffentlicht am Tue, 11.08.2026 - 00:00
Nvidia hat Finanzierungsvereinbarungen mit einigen der grössten Firmen an der Wall Street auf die Beine gestellt. Damit sollen riesige Summen aufgebracht werden, um den Kunden des Chipkonzerns bei der Finanzierung der Kosten für Rechenleistung zu helfen. Nvidia hat mit Apollo Global Management, Blackstone, Blackrock, Brookfield Asset Management, Goldman Sachs und KKR Verträge unterzeichnet, um Plattformen für die Finanzierung von Rechenleistung einzurichten, wie die Unternehmen mitteilten. Ziel ist, in den kommenden Jahren mehr als 500 Milliarden US-Dollar an externem Kapital bereitzustellen. Die Plattformen würden Kapitalpools zu "attraktiven Konditionen" für Nvidia-Kunden schaffen. "Diese Finanzierungsplattformen werden Kunden dabei helfen, im grossen Massstab auf knappe Rechenleistung zuzugreifen und die KI-Fabriken aufzubauen, die im Zeitalter der KI jede Branche und jedes Land antreiben werden", sagte Nvidia-CEO Jensen Huang. Apollo und Blackstone haben dieses Jahr bereits eine Vereinbarung mit Broadcom getroffen, um eine ähnliche Finanzierungsplattform für die Kunden des Chipherstellers einzurichten. Die Plattform wird Unternehmen wie Anthropic Finanzierungen anbieten, um die Rechenleistung von durch Broadcom entwickelte Chips zu bezahlen.
Mit freundlicher Tendenz hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Montag beendet. Der SMI gewann 0,6 Prozent auf 14.634 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 17,68 (zuvor: 22,79) Millionen Aktien. Stärkster Wert im SMI waren die Aktien des Luxusgüterherstellers Richemont, die nachrichtenlos um 2,7 Prozent vorrückten. Auf der Gewinnerseite fanden sich auch Logitech. Die Aktien des Herstellers von Computerzubehör verbuchten ein Plus von 1,2 Prozent im Gefolge starker Vorgaben der US-Technologiewerte. Konjunkturzykliker zeigten sich uneinheitlich. ABB schlossen 0,1 Prozent höher. Holcim gewannen 0,5 Prozent. Amrize und Geberit fielen dagegen um 1,1 und 0,9 Prozent. In unterschiedliche Richtungen liefen die Indexschwergewichte. Während Nestle um 0,7 Prozent sanken, legten Novartis und Roche um 0,7 und 1,6 Prozent zu.
Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben nach den Rekordhochs in der Vorwoche am Montag eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Während die Impulse von der Berichtssaison fehlten, kam auch von der Geopolitik kaum Störfeuer. Der DAX schloss behauptet bei 26.324 Punkten, der Euro-Stoxx-50 gewann 0,2 Prozent auf 6.536 Punkte. Öl der Sorte Brent handelte mit knapp 86,60 Dollar je Fass gut 3,5 Prozent höher, belastete aber die Risikostimmung unter den Investoren nicht. Der Euro trat mit 1,1550 Dollar nahezu auf der Stelle. Gea schlossen 0,5 Prozent im Plus, nachdem die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal im Einklang mit den vorläufigen Ergebnissen lagen, wie es von JP Morgan hiess. Der vom Unternehmen definierte freie Cashflow (FCF) sei signifikant auf 151 Millionen Euro gestiegen, was den höchsten Stand für ein zweites Quartal seit 2020 darstelle. Umstufungen und Analystenkommentare sorgten für höhere Kursveränderungen. So hat die Deutsche Bank das Kursziel von Qiagen auf 47 nach 43 Euro erhöht, hier ging es um 5,5 Prozent aufwärts. Das zweite Quartal von Qiagen zeigte die erwartete Verbesserung im zugrunde liegenden Geschäft und übertraf sowohl die Erwartungen des Unternehmens als auch die des Marktes, so die Deutsche Bank.
USA
US-Aktien sind gefallen, da die Weigerung des Iran, die Strasse von Hormus wieder zu öffnen, einen weiteren Anstieg der Ölpreise und Inflationsängste ausgelöst hat. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 60,95 Punkte oder 0,11 Prozent auf 53.975,98. Der S&P 500 gab um 4,53 Punkte oder 0,06 Prozent auf 7.753,11 nach, nachdem er am Freitag aufgrund des erneuten Enthusiasmus über den KI-Boom und der Hoffnung auf ein Friedensabkommen im Iran auf einem Rekordhoch geschlossen. Die Aktie von Intel fiel um 4,1 Prozent auf 97,52 Dollar, nachdem der Chiphersteller angekündigt hatte, im Rahmen einer Kapitalerhöhung Stammaktien im Wert von rund 15 Milliarden Dollar zu verkaufen, um die Investitionsausgaben als Reaktion auf die KI-Nachfrage zu erhöhen. Boeing hat zugestimmt, eine Minderheitsbeteiligung an Archer Aviation zu übernehmen. Im Gegenzug erhält Archer die Kontrolle über drei Einheiten des Luft- und Raumfahrtunternehmens, einschliesslich seines Flugtaxi-Unternehmens Wisk Aero. Adnoc Gas aus den Vereinigten Arabischen Emiraten teilte mit, mehr als 8 Milliarden Dollar in die Steigerung der Produktionskapazität investieren zu wollen. Die Ankündigung erfolgt nur wenige Monate nach dem Austritt des Landes aus der Organisation der erdölexportierenden Länder.
Asien
Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich am Dienstag im späten Geschäft uneinheitlich: Deutliche Aufschläge in Südkorea stehen Verlusten in China gegenüber. In Japan ruht der Handel wegen eines Feiertages.
Obligationen
Die Rendite der nordamerikanischen 10-jährigen Staatsanleihen stieg zu Wochenbeginn um 0,040 Prozentpunkte auf 4,697 Prozent. Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen Staatsanleihen stieg um 0,034 Prozentpunkte auf 4,236 Prozent.
Analyse
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