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CoreWeave-Aktie springt nach Umsatzverdopplung hoch

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Wed, 12.08.2026 - 00:00

Thema des Tages

Das Cloud-Computing-Unternehmen CoreWeave hat das fünfte Quartal in Folge einen Rekordumsatz und einen Auftragsbestand von 104 Milliarden US-Dollar gemeldet. Dies spiegele die anhaltend starke Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz (KI) wider. CoreWeave kauft hochentwickelte KI-Chips, sogenannte Grafikprozessoren, von Nvidia, installiert sie in Rechenzentren und vermietet sie an Unternehmen wie Microsoft und OpenAI. Für das im Juni beendete Quartal meldete das Unternehmen einen Umsatz von 2,58 Milliarden Dollar. Von Factset befragte Analysten hatten einen Quartalsumsatz von 2,55 Milliarden Dollar erwartet. Die Aktie legte im nachbörslichen US-Handel um etwa 13 Prozent zu. Der Auftragsbestand des Unternehmens - also zukünftige Umsätze mit wiederkehrenden Kunden - erreichte 104 Milliarden Dollar und verdoppelte damit fast das im November gemeldete Auftragsvolumen. Dies signalisiere eine anhaltend starke Nachfrage nach neuen KI-Infrastrukturprojekten. Das Unternehmen merkte an, dass es zu Beginn des laufenden Quartals Netto-Neukundenzusagen in Höhe von 25 Milliarden Dollar erhalten habe, die in den Ergebnissen vom Dienstag nicht enthalten seien.

Schweizer Aktien

Mit einem kleinen Minus hat der Aktienmarkt in der Schweiz den Handel am Dienstag beendet. Der SMI verlor 0,4 Prozent auf 14.575 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Kursverlierer und sieben -gewinner gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 18,03 (zuvor: 17,68) Millionen Aktien. An der Spitze des SMI stand die Alcon-Aktie mit einem Plus von 4,7 Prozent. Die Zahlen des Augenheilkundespezialisten hatten überzeugt. Partners Group wurden nicht nachhaltig von der Abstufung auf "Hold" durch die Deutsche Bank belastet. Die Titel schlossen 1,3 Prozent höher. Gebremst wurde der SMI von den Schwergewichten: Nestle sanken um 0,6, Novartis um 0,7 und Roche um 1,1 Prozent. Versicherer wurden im Einklang mit dem übrigen europäischen Sektor verkauft. Swiss Life, Swiss Re und Zurich verloren bis zu 1,5 Prozent. Aus dem Handel hiess es, aus dem Sektor sei nach den guten Zahlen die Luft raus. Der Markt fürchte übergeordnet einen weiteren Anstieg der Marktzinsen in den USA und Europa, der kurzfristig eine Belastung für die Branche darstellen könnte. Swiss Re dürften zusätzlich von einem negativen Kommentar von JP Morgan belastet worden sein.

Internationale Märkte

Europa
Etwas fester und mit einem zwischenzeitlichen Rekord im DAX sind Europas Aktienmärkte am Dienstag aus dem Handel gegangen. Der DAX legte um 0,3 Prozent zu auf 26.391 Punkte und erreichte bei 26.504,54 ein neues Allzeithoch. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,2 Prozent auf 6.551 Zähler. Vor allem Aussagen aus Katar stützten, wonach sich Iran und Oman in sehr fortgeschrittenen Gesprächen um die Verwaltung der Strasse von Hormus befanden. Überdies traf der Innenminister Pakistans in Teheran ein, um die Vermittlung der Gespräche voranzubringen. Vor allem die Chip-Werte profitierten von der Entspannung, dazu gesellte sich die hohe Nachfrage nach Intel-Aktien. Deren Kapitalerhöhung wurde auf 20 Milliarden Dollar aufgestockt, was als Signal des Vertrauens von Investoren in den KI-Sektor gewertet wurde. ASML und BE Semiconductor legten bis zu 2,7 Prozent zu. Im DAX kletterten Infineon um 0,5 Prozent. Für den Ausrüster der KI-Infrastruktur Siemens Energy ging es 2,6 Prozent nach oben. Die Berichtssaison kam überwiegend aus der zweiten Reihe: Cancom fielen um 6,2 Prozent. Hier verstimmte vor allem der Umsatzrückgang im zweiten Quartal zum Vorjahr. Angesichts der laufenden Diskussion um Cloud-Souveränität hatte man sich mehr Kundeninvestitionen in diesem Bereich erhofft.

USA
US-Aktien gaben nach, da die festgefahrenen Verhandlungen über die Zukunft der Strasse von Hormus die Ölpreise vor den wichtigen Inflationsdaten am Mittwoch in die Höhe trieben. Der Dow Jones Industrial Average verlor 184,13 Punkte bzw. 0,34 Prozent auf 53.791,85. Der breit gefasste S&P 500 sank um 24,91 Punkte bzw. 0,32 Prozent auf 7.728,20. Der technologielastige Nasdaq Composite gab um 159,91 Punkte bzw. 0,6 Prozent auf 26.445,45 nach.Die Aktie des Sneaker-Herstellers On Holding fiel um 20 Prozent auf 30,91 Dollar, nachdem das Schweizer Unternehmen mitgeteilt hatte, es habe die Lieferungen an den Grosshandel verlangsamt, da eine nachlassende Nachfrage nach Laufschuhen die Erträge geschmälert habe. Die Aktie von Smithfield Foods gab um 2,3 Prozent auf 23,88 Dollar nach. Zuvor hatte der Fleischverarbeiter mitgeteilt, dass inflationsgeplagte Kunden ihre Käufe von verpackten Schweinefleischprodukten reduzierten. Der Boom der künstlichen Intelligenz (KI) blieb im Zentrum der Markt- und Wirtschaftsaktivität. Die Intel-Aktie legte um 19 Cent auf 97,71 Dollar zu, nachdem der Chiphersteller aufgrund der starken Investorennachfrage den Umfang einer Folgeemission von 15 Milliarden auf 20 Milliarden Dollar erhöht hatte. Das KI-Unternehmen Anthropic unterzeichnete mit Riot Platforms einen 20-jährigen Mietvertrag für ein Rechenzentrum in Rockdale, Texas. Die Aktie von Riot, das sich als Bitcoin-Miner einen Namen gemacht und mit dem Bau von Rechenzentren begonnen hatte, stieg um 4,3 Prozent auf 20,24 Dollar.

Asien
Bis auf den Aktienmarkt in Südkorea tut sich am Mittwoch an den asiatischen Börsen im späten Handel nicht viel. Die meisten Handelsplätze liegen knapp im Plus oder im Minus - ein klarer Trend ist nicht auszumachen. Der Kospi in Südkorea baut seine Aufschläge begleitet von erneuten Volatilitätsunterbrechungen kontinuierlich aus und steigt aktuell um 4,2 Prozent.

Obligationen
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe sank am Dienstag um 0,014 Prozentpunkte auf 4,683 Prozent. Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen Staatsanleihe fiel um 0,019 Prozentpunkte auf 4,217 Prozent.

Analyse
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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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